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Die neuesten Kamera-Trends auf der IFA 2013

08.09.2013 | 11:22 Uhr

Die neuen Digitalkameras punkten mit schnellen Bildprozessoren, gewaltigen Brennweitenbereichen, klugen Automatikfunktionen und immer ausgefeilteren, meist kabellosen Verbindungsmöglichkeiten.

Fotografieren ist beliebter denn je, und im Trend liegen Kameras, die mitdenken: Wer sich Fotos in Top-Qualität, mit tollen Farben und scharfen Details wünscht, profitiert von den neuen Superzoom-Kameras und Systemkameras mit Wechselobjektiven. Auf der IFA gibt es Modelle in großer Vielfalt zu sehen. Sie bieten einen effektiven Verwackelungsschutz, lichtstarke Objektive, WLAN & GPS, App-Fernsteuerung und moderne Automatikprogramme, die dem Nutzer viele Einstellungen abnehmen.

WLAN verbindet Kameras

Selten zuvor haben Neuerungen bei Kameras so sehr die Art und Weise beeinflusst, wie wir fotografieren. Immer mehr Kameras und Camcorder können Aufnahmen auch direkt über WLAN ins Heimnetz funken – entweder um sie ins Internet zu stellen oder um sie an ein Fernsehgerät zu übertragen. Auch die dank WLAN mögliche direkte Anbindung samt Fernsteuerung über Smartphones und Tablets ist neu. Damit lassen sich Fotos nicht mehr nur von der Kamera aus schießen, sondern auch vom Mobiltelefon oder Tablet-Rechner. Mit einer Kamera mit WLAN sind Sie immer in Kontakt, (fast) egal, wo Sie gerade sind. Die Kamera sucht in der Umgebung nach Funknetzwerken und zeigt am Display eine Liste der erkannten Netze an. Nur noch das Passwort für das gewählte Drahtlosnetz eingeben, schon steht die Verbindung. Sie können Bilder direkt von Ihrer Kamera hochladen, drucken und sichern oder auch die Kamera zum Datenaustausch unterwegs mit Ihrem Smartphone oder Tablet verbinden. Laden Sie Ihre Fotos und Filme bei sozialen Netzwerken wie Facebook, Twitter und Youtube hoch, oder teilen Sie Ihre Aufnahmen per E-Mail mit anderen. Auch ein Upload von Aufnahmen zu Cloud-Diensten wie Dropbox und Google Drive oder zu Web- Galerien wie Flickr und Picasa ist über das Kameramenü möglich. Anderen Personen lassen sich bei Dropbox & Co. auch Zugriffsrechte auf Ihre Bilder erteilen, um etwa die Freunde zu Hause mit Urlaubsimpressionen zu versorgen. Und: Die Kamerahersteller bieten passende Gratis-Apps zu ihren neuesten Modellen in den App Stores von Google und Apple an.

Samsung Galaxy NX: Systemkamera mit 22 Megapixel Auflösung, Wechselobjektiven, schnellem UMTS- und LTE-Datenfunk sowie Android-Mobilbetriebssystem.
Vergrößern Samsung Galaxy NX: Systemkamera mit 22 Megapixel Auflösung, Wechselobjektiven, schnellem UMTS- und LTE-Datenfunk sowie Android-Mobilbetriebssystem.
© Samsung

Fernsteuerung der Kamera

Neue fotografische Möglichkeiten ergeben sich durch das Fernsteuern der Kamera per App. Das ist etwa bei Makros, in Studiosituationen und für andere Foto-Shootings interessant, bei denen die Kamera auf einem Stativ befestigt ist und sich etwa nah am Boden oder besonders hoch platziert befindet. Der Fotograf kann bei vielen Kameras wichtige Einstellungen wie Blende, Verschlusszeit, Fokuspunkt und ISO-Wert bequem am Display des Mobilgeräts vornehmen und schließlich fernauslösen. Zum Aufnehmen wird sogar das Live-Bild auf dem Smartphone- oder Tablet- Bildschirm angezeigt.

Flinke Bildprozessoren

Mehr Bildprozessorleistung ist eine der wichtigsten Neuerungen im Inneren von Kameras: Bislang entpuppte sich der Bildprozessor oft als Nadelöhr. Die neuesten Kameramodelle kommen mit neuen Sensoren und schnelleren Prozessoren zur besseren Signalverarbeitung. Vom Mehr an Rechen-Power profitieren eine ganze Reihe elektronischer Funktionen, etwa der AFSensor, die Rauschreduktion, das Speichern der Bildpixel auf der Speicherkarte und die Fotoanzeige von der Karte auf dem Display. Direkt vergleichen lassen sich die Prozessoren der einzelnen Hersteller nicht, da sich ihre wahre Leistung erst in der Abstimmung mit den übrigen Komponenten ergibt.

Schnelles Geotagging

Ein weiterer Trend ist das Geotagging von Fotos, entweder über einen GPS-Empfänger in der Kamera oder via Smartphone-App. So wissen Sie stets, wo ein Foto entstanden ist, und können Aufnahmen zu Ihren Lieblingsorten herausfiltern. Ist bei der Kamera ein GPS-Modul mit an Bord, speichert das Gerät beim Fotografieren auch gleich Angaben zum Aufnahmeort. Beim Geotagging per App nutzen Sie die GPS-Funktion im Smartphone und versehen die mit der Kamera aufgenommenen Bilder mit den Koordinaten des Aufnahmeorts. Dazu speichert die Smartphone-App Ihre Position im Laufe des Tages und führt per WLAN oder über den Computer eine Synchronisierung mit der Kamera durch. Dabei werden den einzelnen Bilddateien automatisch die jeweiligen Standortinformationen hinzugefügt.

Fotografieren via App: In die Powershot SX280 HS hat Canon neben WLAN und GPS auch eine App-Fernsteuerung für Smartphones und Tablets eingebaut.
Vergrößern Fotografieren via App: In die Powershot SX280 HS hat Canon neben WLAN und GPS auch eine App-Fernsteuerung für Smartphones und Tablets eingebaut.
© Canon

Handliche Systemkameras

Zahlreiche Neuheiten gibt es bei den handlichen Systemkameras mit Wechselobjektiven. Sie laufen den besser ausgestatteten Kompakten und den Spiegelreflexkameras der Einsteigerklasse zunehmend den Rang ab. Systemkameras vereinen die Vorzüge der einzelnen Kameraklassen unter einem Dach: großer Fotosensor, Wechselobjektive, geringes Bildrauschen, handliches Gehäuse, viele Einstellungen sowie eine mit Spiegelreflexkameras vergleichbare Bildqualität.

Motivjagd per Sucher

Der optische Sucher verschwindet abseits der Oberklasse zunehmend, denn bei immer mehr Kameras kontrollieren Sie das Motiv über einen Bildschirm. Entweder auf dem großen Display an der Rückseite oder über den hochauflösenden elektronischen Sucher. Letzterer steht den klassischen optischen Suchern von Spiegelreflexkameras bei der Detailtreue kaum mehr nach.

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