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Die Tipps des Monats zu aktueller Linux-Software

13.11.2014 | 13:09 Uhr |

Neue Versionen von Libre Office und Firefox schaffen auch neue Gelegenheiten zur Optimierung. Wir verraten nützliche Tricks.

Libre Office Impress: Präsentation per iPhone/iPad steuern

Zwischen Linux und Produkten von Apple gibt es wenig Berührungspunkte. Apple kontrolliert strikt, wozu die Geräte verwendet werden dürfen, mit welchen Betriebssystemen sie sich verbinden und welche Apps zur Verfügung stehen. Eine erfreuliche Ausnahme ist eine neue App zur Fernsteuerung von Präsentationen von Libre Office Impress für Apple iPhone iPad und iPod.

Neu ist die Idee einer Fernsteuerungsapp für Impress nicht: Für Android gibt es ein Pendant schon seit Version 4.1 von Libre Office. Mit einiger Verspätung kam zeitgleich mit der Fertigstellung von Libre Office 4.2 auch eine App für iPhone und iPad und iPod (Touch) in den Apple App Store. Entwickelt wurde die App „Libre Office Remote for Impress“ von einem freien Entwickler im Rahmen des Google Summer of Code. Auf dem Apple-Gerät zeigt die App die Folien der Präsentation zur Steuerung des Ablaufs an sowie eigene Notizen. Eine Stoppuhr hilft, die verstrichene Zeit im Blick zu behalten, und ein nachgestellter Laserpointer blendet einen frei positionierbaren Markierungspunkt auf der Folie ein. Die App steht kostenlos im App Store bereit. Damit die App funktioniert, müssen einige Voraussetzungen erfüllt sein: Die Steuerung erfolgt nur über WLAN, eine Option für Bluetooth wie die Android-Variante kennt die App für Apple nicht. Sowohl der PC, welcher zur Präsentation dient, als auch das Apple-Gerät müssen im gleichen WLAN sein. Notfalls kann man aber auch einfach das iPhone/iPad zum Hotspot machen und den PC als Client anbinden. Als Präsentations-Software wird Libre Office Impress ab Version 4.1 verlangt, und dort muss unter „Extras -> Optionen -> LibreOffice Impress -> Allgemein“ der Punkt „Fernsteuerung aktivieren“ eingeschaltet sein. Während eine Verbindung über WLAN zu Fernsteuerungs-Apps in Version 4.2 schon zum Standard-Repertoire gehört, ist dies in Libre Office 4.1 noch eine der experimentellen Funktionen. Diese müssen in der älteren Version unter „Extras > Optionen > LibreOffice > Erweitert > Experimentelle Funktionen aktivieren“ eingeschaltet sein. Nach der Installation auf dem Apple-Gerät ist es zuerst nötig, die App mit dem Computer bekannt zu machen, auf dem Impress läuft. Starten Sie die Präsentation in Libre Office und auf dem Apple-Gerät die Impress-App. Die App kann nach dem PC automatisch suchen, was aber nicht immer funktioniert. Alternativ dazu kann man die IP-Adresse des PCs auch manuell eingeben und sich dann verbinden. Als nächstes zeigt die App eine PIN zur Anmeldung an Impress an. Diese PIN geben Sie dort unter „Bildschirmpräsentation -> Impress fernsteuern“ ein. Auf dem Bildschirm des Apple-Gerätes steht jetzt eine Schaltfläche zum Start der Präsentation bereit.

Libre Office Remote for Impress 1.0.1: App für Apple iPhone/iPad/iPod Touch, kostenlos, teils englischsprachig, Installation über https://itunes.apple.com/de/app/libreoffice-remote-forimpress/id806879890 .

Symbolleisten in Libre Office: Stil und Größe von Symbolen in Libre Office

Die Symbolleisten von Libre Office sind sehr anpassungsfähig. Der Punkt „Symbolleiste anpassen“ im Kontextmenü erlaubt, die angezeigten Funktionen in einer Leiste selbst zusammenzustellen. Dort ist es auch möglich, das angezeigte Symbol einer Menüfunktion auszutauschen und über „Ändern -> Symbol austauschen -> Importieren“ andere Grafiken zu verwenden.

Mondänes Monochrom: Das Symbol-Set „Sifr“ ist ein Neuzugang in Libre Office 4.2 und tauscht die Icons der Symbolleisten von Libre Office gegen eine einheitliche einfarbige Icon-Sammlung aus.
Vergrößern Mondänes Monochrom: Das Symbol-Set „Sifr“ ist ein Neuzugang in Libre Office 4.2 und tauscht die Icons der Symbolleisten von Libre Office gegen eine einheitliche einfarbige Icon-Sammlung aus.

