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Diese Software gibt es in Vista

Softwarezubehör unter Vista

Die Besten zuerst: Hier zeigt die Fotogalerie alle „Landschaften“, sortiert nach der Bewertung, an
Vergrößern Die Besten zuerst: Hier zeigt die Fotogalerie alle „Landschaften“, sortiert nach der Bewertung, an
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Microsoft hat Windows von Version zu Version mehr kostenlose Beigaben zugepackt, etwa Internet Explorer und Media Player. Mit der Folge, dass Microsoft mehrfach am Pranger stand und sich vor Gericht rechtfertigen musste. Denn die Konkurrenz sieht sich durch das Quasi-Monopol des Redmonder Großkonzerns eigener Marktchancen beraubt. Schon in den Neunzigern erregte der erbitterte Browser-Krieg zwischen Internet Explorer und Netscape Navigator Aufsehen, im Jahr 2004 war es das spektakuläre Urteil der Europäischen Union, nach dem Microsoft 497 Millionen Euro Strafe zahlen und eine Media-Player-freie Windows-Edition anbieten musste. All das hält Microsoft aber nicht davon ab, Windows auch zukünftig mit einer ganzen Reihe eigener Anwendungen auszurüsten.

Kennen Sie das? Sie kommen beispielsweise aus dem Urlaub zurück, laden die Ferienfotos auf den Rechner und sichern die Dateien in irgendeinem Verzeichnis, das Ihnen gerade sinnvoll erscheint. Ein Jahr später erinnern Sie sich an diese wunderbare Aufnahme von Ihnen und Ihrer Begleitung mit dieser damals so romantischen Sonnenstrahlen-fallen-in-Wald-Stimmung. Leider haben Sie aber keinen Schimmer mehr, wo Sie danach suchen müssen. Es ist zum Verzweifeln, normalerweise. In solche unaufgeräumten JPEG-Lager will Microsoft mit der Windows-Fotogalerie Ordnung bringen, die Funktionen von Bilddatenbanken, Präsentations-Software und rudimentäre Bearbeitungsfunktionen kombiniert.

Sobald Sie Bilder oder Videos von Ihrer Kamera über den Standardweg importieren, startet Windows das neue Programm und zeigt die Aufnahmen in Form von Thumbnails, nach Aufnahmedatum gruppiert, an. Über die Navigationsleiste können Sie die Schnappschüsse zusätzlich nach Bewertungen, Ordnern und Beschriftungen sortieren. Gerade die Beschriftungen sind dabei sehr praktisch, um bei großen Fotosammlungen den Überblick zu behalten. Wenn Sie zum Beispiel alle Bilder, auf denen Ihr Kartäuserkätzchen zu sehen ist, mit dem Tag „Klausi" versehen, dann können Sie mit einem Klick auf den Namen alle Katzenbilder aus den verschiedensten Galerien auf den Schirm zaubern.

Über die Schaltfläche unten in der Mitte können Sie außerdem eine ansprechend gestaltete Diashow starten, die auf Ihrer nächsten Party die Gäste verzückt. Das Beschriften von Fotos geht kinderleicht von der Hand, auch eine ganze Reihe von markierten Aufnahmen kann in einem Rutsch behandelt und geordnet werden.

Genauso leicht können Bilder mit ein bis fünf Sternen bewertet werden: fünf Sterne für die Crème de la Crème in Ihrem Album, ein Stern für unscharfe Aufnahmen. Gut: Die Meta-Informationen werden im Adobe-XMP-Format direkt in die Dateien geschrieben, sodass später auch andere Anwendungen etwas damit anfangen können.

Über die Leiste am oberen Bildschirmrand können Sie die Fotos weiterverarbeiten. Hinter der Schaltfläche „Reparieren" verbergen sich einige Bildoptimierungsfunktionen. Dort können Sie die Bilder zuschneiden, Helligkeit und Kontrast verändern und rote Augen korrigieren. Mehr gibt es allerdings nicht, Sie können leider die Auflösung nicht verändern und auch keine Kratzer oder Flecken entfernen. Zum schnellen und unkomplizierten Aufpeppen von zu dunkel geratenen Fotos eignen sich die Werkzeuge aber allemal.

Mit „Drucken" lassen sich die gespeicherten Medien nicht nur über den Drucker ausgeben, sondern auch bei einer Reihe von Fotodiensten in Auftrag geben. Eine jeweils online aktualisierte Liste erlaubt Zugriff auf den Service verschiedener Anbieter, beispielsweise dm und Schlecker. Der gesamte Bestellvorgang ist dann in das Bestellfenster der Windows-Fotogalerie eingebettet. Unkomplizierter geht es nicht.

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