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Zukunft von Ethernet: 4 neue Geschwindigkeiten

05.11.2014 | 10:38 Uhr |

Das Ethernet wird immer schneller. Experten arbeiten bereits an den nächsten vier neuen Ethernet-Standards. Mit bis zu 400 Gigabit.

Um die Anforderungen von Cloud-Daten-Centern zu erfüllen, wird an einem IEEE-Ethernet-Standard für 25 Gbps (Bits pro Sekunde) gearbeitet. Doch das ist keineswegs das Ende der Fahnenstange: Auf Grund des erwarteten Datenvolumens in wenigen Jahren diskutieren Experten bereits über eine 50-Gbps-Spezifikation. Für Unternehmen mit neuen, schnellen WLAN-Access-Points könnte es bald 2,5 Gbps-Ethernet geben. Diese Technologie wird für die Nutzung in Fahrzeugen angepasst.#

Das jährliche Technologie-Forschungsforum der Ethernet Alliance ist ein Tagungsort für Diskussionen über jegliche technische Details bei der Datenübertragung: Optische und elektronische Signalgebung, Fiberglasstränge und Kupferdrähte, Prozessorleistung, Energieverbrauch, Heizkosten und andere Themen kommen alle ins Spiel und es wird untersucht was wie realisierbar ist.

Was erwartet uns beim Ethernet?

1. 25-Gigabit

Der 25-Gbps-Standard soll den wachsenden den Bedarf nach mehr Geschwindigkeit, besonders von Servern in Cloud-Daten-Centern, stillen. Google und Microsoft haben derzeit die größte Nachfrage.

Der Schlüssel für das 25-Gigabit Ethernet ist, dass viele der notwendigen Komponenten bereits entwickelt wurden: Der 100-Gigabit-Standard ist aus vier „Bahnen“ mit 25 Gbps zusammengefügt. Das bedeutet höhere Produktionskapazitäten für Einzelteile, die beiden Technologien zu Gute kommen und somit den Preis drücken.

25 Gbps zusammenzufügen bietet Netzwerk-Architekten einen logischen Weg ihre Datenzentren zu bauen, indem sie Server mit 25 Gbps an Switches anschließen und die Switches diese Verbindungen zu einem 100-Gigabit-Uplink ansammeln.

Im Gegensatz dazu ist 40-Gigabit Ethernet aus vier Bahnen mit 10-Gigabit Ethernet gemacht.

2. 50-Gigabit

Es wird auch an einer 50-Gbps-Spezifikation gearbeitet, welche die nächste Geschwindigkeit sein könnte, die Verbindungsservern in Daten-Centern angeboten wird. Sowohl Server als auch hochleistungsfähige Flash-Speicher-Systeme werden in wenigen Jahren mehr als 25 Gbps in den größten Daten-Centern benötigen, vermuten Experten. Allerdings diskutieren die Fachleute noch darüber, ob wirklich ein 50-Gbps-Standard gesucht werden sollte oder besser nicht doch alles gleich über ein einbahniges 100-Gbps-System laufen sollte. Die 50-Gbps-Spezifikation hat aber den Vorteil, dass sie eher erreichbar sei. Geräte nach dem Standard-50-Gbps erwarten Fachleute für Anfang 2016.

3. 2,5-Gigabit

Es klingt zwar nicht sehr schnell, aber 2,5-Gigabit Ethernet könnte Unternehmen tatsächlich dabei helfen ihre Gebäude mit sehr schnellem WLAN zu bestücken. Denn 2,5-Gigabit wird als Werkzeug gesehen, welches der verkabelten Infrastruktur von Unternehmen dabei hilft mit kabellosen Access-Points, die vermehrt die Rahmen dieser Netzwerke bilden, Schritt zu halten.

Die neueste Wi-Fi Technologie, IEEE 802.11ac, kann mit mehr als 1 Gbps arbeiten – mit bestimmten Einstellungen ist es sogar noch viel schneller. Mit so viel mobilen Datenverkehr könnten die Gigabit-Ethernet-Verbindungen, welche die meisten Unternehmen für die Verbindung ihrer Access-Points mit dem verkabelten Netzwerk nutzen, zu einem Flaschenhals werden.

Die Aufstockung auf 10-Gigabit-Ethernet würde Netzwerken zwar eine enorme Bandbreite verschaffen, aber die meisten Firmen haben dafür nicht die richtige Art von Kabel. Eine 2,5-Gbps-Version des Ethernet würde auf den häufig verwendeten Kategorie-5e-und Kategorie-6-Kabeln über die Standard-Distanz von 100 Metern arbeiten, wodurch die Nutzer die Gigabit-Ethernet Geschwindigkeit überschreiten könnten, ohne neue Kabel verlegen zu müssen.

4. 400-Gigabit

Doch der Tempo-Rausch kennt fast keine Grenzen: Eine IEEE-Arbeitsgruppe arbeitet bereits an einem 400-Gigabit Ethernet-Standard, dessen Fertigstellung für März 2017 geplant ist. Die schnellen Verbindungen könnten entweder mehrere Bahnen aus 50 Gbps oder 100 Gbps nutzen. Sobald sie abgeschlossen ist, wäre diese superschnelle Technologie für die Kernstücke der Service-Anbieter-Netzwerke bestimmt.

Dieser Artikel stammt von unserer Schwesterpublikation PC-World.

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