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Die besten iOS-8-Funktionen für Business-Nutzer

03.09.2014 | 10:12 Uhr |

iOS 8 bringt zahlreiche neue Funktionen für Profi-Anwender. Wir stellen die neuen Business-Features vor.

Wenn es in den nächsten Wochen erscheint, wird Apples iOS 8 einige spannende neue Features mitbringen , darunter die HealthKit- und HomeKit -Plattformen für iPhone und iPad. Viele der Neuerungen und Verbesserungen sind eher für Privatanwender gedacht. Doch auch für Business-Nutzer bietet iOS 8 einiges. Wir stellen Ihnen die für professionelle Anwender wichtigen Neuerungen von iOS 8 vor.

Bessere Tastaturen

Als Steve Jobs 2007 das iPhone ankündigte, war der über das ganze Gerät reichende Touchscreen eines der herausragenden Feature, das es von den meisten Konkurrenzprodukten abhob. Danach gab es Verbesserungen für die virtuelle Tastatur wie Auto-Vervollständigung und Auto-Korrektur. Mittlerweile bietet jede virtuelle Tastatur auf nahezu allen mobilen Plattformen den Nutzern eine Auswahl an Auto-Vervollständigungs-Vorschlägen während des Tippens an, was die Produktivität erheblich steigert. Hier setzt Apple bei iOS 8 an und bringt eine verbesserte Korrekturfunktion für iOS 8.

Die Bildschirmtastatur in iOS 8 soll ein schnelleres Tippen von Texten erlauben, in dem sie nach dem Tippen einzelner Buchstaben das Wort vorausahnt, das der Nutzer wohl eingeben will. Sie berücksichtigt alle Eingaben über alle Apps hinweg, in denen man sie einsetzt. Außerdem „merkt“ die Bildschirmtastatur. mit welchen Nutzern aus den Kontakten der Anwender aktuell kommuniziert und schlägt dementsprechend eine förmlichere oder lockere Ansprache aus. Per Wischgeste dürfen Mails als „ungelesen“ markiert werden. Während dem Schreiben einer Mail darf diese kurz aus dem Weg gewischt werden.

"Unsere Tastatur war nie intelligenter."
Vergrößern "Unsere Tastatur war nie intelligenter."
© Apple Inc.

Ein weiteres Feature, welches schon lange von Android-Nutzern angepriesen wird, sind hochwertige Drittanbieter-Tastaturen. Diese wird es nun auch für iOS-Nutzer, dank des neuen Erweiterungssystems, welches Apple sowohl für iOS und OS X entwickelt hat, geben. Das System erlaubt Apps ihre Funktionalität auf andere Apps und Systemvorgänge auszuweiten. Einige bekannte Hersteller von virtuellen Tastaturen haben bereits Angebote für iOS angekündigt.

Erweiterungen für Speicherplatz und Zusammenarbeit

Die Erweiterungen sind nicht nur auf Tastaturen beschränkt. Sie erlauben es Apps auch sich in den Share-Bereich von anderen Apps einzubinden. Apple hat zudem mehr traditionelles Datei-Management in iOS 8 versprochen.

Auch sollen manche Apps die Möglichkeit bekommen Inhalte an andere Apps (für gewöhnlich die Standard-iOS-Apps von Apple) oder an Drittanbieter Cloud-Dienste zu senden. Allerdings sind mit solchen Funktionen, wenn diese verfügbar werden sollten, häufig mit Einschränkungen verbunden.

Die dafür nötigen vielen Arbeitsabläufe geradliniger zu gestalten wird für die Zusammenarbeit und die Produktivität mit und von Mobilgeräten bedeutend sein. Durch beseitigen der Barrieren zwischen den einzelnen Apps und Diensten und dem dadurch verbundenen Zugang zu gleichen Arten von Inhalten wird es viel einfacher werden Aufgaben, welche mehr als eine App benötigen oder die auf mehrere Speicherorte zugreifen, zu erledigen.

Ein weiterer Pluspunkt von geradlinigeren Arbeitsabläufen besteht darin, dass es für mehrere Personen leichter wird am gleichen Inhalt zu arbeiten, seien es nun Berichte, Projekte oder spezifische Informationen für Kunden oder Manager. Einfacherer Zugang zu Drittanbieter- und externen Diensten sollte auch die Synchronisierung von Informationen Geräte- und System-übergreifend vereinfachen.

"iCloud Drive. Jede Art von Datei. Auf all deinen Geräten."
Vergrößern "iCloud Drive. Jede Art von Datei. Auf all deinen Geräten."
© Apple Inc.

Besseres Mail-Management

Obwohl es Drittanbieter Mail-Clients für iOS gibt, benutzen die meisten Anwender doch die bereits integrierte Mail-App von Apple. Die Nutzung dieser Dienste bietet zahlreiche Möglichkeiten für Unternehmen, wie zum Beispiel die Sicherung von Mails über Exchange ActiveSync und/oder die gemanagten Konto-Fähigkeiten, die Apple unter iOS 7 eingeführt hat.

