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03.04.2012, 11:45

Thorsten Eggeling

Toolbox

Diese Android-Apps gehören auf jedes Android-Smartphone

Unsere Android-App-Toolbox macht Ihr Android-Smartphone zum Schweizer Messer ©Polylooks

Bei Google Play gibt es etwa eine halbe Million Android-Apps. Wirklich nötig sind davon nur wenige. Dieser Artikel stellt sieben Android-Apps vor, die nach Ansicht der Redaktion auf jedes Android-Smartphone gehören.
Wer sein Android-Smartphone frisch in Betrieb nimmt, findet bereits zahlreiche nützliche Apps auf dem Gerät. Aber nicht jedes der vorinstallierten Programme bringt die erwartete Leistung und wichtige Apps fehlen oft. Bei Google Play (ehemals: Android Market) finden Sie mehre tausend nützliche Apps - und wahrscheinlich einige Hunderttausend vollkommen überflüssige. Es ist nicht immer ganz leicht in der Fülle die Android-Apps zu finden, die auch wirklich das leisten, was sie versprechen.
Da viele Apps kostenlos sind oder es Ausprobierversionen gibt, lässt sich das gewünschte Programm aber auch ohne Risiko testen. Die Benutzerwertungen und Top-Listen bei Google Play geben oft wertvolle Hinweise, ob sich eine Installation lohnt oder nicht. Eine Übersicht mit beliebten und neuen Apps finden Sie auch unter Android-Apps für Smartphones.
Was nach Ansicht der PC-WELT-Redaktion auf jedes Android-Smartphone oder Tablet gehört, lesen Sie in diesem Artikel. Alle vorgestellten Android-Apps sind kostenlos und finanzieren sich teilweise über Werbeeinblendungen.

