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Die besten Drohnen - Marktübersicht

30.09.2016 | 15:29 Uhr |

Drohnen gibt es in verschiedenen Preisklassen, unterschiedlichen Größen sowie mit und ohne Kamera. Wir zeigen Ihnen die aktuellsten Multicopter, was sie können und welche sich für Sie und Ihren EInsatzzweck am besten eignet.

Multicopter sind vielseitig einsetzbar und meistens leicht zu steuern - deswegen sind sie besonders für Hobby-Piloten interessant. Für jeden Geldbeutel gibt es passende Drohnen. Je teurer sie sind, umso höher und besser sind Kameraqualität, Akkuleistung und verbaute Sensoren und Flugmodi.

Wir beschränken uns in diesem Fall auf reine Freizeit-Drohnen für Privatpersonen und lassen bewusst Multicopter für den professionellen Einsatz in Unternehmen und Filmproduktionen außen vor.

Drohnen für Einsteiger

Quadrocopter bestimmen die Welt der Drohnen für den Hobby-Modellflieger. Bei den Flugkörpern sorgen vier Rotoren für den nötigen Schub. Die einfachsten Drohnen kosten zwischen 15 und 100 Euro und stammen von eher unbekannteren Herstellern. Die Größe reicht von einer 2-Euro-Münze wie bei der Revell Control bis etwa 30 Zentimeter im Durchmesser des Top Race TR-Q511 . Das Gewicht liegt bei wenigen Gramm bis etwa 120 Gramm. Hier geht es einfach um den Spaß am Fliegen. Die Geräte bewegen sich nach allen Seiten. Manche Modelle beherrschen auch Loopings. Sie sind sehr wendig und teilweise mit LEDs ausgestattet, damit sie bei schlechten Sichtverhältnissen erkennbar bleiben. Es gibt sogar Multicopter in dieser Preisklasse mit Kameras - sie lässt sich in der Regel aber nicht steuern und die Qualität ist nur für Schnappschüsse geeignet. Die Drohnen-Akkus reichen für etwa sieben bis neun Minuten Flugzeit. Weitere solcher Drohnen sind eta ACME zoopa ZQ0601 , Hubsan X4 Cam Plus und JJRC H30C Mini .

Lesetipp: 50 Tipps, um Drohnen sicher zu fliegen
Lesetipp: Drohnen - was Sie zur Rechtslage wissen müssen

Drohnen der Mittelklasse: Für mehr Spaß und gute Luftaufnahmen

Drohnen mit integrierten Kameras für schöne Luftaufnahmen sind die nächste Stufe des Fluggenusses. Selbst die Einstiegsvarianten im Miniformat nehmen die Gegend aus der Luft auf. Die Bilder lassen sich auf einer Speicherkarte ablegen und entweder direkt auf einem verbundenen Smartphone/Tablet oder später am PC ansehen. Solche Modelle sind ab etwa 100 Euro zu haben und nehmen die Videos bis HD-Qualität (720p bei 30 Bildern pro Sekunde) auf.

Parrot: In diesem Segment ist vor allem Parrot mit einigen Drohnen stark vertreten. Die Mini-Drones wie die Parrot Mambo und Parrot Swing sind für den kurzen Spaß (8-9 Minuten Flugzeit) mit Spezial-Funktionen gedacht.

Die Parrot Swing ist eine Einsteiger-Drohne mit coolem Design.
Vergrößern Die Parrot Swing ist eine Einsteiger-Drohne mit coolem Design.
© Parrot

Wer hochauflösende Videos in Full-HD möchte, muss dementsprechend auch tiefer in die Tasche greifen - so werden schnell mal rund 500 Euro fällig. Die Parrot Bebob 2 beispielsweise kostet in ihrer einfachsten Variante knapp 435 Euro. Die Daten: 14-Megapixel-Kamera mit FHD-Videofunktion, 25-Minuten-Flugzeit und 300-Meter-Signalreichweite. Außerdem lässt sie sich via Smartphone oder Tablet steuern, auf das sie in Echtzeit das aufgenommene Bild überträgt – und natürlich auch aufnimmt und speichert.