Um das Erscheinungsbild umfassend zu ändern, wäre der Austausch aller einzelnen Symbole aber zu aufwendig. Dazu gibt es fertige Symbolsammlungen, wie „Tango“ („Human“ In Ubuntu) und „Oxygen“ in Linux-Distributionen mit KDE. Diese ersetzen die alten, wenig einheitlichen Symbole von Libre Office 3.X. Zur Auswahl stehen die verschiedenen Symbolsammlungen unter „Extras -> Optionen -> LibreOffice -> Ansicht ->Symbolgröße und Symbolstil“ über das dort angezeigte Aufklappmenü. Wer mit den gebotenen Stilen nicht zufrieden ist, bekommt seit Libre Office 4.2 auch den brandneue Symbolstil „Sifr“, der die bunten Symbole von Libre Office gegen ein elegantes, monochromes Set austauscht. In Ubuntu 14.04 LTS und Mint 17 ist Libre Office 4.2 zwar enthalten, allerdings muss der neue Symbolstil erst noch separat über den Paketmanager nachinstalliert werden, was am einfachsten in einem Terminal- Fenster mit

sudo apt-get install libreofficestyle-sifr

gelingt. Auch das beliebte PPA , das Libre Office 4.2 für Ubuntu 12.04 LTS versorgt, kennt das Paket. Nach der Installation steht der Symbolstil „Sifr“ bereit. Bei Fedora 20 ist dieser Stil bereits vorinstalliert.

Oberflächenstil in Libre Office - Farbschema von Firefox in Libre Office verwenden

An Übersicht und Funktionalität gibt es wenig auszusetzen, doch einen Schönheitswettbewerb wird die Oberfläche von Libre Office wohl nicht gewinnen. Zumindest nicht mit den Standardeinstellungen. Schon seit Version 4.0 gibt aber die Möglichkeit, Farbschemata von Firefox als Hintergrund für die Menü- und Symbolleisten zu importieren.

Freundliche Firefox-Farben: Libre Office kann seit Version 4.0 „Personas“ von Firefox importieren. Inzwischen gibt es auch spezielle Farbschemata für Libre Office.
Vergrößern Freundliche Firefox-Farben: Libre Office kann seit Version 4.0 „Personas“ von Firefox importieren. Inzwischen gibt es auch spezielle Farbschemata für Libre Office.

In Firefox nennen sich die Farbschemata „Personas“, und genauso wie Add-ons sind sie die Schöpfung anderer Firefox-Anwender. Die Motive reichen von unauffällig bis schrill, und in Firefox ist auf der Übersicht der Themen nur ein Klick auf „Hinzufügen“ nötig, um ein Motiv anzuwenden. In Libre Office geht es nicht ganz so einfach, und die Suche eines Themas erfolgt zunächst im Browser. Nicht alle Motive für Firefox eignen sich auch für Libre Office, schließlich unterscheiden sich die Programmoberflächen. Allerdings gibt es inzwischen auch Themen, die speziell für das Office erstellt wurden: Die Eingabe von „Libreoffice“ im Suchfeld auf https://addons.mozilla.org/de/firefox/themes bringt fast hundert Motive für das Office-Paket zum Vorschein. Der Import eines Themas in Libre Office erfolgt über die URL eines Themas: Gehen Sie in der Detailansicht des Themas in die Adressleiste des Browsers, und kopieren Sie die URL in die Zwischenablage. In Libre Office öffnen Sie dann „Extras -> Optionen -> LibreOffice -> Personalisierung“, klicken auf „Eigenes Thema“ und dann auf „Thema auswählen“. In das Feld „Adresse des Themas“ kopieren Sie die zuvor in Firefox ermittelte URL aus der Zwischenablage. Der Download dauert ein paar Sekunden, und der neue Stil ist dann nach einem Klick auf „OK“ zu sehen.

Libre Office Writer/Calc - Navigator: Dokumente mit Überschriften strukturieren

Bei umfangreichen Texten über mehrere Seiten oder ganzen Büchern ist es eine Herausforderung, das Dokument in der Textverarbeitung im Griff zu behalten. Eine große Hilfe dabei ist der Navigator im Writer, der zusammen mit Formatvorlagen eine komfortable Inhaltsangabe mit Lesezeichen und Zusammenfassungen anzeigen kann. Per Doppelklick springt der Navigator zu Überschriften und Textelementen und macht damit auch lange Texte überschaubar.

