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Die häufigsten Peripherie-Fehler und ihre Lösung

28.07.2014 | 10:09 Uhr |

Wir haben die drei häufigsten Peripherie-Fehler gesammelt und verraten Ihnen, wo die Ursachen für die Probleme liegen und wie Sie die Fehler beseitigen.

Computer sind komplex – das fällt ganz besonders auf, wenn einmal etwas schief geht und Sie ratlos vor Ihrem geöffneten Rechner knien und ehrlich gesagt keine Ahnung haben, warum die Kiste einfach nicht funktioniert. Das sehen wir als Anlass, die häufigsten Hardware-Fehler zu sammeln, damit Sie nicht nur die Ursache kennen, sondern auch die Lösung. So behandeln wir in diesem Artikel Probleme, die in Zusammenhang mit der Peripherie stehen, wie zum Beispiel wenn die Tastatur den Dienst verweigert.

1. Fehler: Tastatur oder Maus funktionieren nicht

Wenn die Eingabegeräte unter Windows nicht reagieren, dann lässt sich zunächst auf ein Treiber-Problem schließen, sofern vorher alles wunderbar geklappt hat. Außerdem gehen wir davon aus, dass zumindest die Tastatur im BIOS noch Ihren Dienst tut. Also hat entweder das Betriebssystem die Treiber beim Hochfahren nicht korrekt initialisiert oder die Treiber sind nach einem Windows-Update veraltet. Auch ein Update der USB-Schnittstellen ruft diesen Fehler hervor. Im schlimmsten Fall ist die Peripherie defekt.

Lösungsweg: Die ersten Versuche sind ziemlich simpel. Stecken Sie Ihre Eingabegeräte an andere USB-Ports. Häufig kommt es auch zu Fehlern und Verbindungsabbrüchen, wenn Sie einen USB-Adapter für veraltete PS/2-Geräte nutzen, weshalb wir von dieser Lösung abraten. Oft vertragen sich auch USB-3.0-Anschlüsse nicht mit USB-2.0-Peripherie: Das liegt aber wiederum an der Tastatur oder Maus selbst, denn per se ist USB 3.0 abwärtskompatibel. Außerdem können Sie noch probieren, die Peripherie ab- und wieder anstecken, wenn sich das System im Windows-Login respektive auf dem Desktop befindet.

Ist keine Besserung in Sicht, dann starten Sie den PC im abgesicherten Modus (wie das funktioniert steht, steht weiter unten), denn hierfür lädt das Betriebssystem die systemeigenen Standardtreiber anstelle die des Herstellers. Navigieren Sie zum Geräte-Manager, indem Sie zum Beispiel das Tastenkürzel Windows + R nutzen und „devmgmt.msc“ eingeben und bestätigen. Klappen Sie dort „Eingabegeräte (Human Interface Devices)“ und „Mäuse und andere Zeigegeräte“ auf und deinstallieren Sie die Treiber des Drittanbieters. Wenn Sie den PC nun neustarten, installiert Windows automatisch die Basistreiber für Ihre Eingabegeräte, die grundsätzlich funktionieren sollten.

So starten Sie in den abgesicherten Modus

Ein weiterer wichtiger Weg für verschiedene Lösungsversuche führt Sie auch oft über den „abgesicherten Modus“. In diesem Fall startet Windows nur mit den Basistreibern die für den Betrieb des OS notwendig sind und verzichtet zum Beispiel auch auf Programme die im Autostart liegen. Auf diese Weise lässt sich leicht herausfinden, ob eine neue Treiber-Software oder Dienste von Drittanbietern den Systemstart beeinflussen oder gar verhindern. In den Modus gelangen Sie, indem Sie die F8-Taste direkt nach der BIOS-Anzeige und noch vor dem Windows-Logos drücken. Als Windows-8-Nutzer müssen Sie Shift + F8 betätigen. Angekommen in den „Erweiterten Startoptionen“ wählen Sie „Abgesicherter Modus“. Beachten Sie, dass Sie in diesem Modus über keine aktive Internetverbindung verfügen. Müssen Sie allerdings auf das Netz zugreifen, um beispielsweise korrekte Treiber herunterzuladen oder Antivirensoftware, dann nehmen Sie die Auswahlmöglichkeit „Abgesicherter Modus mit Netzwerktreibern“. Sie beenden den Modus, indem Sie den PC ganz normal neustarten lassen.

2. Fehler: Plötzlich keinen Ton mehr

Der Ton macht die Musik – blöd nur, wenn die an den Rechner angeschlossenen Boxen oder das Headset auf einmal keine Töne mehr von sich geben. So kann es durchaus passieren, dass Windows den nötigen Audiodienst beim Systemstart nicht geladen hat. Wie Sie den Dienst wieder aktivieren, erklären wir im Artikel " Kein Sound mehr vom Onboard-Soundchip ".

3. USB-Laufwerk wird nicht erkannt

USB-Sticks und -Festplatten sind ein komfortables Medium, um mitunter auch große Dateien schnell von Rechner A auf Rechner B zu kopieren. Wenn beim Anschließen an den PC allerdings nichts passiert und der Stick nur fröhlich blinkt oder die Platte hörbar arbeitet ohne als Laufwerk oder Wechselmedium sichtbar zu sein, dann ist erst einmal Schluss mit dem Datenaustausch. Das kann zum Beispiel daran liegen, dass Windows dem Laufwerk einen bereits belegten Laufwerksbuchstaben zugewiesen hat. Übrigens gilt dieses Problem auch für Smartphones oder Tablets, die einfach nicht im Windows-Explorer auftauchen.

Lösungsweg: Um sicherzustellen, dass das Betriebssystem das Speichermedium überhaupt erkennt, müssen Sie in die „Datenträgerverwaltung“. Der einfachste Weg führt über die Tastenkombination Windows + R und den Befehl „diskmgmt.msc“, den Sie in das aufgerufene Feld der „Ausführen“-Eingabe eintippen. Ist dort der Datenträger aufgeführt, dann haben Sie zumindest schon einmal die Hälfte geschafft. Wenn nicht, dann gehen Sie auf die offizielle Internetseite des Herstellers und ziehen sich dort den aktuellsten Treiber. Für USB-Sticks oder –Festplatten ist das in der Regel nicht nötig, da Windows die nötigen Dateien bereits mitbringt. Für mobile Geräte wie Smartphones könnte das aber zutreffen.

Klicken Sie nun auf den entsprechenden Datenträger mit der rechten Maustaste und wählen „Laufwerkbuchstaben und –pfade ändern“. Darauf klicken Sie unten auf „Hinzufügen“ und suchen sich einen freien Laufwerksbuchstaben über das Dropdown-Menü von „Folgende Laufwerkbuchstaben zuweisen“. Nachdem Sie die Auswahl mit „OK“ bestätigt haben, sollte das USB-Medium als greifbares Laufwerk auftauchen. 

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