Yuneec: Die Yuneec Breeze kostet etwa 500 Euro und nimmt als Mittelklasse-Gerät Videos in 4K bei 30 Bildern pro Sekunde auf. Gesteuert wird die Drohne via Smartphone oder Tablet mit der passenden App. Die maximale Flughöhe liegt bei 80 Metern und die Flugzeit ist mit maximal 12 Minuten angegeben.

Der DJI Phantom 3 Standard ist mittlerweile bei rund 490 Euro angelangt. Die Kamera hängt an einem Gimbal und lässt sich steuern. Sie nimmt 2,7k-Videos auf und knipst Fotos mit 12 Megapixeln. Die Flugzeit beträgt maximal 25 Minuten. Der Copter kommt mit jeder Menge Sensoren und gehört zu den Topmodellen der Mittelklasse.

Drohnen der Oberklasse: Hohe Kameraqualität, smarte Sensoren

In der Oberliga zwischen 800 und 2000 Euro finden Sie Drohnen für professionelle Luftaufnahmen, weite Reichweiten, stabile Flugeigenschaften und verschiedene Flugmodi wie autonomes Fliegen und Objektverfolgung.

DJI Phantom 4 - Profi-Drohne im Test

DJI Phantom 4: Der DJI Phantom 4 kommt mit einem Anti-Kollisionsschutz, guter 4K-Kamera und einfacher Bedienung über den mitgelieferten Controller. Für eine Live-Ansicht der Kamera müssen Sie ein Smartphone oder Tablet in die Controller-Halterung stecken. In der App DJI Go können Sie neben dem Live-View noch erweiterte Einstellungen vornehmen und Sie sehen aktuelle Flugdaten wie Höhe, Entfernung und Satelliten. Der Copter ist leicht zu steuern und auch für Anfänger geeignet (Anfänger-Modus). Die Drohne fliegt maximal fünf Kilometer weit und 500 Meter hoch. Die Flugzeit gibt DJI mit 28 Minuten an. Der Phantom 4 beherrscht zudem verschiedene Flugmodi wie die autonome Objektverfolgung ActiveTrack und den Sportmodus, in dem die Drohne bis zu 72 km/h schnell wird. Wir haben den Phantom 4 bereits ausgiebig testen können.

Lesetipp: DJI Phantom 4 im Praxis-Test

Video: DJI Mavic Pro - kompakte Drohne mit 4K-Aufnahme

DJI Mavic Pro: DJIs neueste Drohne ist der Mavic Pro. Der Copter ist mit den meisten Features des Phantom 4 ausgestattet - dazu gehören die smarten Sensoren und die 4K-Kamera. Der Mavic Pro verfolgt allerdings ein anderes Konzept und ist eher für "leichtes Reisen" gedacht. Er ist besonders kompakt gebaut und einklappbar - genau wie der Controller. Die Drohne ist im DJI-Online-Shop für 1200 Euro UVP verfügbar. Die Auslieferung beginnt ab Mitte Oktover.

Lesetipp: Alle Infos zur einklappbaren DJI Mavic Pro

Karma besitzt ein kompaktes Design und ist faltbar und soll so auch in jeden kleinen Rucksack passen, wobei ein Rucksack mitgelieferrt wird.
Vergrößern Karma besitzt ein kompaktes Design und ist faltbar und soll so auch in jeden kleinen Rucksack passen, wobei ein Rucksack mitgelieferrt wird.
© GoPro

GoPro Karma: Mit der Karma bringt GoPro seine erste Drohne auf den Markt . Wie der Mavic Pro verfolgt sie eine kompakte und einklappbare Bauweise und ist damit ideal für den Transport geeignet - ein Rucksack wird mitgeliefert. Der 3-Achsen-Bildstabilsator kann auch von der Drohne abmontiert und "ultra-geschmeidige Aufnahmen aus der Hand oder von unterschiedlichen Befestigungen" ermöglichen, wie GoPro es verspricht. Die Karma wird über einen Controller im Gaming-Stil mit integriertem Touch-Display gesteuert. Eine Kamera besitzt sie ab Werk nicht. Denn sie ist mit den eigenen Actioncams Hero5 Black, Hero5 Session sowie der Hero4 Black und Silver kompatibel. Ohne Cam kostet die Drohne 870 Euro UVP. Eine Kamera inkl. Hero5 Black gibt es für 1200 Euro - bei diesem Angebot sparen Sie 100 Euro gegenüber den Einzelkäufen. Ab dem 23. Oktober wird die Drohne erhältlich sein.

