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Die fünf großen Smartphone-Trends der IFA 2014

05.09.2014 | 08:09 Uhr |

Die neuen Smartphones und Tablets sind nicht nur intelligenter und schneller, sondern gefallen durch Design und Bedienung.

Biegsam, gebogen, flexibel – schon seit einigen Jahren wird über diese Displaytechniken bei Smartphones diskutiert. Auf der IFA 2014 werden gebogene Bildschirme bei Handys der neuesten Generation real und vor allem marktreif. Bei Samsung sowie LG kann man sich anhand der Modelle Galaxy Round sowie G Flex von den Vorzügen der neuen Displaytechnik überzeugen. Durch die Biegung soll auf dem Bildschirm eine Art 3D-Effekt entstehen. Zudem lassen sich gebogene Geräte perfekt in der Hosentasche tragen, da sich das Gerät an den Körper anschmiegt. Das G Flex passt auch zur Gesichtsform, weshalb das Mikrofon näher am Mund liegt und Nebengeräusche besser gefiltert werden können. Weiterer Pluspunkt der geschwungenen Displays: Spiegelungen werden reduziert und die Ablesbarkeit bei Sonnenlicht verbessert.

1. Mehr Displayfläche

Bei den Bildschirmen von Smartphones und Tablets setzen die Hersteller den Trend der Vorsaison zu noch größeren und schärferen Bildschirmen fort. Viele Smartphones bieten ein über fünf Zoll großes Display, auf dem mehr Infos zu sehen sind. Erst knapp unter sieben Zoll ist Schluss, denn da fangen die Tablet-PCs an – der Übergang vom Smartphone zum Tablet-Modell ist dadurch fließend. Weil die Displays noch größer werden, reicht eine Full-HD-Auflösung mit 1080 x 1920 Pixel für die TopModelle nicht mehr aus. Neu sind deshalb Smartphones mit QHD-Auflösung (Quad HD) von 1440 x 2560 Pixel. Die Pixeldichte ist damit viermal so hoch wie bei HD (720p) und liegt weit über der Wahrnehmbarkeit des menschlichen Auges. Die Pixeldichte wird in ppi (Pixel per Inch) angegeben – je höher der Wert, desto mehr Bildpunkte quetschen sich auf der Display-Fläche. Mehr Schärfe bei Smartphones gibt’s auch beim Filmen hochauflösender Videos. Die Ultra-HD-Technik kommt bei Fernsehern immer mehr voran und Videoportale wie Youtube gestatten das Hochladen ultrahochauflösender Videos. Auch mit einigen Smartphones kann man Videos mit der hohen 4K-Auflösung in Top-Schärfe aufnehmen.

2. Minis boomen

Smartphone-Riesen wie die Galaxy-Note-Reihe von Samsung oder das Sony Xperia Z Ultra passen nicht in jede Hosentasche und bringen einiges an Gewicht mit. Viele Nutzer wünschen sich daher ein Mobiltelefon mit technischer Top-Ausstattung, aber hosentaschenkompatiblen Maßen. Für diese Zielgruppe zeigen viele Hersteller kompakte Smartphones. Trotz handlicher Abmessungen braucht man bei der neuen Kompaktklasse nicht auf Ausstattung und Bedienkomfort zu verzichten.

3. Dickes Leistungsplus

Weil Grafikeffekte bei Spielekonsolen und PC-Spielen immer mehr gefragt sind, haben Nutzer inzwischen auch höhere Ansprüche an Smartphone-Spiele – und damit an die Rechenleistung dieser Geräte. So sind Prozessoren mit acht Kernen in den Top-Smartphones Standard. Sogar 16 Kerne mit hoher Taktrate finden Einzug in High-End-Smartphones. Die Grafikeinheit wurde bei den Top-Modellen zudem deutlich verbessert, so dass das Smartphone selbst aufwendige 3D-Spiele ruckelfrei anzeigen kann. Vor allem Samsung ist mit der Entwicklung von Mehrkernprozessoren recht weit. Aber auch Chip-Hersteller Qualcomm baut enorm leistungsstarke CPUs, die in vielen aktuellen Geräten zum Einsatz kommen. Das Tempo-Plus verbessert den Bedienkomfort insgesamt, weil Wischen, Blättern und Scrollen geschmeidig funktioniert. Windows Phone entwickelt sich zu einer erfolgreichen Alternative zu Android und Apple iOS. Auch Eigenentwicklungen wie Tizen vom Samsung oder freie Systeme wie Firefox OS und Canonical Ubuntu bereichern die Auswahl unter den mobilen Betriebssystemen. Durch diese Alternativen vermeiden Hersteller wie Samsung ungewollte Abhängigkeiten.

4. Neuer Bedienkomfort

Apple, Samsung und HTC haben Smartphones mit integriertem Fingerabdrucksensor im Angebot. Er sichert nicht nur den Zugriff auf das Gerät ab, sondern erlaubt eine Reihe praktischer Funktionen. So erspart man sich beim Surfen etwa das Eintippen von Passwörtern, stattdessen genügt Fingerauflegen für’s Freischalten. Ferner kann man durch das Hinterlegen unterschiedliche Fingerscans bestimmte Apps starten, etwa durch den Zeigefinger die Kontakte oder über den Mittelfinger die Kamera. Gut: Fast alle Smartphones lassen sich auch mittels natürlicher Sprachsteuerung bedienen.

5. Integration im Auto

Die Integration von Smartphones im Auto ist ein wichtiges Thema auf der IFA. Wer die Anschaffung eines Neuwagens plant, kann je nach Modell per Sprache mit seinem Fahrzeug kommunizieren, Statusabfragen durchführen und etwa das Musikprogramm wechseln. Die bessere Einbindung des Smartphones ins PKW-Entertainment-Programm ist ein dicker Pluspunkt: Ob Songauswahl, Wiedergabelisten, Zufallstitel – fast alles lässt sich auch direkt am Touch-Bildschirm im Fahrzeug auswählen. Dank Bluetooth-Anbindung kann das Smartphone dabei meistens in der Tasche bleiben. Alle großen Automobilhersteller entwickeln neue Systeme, um die Einbindung von Smartphones ins Auto entscheidend zu verbessern.

Außerdem: Technik bei Notebooks

Der Trend zur höheren Auflösung setzt sich übrigens auch bei Notebooks fort: Immer mehr Mobilrechner verfügen über Displays mit Ultra-HD-Auflösung – zum Beispiel für die Bearbeitung von Videos, die mit dem neuen, superfeinen Raster gedreht wurden. Neu auf der IFA sind auch Notebook-Modelle und andere tragbare Computer mit menschenähnlichen Sinnen, die den Umgang mit den Geräten weiter erleichtern und immer mehr an die natürliche Kommunikation anpassen sollen. So gibt es erste Notebook-Modellreihen, die mit eingebauten 3D-Kameras den Raum in seiner Tiefe erfassen. Damit können sie freie Gesten erkennen und interpretieren.

 

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