Günstig und gut

Die besten Videokonferenz-Tools für Ihr Meeting

Mittwoch den 09.01.2013 um 11:17 Uhr

von Serdar Yegulalp

Die besten Tools für Videokonferenzen
Vergrößern Die besten Tools für Videokonferenzen
© iStockphoto/skynesher
Meetings mit Arbeitskollegen und Kunden via Internet machen teure und zeitraubende Dienstreisen oft überflüssig. Wir zeigen, mit welchen Programmen Sie Videokonferenzen perfekt umsetzen.
Heutzutage ist jeder Computer und nahezu jedes aktuelle Tablet und Smartphone einer Webcam dazu in der Lage, Videokonferenzen zu führen. Dienste wie Skype und Google+ stehen als kostenlose beziehungsweise kostengünstige Alternativen zu etablierten Konferenz-Programmen bereit, für die Firmen oft mehrere tausend Euro ausgeben. Dabei sind die meisten Hersteller von Anwendungen davon abgekommen, installierpflichtige Apps für die einzelnen Betriebssysteme zu erstellen. Stattdessen laufen heute die meisten Anwendungen mit nahezu jedem Betriebssystem einfach im Browser. Einige benutzen dazu Flash, um komplett im Browser ausführbar zu sein; andere greifen auf eine binäre Anwendungsdatei im Browser zurück; wieder andere setzen nach wie vor auf einen lokalen Client.

Viele Konferenz-Programme teilen sich essentielle Funktionen wie Text-Chat (auch Sprach- und Video-Chat) und die Möglichkeit, Dokumente, Anwendungen oder den kompletten Desktop mit Konferenz-Teilnehmern zu teilen. Erweiterte Funktionen umfassen dagegen die Fähigkeit, eine Konferenz aufzuzeichnen, eine Konferenz mit besonders vielen Teilnehmern (mehr als fünf oder zehn) einzuleiten und Video-Konferenzen in HD-Qualität durchzuführen. Alle Programme benötigen dabei einen Moderator, der die Konferenz initiiert und die Kontrolle über eine Zentralsteuerung übernimmt - beispielsweise bestimmt, wer seinen Desktop mit anderen Teilnehmern teilen darf.

Ratgeber: Die besten Videokonferenz-Tools für Unternehmen

Die Preise für professionelle Konferenz-Tools sind in den letzten Jahren drastisch gesunken. Einstiegs-Software bekommt man nunmehr schon zu Preisen zwischen fünf und 30 Euro im Monat. Viele Hersteller bieten zudem kostenlose Probe-Monate an, sodass Sie vorher überprüfen können, ob Ihnen die Konferenz-Software wirklich zusagt.

Wir haben uns sieben Konferenz-Dienste angeschaut. Zum Testen arrangierten wir Videokonferenzen mit insgesamt drei Teilnehmern auf verschiedenen Plattformen - sowohl unter Windows als auch unter OS X, sofern möglich. Dabei haben wir nicht nur überprüft, wie einfach die Handhabung und wie flüssig die Performance der Programme ist, sondern auch, welche Funktionen sie anbieten und welche ihnen vielleicht fehlen.

Wie Sie Ihre Konferenz aufzeichnen

Nicht alle Konferenz-Tools und -Dienste verfügen über die Funktion, Ihre Meetings aufzuzeichnen. Wenn das bei dem Dienst Ihrer Wahl der Fall ist, können Sie aber trotzdem noch auf eine Dritthersteller-Software zurückgreifen, um beispielsweise nur Audio oder Audio und Video vom Desktop aus mitzuschneiden.

Bedenken Sie aber, dass eine Videoaufzeichnung vom Desktop aus extrem große Dateien generiert. Wenn Sie hingegen nur die Tonspur der Konferenz aufnehmen, spart Ihnen das viel Festplattenspeicher. Und es stehen zudem deutlich mehr Programme mit dieser Funktion zur Verfügung - Windows' hauseigener Sound Recorder zum Beispiel, der im Funktionsumfang allerdings recht mager ist. Besser ist da schon die kostenlose Open-Source-Anwendung Audacity , die eine ganze Reihe von Möglichkeiten und Features mitbringt.

Expertentipps: So holen Sie aus Skype alles raus

Andere Programme zeichen nicht nur Bild und Ton, sondern gleich jegliche Aktivität auf dem Desktop auf - ganz egal, welches Programm dort gerade läuft. Camtasia zählt in dieser Hinsicht zu den besten Anwendungen - sein Preis von 282 Euro ist aber heftig. Immerhin gibt es auch kostenlose Alternativen, wie CamStudio , wobei auch diese Software ihre Grenzen hat. So sind generierte Videodateien selbst mit wenigen Aufnahmeminuten oft über 2 Gigabyte groß und mit ein bisschen Pech werden außerdem beschädigte Dateien erstellt.

Manche Freeware arbeitet von vornherein nur mit bestimmten Programmen zusammen. Evaer zum Beispiel ist dazu gemacht, Sprach- und Videochats von Skype aufzuzeichnen. Es läuft zwar als separate Anwendung im Hintergrund, benutzt aber ein Skype-Plugin, um Anrufe automatisch zu erkennen und aufzunehmen.

Mittwoch den 09.01.2013 um 11:17 Uhr

von Serdar Yegulalp

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