Lesetipp: Alle Infos zur ersten GoPro-Drohne Karma

Die Yuneec Typhoon H Pro Real Sense ist sehr gut ausgestattet und kommt mit Real-Sense-Technik.
Vergrößern Die Yuneec Typhoon H Pro Real Sense ist sehr gut ausgestattet und kommt mit Real-Sense-Technik.
© Yuneec

Yuneec Typhoon H Pro Intel Real Sense: Den Typhoon H gibt es in 3 verschiedenen Ausstattungsvarianten. Die Grundversion Yuneec Typhoon H kommt mit 6 Propellern, einer 4K-Kamera mit 30 Bildern pro Sekunde und einem Controller, der über ein eingebautes 7-Zoll-Tablet mit Android als Display verfügt. Sie müssen kein zusätzliches Device wie bei DJI anschließen. Die Reichweite liegt bei 1,6km, in der Videos noch in HD auf dem Bildschirm angezeigt werden. Der Typhoon H beherrscht wie der Phantom 4 verschiedene Flugmodi. Dazu gehören "Orbit Me", "Follow Me" und "Curve Cable Cam". Dabei fliegt die Drohne komplett autonom, und umkreist Sie, folgt Ihnen oder fliegt eine vorgegebene Strecke ab.

Das Landegestell der Drohne können Sie hochklappen, so filmt die Kamera 360 Grad. Die Besonderheit: Die Kamera kann vom Piloten selbst gesteuert werden. Oder eine zweite Person übernimmt die Kamera, während Sie die Drohne fliegen. Ein solches Feature bietet auch DJI bei der Inspire 1 Pro . Die kostet über 4000 Euro und bewegt sich schon mehr im Profi-Bereich.

Die Yuneec Typhoon H Pro kommt gegenüber der Grundversion mit dem zweiten, kompakten Controller Typhoon Wizard , einem Rucksack sowie einem zweiten Akku. Der Preis liegt auf Amazon bei 1560 Euro - etwas mehr als die 1250 Euro der Grundversion.

Knapp über 1900 Euro müssen Sie für die Yuneec Typhoon H Pro Intel Real Sense hinlegen. Diese arbeitet, wie der Name verrät, mit Real Sense, um deutlich besser Hindernissen beim autonomen Flug auszuweichen. Sie erstellt ein 3D-Modell der Umgebung, um präzise selbstständig zu fliegen. Außerdem merkt sie sich über GPS den Standort von Hindernissen und lernt dadurch sogar noch. Der Lieferumfang beinhaltet das gleiche Zubehör wie die Pro-Version.

Lesetipp: Multicopter selber bauen

Zubehör für Hobbydrohnen

Ein Hauptproblem ist immer die begrenzte Laufleistung der Akkus. Daher empfiehlt es sich bei praktisch jedem Fabrikat, Ersatzakkus zu kaufen und diese bei jedem Ausflug mitzunehmen. Rechnen Sie mit bis zu 170 Euro pro Akku.

Ein weiterer Schwachpunkt sind die Propeller: Einige Austauschpropeller liegen in der Regel schon bei, aber die werden Sie vermutlich bereits in der Einübungsphase verbrauchen. Zusätzliche Exemplare können nicht schaden, zumal sich der Preis für einen Viererpack mit unter zehn Euro in Grenzen hält.

First Person View: Stark im Kommen und eher für Profis interessant, ist der First Person View (FPV). Dabei überträgt die Kamera, die an der Drohne hängt, das Bild in Echtzeit auf ein passendes Endgerät wie ein Smartphone oder Tablet – so machen es beispielsweise aktuelle Modelle von Parrot und DJI. Noch interessanter ist allerdings der Einsatz einer VR-Brille, die Sie als Pilot tragen.

Yuneec bietet dazu das eigene FPV-Headset SkyView an. Der Pilot sieht genau das, was die Kamera filmt. Parrot hat ebenfalls ein FPV-Set im Angebot bestehend aus einem Controller sowie einem FPV-Headset . Das Set ist mit der aktuellen Bebob 2 sowie der kürzlich vorgestellten Parrot Disco kompatibel. Beide Drohnen gibt es auch direkt im FPV-Bundle.

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