Der Maildienst wurde bei jeder neuen Version von iOS verbessert, iOS 8 macht da keine Ausnahme:

* Neue Markierungsmöglichkeiten für Nachrichten, um sie später leichter zu finden.

* Die Möglichkeit spezifische Mails und Mail-Threads als VIP (zusätzlich zur bereits bestehenden Funktion, die es erlaubt Kontakte oder Mail-Adressen als VIP zu markieren) zu kennzeichnen.

* Exchange-Nutzer werden endlich in der Lage sein automatische Antworten innerhalb des Dienstes zu versenden.

* Nachrichten von externen Quellen können rot markiert werden, was diese leichter erkennbar macht.

* Sichere Mail-Nutzung durch S/MIME wird möglich sein.

Meeting-Verfügbarkeit

Exchange und andere vergleichbare Kalender-Dienste zeigen an, ob Personen an einem Meeting oder Event teilnehmen können, wenn Sie dieses erstellen oder bearbeiten. Diese Möglichkeit ist ein Standard-Feature am Desktop, aber bis zu iOS 8 nicht in der iOS Standard-Kalender-App verfügbar. Das ändert sich nun.

Der Kalender bietet dann auch die automatisierte Funktion Teilnehmer eines Meetings per Mail zu benachrichtigen, wenn Sie sich verspäten sollten, ohne, dass Sie diese Mail selbst abschicken müssen.

Touch ID vereinfacht die Sicherheit

iOS 8 erweitert die Fähigkeiten von Touch ID , das für iOS-Geräte mit Fingerabdruck-Scanner, wie das iPhone 5S, bereits verfügbar ist. Bei iOS 8 können Entwickler Touch ID als Alternative zu Passwörtern und Nutzername/Passwort-Kombinationen nutzen. Das beinhaltet Apps für den Zugang zu Cloud-Diensten und anderen sicheren öffentlichen Ressourcen, Passwort-Managern und Zugang zum sicheren Speicherplatz auf dem Gerät. Dieses Feature ist ebenso für Firmen-App Entwickler verfügbar, was bedeutet, dass Unternehmen Touch ID in firmeneigene Apps als Sicherheitsmaßnahme oder Authentifizierungsmöglichkeit einfügen können. Im Allgemeinen wird es für Nutzer also einfacher sensible Daten, Apps und Dienste wirksam zu schützen.

Aktivierbare Benachrichtigungen

Auch wenn das Notification-Center-Feature eine erhebliche Verbesserung gegenüber früheren Benachrichtigungssystemen ist (bei denen ein Alarm erschien und, sobald Sie diesen einmal entdeckt hatten, gleich wieder verschwand), gibt es bei den Benachrichtigungen noch einiges zu verbessern. Besonders da Benachrichtigungen immer häufiger beim Umgang mit geschäftlichen Aufgaben und der geschäftlichen Kommunikation genutzt werden.

Das iOS-8-Notification-Center wird in zweierlei Hinsicht besser. Es erlaubt dem Nutzer innerhalb des Notification Centers mit der App, welche die Benachrichtigung erstellt hat, zu interagieren – zum Beispiel Mails löschen oder markieren, auf Nachrichten antworten, Meetingeinladungen annehmen – ohne dass Sie die App, mit der Sie gerade arbeiten, verlassen müssen. Das vereinfacht viele Aufgaben und erhöht die Produktivität.

Außerdem können Entwickler mit iOS 8 benutzerdefinierte Widgets erstellen, welche auf der Seite für den aktuellen Tag im Notification Center erscheinen - ähnlich wie zum Beispiel Wetter, Börsenkurse und Kalender-Inhalte bei iOS7 erscheinen. Diese Widgets können sowohl statische als auch interaktive Inhalte beinhalten. Der Vorteil für Business-Nutzer: Wichtige Informationen von Apps werden angezeigt, ohne dass die entsprechende App starten muss und ohne dass man zwischen mehreren Apps hin und her wechseln muss.

Kontinuität

Apples sogenanntes "Kontinuitäts-Feature", das die nahtlose Integration zwischen Macs und iOS-Geräten ermöglicht, dürfte den kombinierten Einsatz von Macs und iOS-Geräte im Unternehmen erleichtern.

"iPhone, iPad und Mac. Verbunden wie nie."
Vergrößern "iPhone, iPad und Mac. Verbunden wie nie."
© Apple Inc.

Zum Beispiel Handoff: Die Möglichkeit eine Aufgabe auf einem iOS-Gerät zu starten und diese dann auf dem Mac zu beenden und natürlich auch umgekehrt. Und die Fähigkeit Textnachrichten und Anrufe von einem mit einem iPhone gekoppelten Mac zu tätigen.

Sehr wichtig ist auch das Hotspot-Feature, welches einem Mac den Zugang zum Internet über die Verbindung eines iPhones oder iPads erlaubt. Der Mac müsste sich dann nicht mehr mit einem vorhandenen öffentlichen WLAN verbinden. Features wie Handoff können auch iPhones zur Sicherheit auch blockiert werden, falls das die Sicherheits-Vorgaben des Unternehmens vorschreiben.

Dieser Artikel stammt von unserer Schwesterpublikation Infoworld.

 

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