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Mango-Update für Windows Phone 7 reicht nicht aus

08.06.2011 | 11:55 Uhr |

Wir stellen die Verbesserungen für Windows Phone 7.5 vor und erläutern, warum Windows Phone 7 dennoch nicht mit iOS und Google Android gleich ziehen kann.

Mango ist der Code-Name für das große Update des Windows Phone 7-Betriebssystems. Die Version 7.5 soll vor Weihnachten veröffentlicht werden. Microsoft hofft, dass Mango Windows Phone 7 neues Leben haucht; denn die Verkaufszahlen für Windows Phone 7-Smartphones sind dürftig.

Windows Phone 7 greift iOS und Android an

Mango verspricht zwei große Lücken des derzeitigen Windows Phone 7 Betriebssystem zu stopfen: Die Unterstützung von Multitasking in Apps und die Integration des Internet Explorer 9. Mit dem neuen Browser wird endlich auch HTML 5 unterstützt, wie es bei den Konkurrenz-Systemen iOS und Android längst der Fall ist. Die künftige Multitaskingfähigkeit von Windows Phone 7 wird nicht die gleichen Möglichkeiten bieten, die Sie vom PC oder Mac gewohnt sind, sondern sich eher an den Möglichkeiten von Apples iOS 4 für das iPhone und iPad orientieren. Folglich werden nur bestimmte Anwendungen die Multitaskingfunktion unterstützen. Der Grund, weshalb Microsoft die Multikaskingfunktion einschränkt, ist der gleiche wie bei Apple: Microsoft will die Batterielaufzeit nicht unnötig verkürzen.

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So weit so gut. Aber eigentlich hätten beide Technologien bereits bei der ursprünglichen Veröffentlichung von Windows Phone 7 im Herbst an Bord sein müssen, damit Windows Phone 7 von Anfang konkurrenzfähig mit Android und iOS hätte sein können.

Eine weitere nützliche Funktion von Mango ist die Möglichkeit tiefgreifende Verlinkungen zu integrieren. Somit können Apps auf die Funktionen von anderen Apps zugreifen, sollten diese das erlauben. Natürlich hört sich das nach einem einfachen Weg für die Verbreitung von Malware über die installierten Apps an. Normalerweise sind die Apps in sich geschlossen, sodass infizierte Apps sich nicht verbreiten können. Windows oder Mac OS X würden gemeinsame Bibliotheken verwenden, um so etwas ähnliches wie tiefgreifende Verlinkungen zu ermöglichen. Aber als Sicherheitsmaßnahme erlauben die meisten mobilen Betriebssystemnutzer den Drittherstellern diese Funktion nicht. Tatsächlich schirmen sich die Apps voneinander mit Hilfe von Sandboxen ab. Wir sind sehr gespannt, ob und wie Microsoft dieses Problem angeht.

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Microsoft erweitert das Set von API-zugänglichen Services erheblich. Dies soll den Entwicklern dabei helfen ansprechendere Apps zu entwickeln. In Zukunft können die Entwickler auf die die Netzwerkfunktion, die Sensoren und die Kamera, den Kalender und die Adressbucheinträge zugreifen. Und durch die SQL Compact Edition können Entwickler strukturierte Datenvorräte anzapfen.

Microsoft wird einige der fehlenden Sicherheitsmaßnahmen hinzufügen. Mit dem Mango-Update werden beispielsweise auch komplexe Passwörter unterstützt. Aber auch für die Kunden selbst sind Verbesserungen vorgesehen. Es wird ein Shazam-artiges Musik-Identifizierungsprogramm sowie ein Barcode-Scanner erscheinen. Wobei dies ehrlich gesagt auch einfach über Apps hinzugefügt werden könnte.

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