K-9 Mail

Bei Android-Smartphones und Tablets ist meist Google Mail vorinstalliert. Für die Verwendung zusammen mit einem Google-Mail-Konto ist die App auch zu empfehlen. Wer jedoch ein IMAP- oder POP-Mailkonto bei einem anderen Anbieter nutzt, benötigt in der Regel mehr Funktionen. Hier lohnt sich ein Blick auf die Open-Source-App K-9 Mail.
Mit K-9 Mail verwalten Sie mehrere Mailkonten. Das Programm unterstützt IMAP, POP3 und WebDAV (Exchange) und erlaubt die Suche nach Nachrichten auch über mehrere Konten. Mit K-9 Mail können Sie sehr genaue Einstellungen für das Versenden und Empfangen von E-Mails festlegen. Sie können beispielsweise für jedes Konto getrennt entscheiden, wann es synchronisiert werden soll und bis zu welcher Größe Nachrichten heruntergeladen werden sollen. Für Benachrichtigungen lässt sich für jeden Posteingang ein eigener Klingelton oder Vibrationsalarm festlegen.
Auf Tablets mit größerem Bildschirm erscheinen die Einträge in der Nachrichtenübersicht relativ schmal und sind beim Antippen nur schwer zu treffen. Das Problem lässt sich aber schnell lösen. Wählen Sie im Menü „Mehr ->Einstellungen ->Globale Einstellungen -> Anzeige“. Aktivieren Sie dann die Option „Berührungsfreundliche Ansicht“.
Die Anzahl der Optionen ist aber auch zugleich ein Nachteil des Programms. Der Nutzer muss oft erst einige Zeit suchen, bis er die richtige Einstellung gefunden hat.
Sense Analog Clock Widget
Das Smartphone hat man immer dabei und deshalb kann man eigentlich auch die Armbanduhr in Rente schicken. Damit Datum und Uhrzeit sich immer im Blick befinden, können Sie ein schickes Uhr-Widget auf dem Startbildschirm unterbringen. Das Sense Analog Clock Widget kann zudem das aktuelle Wetter, eine Wettervorhersage und System-Infos anzeigen. Damit der knappe Platz auf der Oberfläche nicht verschwendet ist, lässt sich das Widget auch als Programmstarter einsetzen.
Nach der Installation müssen Sie das Widget zur Oberfläche hinzufügen. Bei einem Android 2.x-Smartphone drücken Sie dazu an der gewünschten Position länger auf eine freie Stelle und wählen „Widgets“ und dann „Sense Analog Clock“. Wenn Sie Android 4.x verwenden, tippen Sie rechts oben auf das Apps-Menü und dann auf „Widgets“. Ziehen Sie „Sense Analog Clock“ an die gewünschte Position. Danach öffnet sich der Bildschirm mit den Einstellungen. Setzen Sie ein Häkchen vor „Check to enable 24 clock mode“, wenn sie die 24-Stunden-Anzeige bevorzugen. Nach eine Klick auf „Select what to launch tapping the 'Hours'“ beziehungsweise „Select what to launch tapping the 'Minutes'“ legen Sie fest, welches Programm starten soll, wenn Sie auf die Stunden- oder Minuten-Anzeige tippen.
Damit das Wetter angezeigt wird, setzen Sie zuerst ein Häkchen vor „Enable weather“ und tippen dann auf „Press to set weather location“. Geben Sie den Namen des gewünschten Ortes ein und tippen Sie auf „Press to search for weather location“. Bei mehreren Fundstellen erhalten Sie eine Liste mit Ortsnamen, in der Sie den gewünschten auswählen. Tippen Sie dann auf „Save“.
In den Einstellungen lassen sich noch einige weitere Optionen für das Programm auswählen, etwa die Anzeige von Systeminformationen oder das Erscheinungsbild des Widgets („Skin“). Zum Abschluss tippen Sie auf „OK“.
Alarm Clock Xtreme
Ein Android Smartphone ersetzt nicht nur die Armbanduhr sondern auch den Wecker. Die richtige App liefert auch noch Zusatzfunktionen, die das morgendliche Aufwachen so angenehm wie möglich gestalten. Alarm Clock Xtreme bietet alles, was man von einem Wecker erwartet.
Sie können sich per Alarmton oder mit Musik wecken lassen. Bei Bedarf steht eine Schlummerfunktion zur Verfügung, die ein langsames Hineingleiten in den Tag ermöglicht. Notorische Langschläfer können „Mathematische Aufgaben lösen“ einstellen. Dann gibt der Wecker erst Ruhe, wenn das Ergebnis stimmt. Wer das „Power Napping“ nach der Mittagspause bevorzugt, findet in Alarm Clock Xtreme auch eine Timerfunktion, mit der man sich beispielsweise nach 15 Minuten der Ruhe daran erinnern lässt, dass die Arbeit wieder ruft.
gReader (Google Reader)
Die Smartphone-Philosophie sieht eigentlich für jedes Angebot einen eigen App vor. Deutlich übersichtlicher lassen sich Informationen jedoch in einem RSS-Reader darstellen. Hier stellen Sie sich aus unterschiedlichen Quellen selbst Nachrichten aus den Kanälen zusammen, die Sie wirklich interessieren.
gReader ist ein inoffizieller Client für den Dienst Google Reader. Verglichen mit dem Originalprogramm von Google bietet gReader ein paar zusätzliche Funktionen. Bevor Sie das Programm nutzen, sollten Sie den Google Reader auf Ihrem PC konfigurieren. Es geht zwar auch über die App, aber der Browser am PC bietet mehr Komfort.
Melden Sie sich bei Google an und gehen Sie auf http://www.google.de/reader. Über die Schaltfläche „Abonnieren“ fügen Sie neue Inhalte hinzu. Sie können entweder einen Suchbegriff oder - wen bekannt - die Adresse eines RSS-Feeds eingeben, den viele Websites anbieten. Wenn Sie beispielsweise das Angebot der PC-WELT nutzen möchten, tippen Sie „pc-welt“ ein und klicken dann auf „Hinzufügen“. Im Suchergebnis wählen Sie die gewünschten Feeds per Klick auf „Abonnieren“ aus.
Zurück auf Ihrem Smartphone starten Sie gReader. Beim ersten Start fragt Sie die App nach Ihrem Google-Konto. Wenn Sie auf dem Smartphone und auf dem PC das gleiche Konto verwenden - was empfehlenswert ist - müssen Sie hier nur bestätigen. Andernfalls tippen Sie auf „Mit einem anderen Konto anmelden“. Nach der Anmeldung sehen Sie die gleichen Feed-Abonnements wie am PC. Sie lesen dann die Beiträge wie gewohnt, indem Sie die Abonnements und Artikel antippen. Wenn Sie den Fingerlänger auf einen Artikel halten, öffnet sich ein Menü. Tippen Sie auf „Seite speichern“ wenn Sie den Artikel unterwegs lesen möchten, auch wenn gerade keine Internet-Verbindung verfügbar ist. Mit einer kleinen, grünen Markierung über einem Artikel zeigt gReader an, dass der Inhalt gespeichert wurde. Um die Beiträge zu lesen, tippen Sie auf die Schaltfläche mit dem Sternchen in der Titel-Leiste, auf „Gespeicherte Artikel“ und dann auf den gewünschten Artikel.
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