Nützlicher Navigator: Eine hierarchische Struktur über Formatvorlagen erlaubt das schnelle Ansteuern von Kapiteln und Überschriften im Navigator (Taste F5) per Doppelklick.
Vergrößern Nützlicher Navigator: Eine hierarchische Struktur über Formatvorlagen erlaubt das schnelle Ansteuern von Kapiteln und Überschriften im Navigator (Taste F5) per Doppelklick.

Die Taste F5 oder der Menüpunkt „Ansicht -> Navigator“ bringt den Navigator in Libre Office auf den Bildschirm. Das frei bewegliche Fenster kann man auch mit der Maus links oder rechts in der Seitenleiste verankern. Zunächst zeigt der Navigator alle Elemente des Dokuments in einer ausklappbaren Liste an, von Überschriften, Tabellen bis zu einzelnen Hyperlinks. Aber erst hierarchisch geordnete Überschriften machen den Navigator zu einem Organisationstalent: Ist der Text mit Formatvorlagen strukturiert, dann zeigt der Navigator diese als Baumstruktur unterhalb von „Überschriften“ an. Libre Office liefert für neue Dokumente schon eine Auswahl an Formatvorlagen mit hierarchischen Elementen wie „Überschrift 1“, „Überschrift 2“ und „Überschrift 3“ mit. Es ist aber nicht nötig, dieser vorgegebenen Struktur zu folgen. Wer schon eigene Formatvorlagen hat, kann auch diese noch nachträglich in einer beliebigen Abfolge anordnen, um den Navigator ohne neue Formatierung zu nutzen: Gehen Sie dazu nach der Formatierung des Dokuments auf „Extras fi Kapitelnummerierung“. Auf der linken Seite zeigt eine Liste die Ebenen der Hierarchie, und der Bereich in der Mitte erlaubt im Feld „Absatzvorlage“ die Auswahl einer bereits vorhandenen Formatvorlage für diese Ebene. Hier können Sie die vorgefertigte Anordnung mit den eigenen Vorlagen ersetzen, und der Navigator zeigt dann die neue Struktur an.

Libre Office Calc - Dateiname des Dokuments beim Drucken

Für Ausdrucke ist es oft hilfreich, den Dateinamen eines Dokuments mit auf einer Seite zu haben. In Libre Office Writer gibt es dafür mit dem „Feldbefehl“ unter „Einfügen“ eine einfache Methode, den Dateinamen in Kopfzeile, Fußzeile oder in das Dokument selber zu setzen. In Libre Office Calc gibt es dagegen kein Menü für Feldbefehle.

Kniffelige Kopfzeile: Feldbefehle gibt es in Libre Office Calc nicht. Der Dateiname kann aber in Kopf- und Fußzeilen über das zweite Symbol von links eingefügt werden.
Vergrößern Kniffelige Kopfzeile: Feldbefehle gibt es in Libre Office Calc nicht. Der Dateiname kann aber in Kopf- und Fußzeilen über das zweite Symbol von links eingefügt werden.

Wer in Calc mit Kopf- oder Fußzeile arbeitet, um dort Informationen unterzubringen, die in Ausdrucken sichtbar sein sollen, kann dort recht einfach auch den Dateinamen einfügen. Gehen Sie dazu in Calc ins Menü „Format -> Seite“, wo Sie Untermenüs für die Kopf- und Fußzeile finden. Gehen Sie in eines der Untermenüs und dort auf „Bearbeiten“, um den Inhalt von Kopf- oder Fußzeile festzulegen. Die Zeilen sind in drei Bereiche aufgeteilt: Links – Mitte – Rechts. Gehen Sie in den Bereich, der den Dateinamen enthalten soll, und klicken Sie zum Hinzufügen unten neben „Benutzerdefiniert“ auf das Ordnersymbol (zweites Symbol links); halten Sie dabei die Maustaste gedrückt. In der jetzt aufklappenden Liste können Sie mit „Titel“ den Dateinamen ohne Endung, den vollen Dateinamen oder auch den vollen Pfad auswählen. Soll der Dateiname nicht in einer Kopf- oder Fußzeile stehen, sondern direkt in einer Tabelle, dann hilft eine Formel weiter. Calc kennt eine Reihe von Tabelleninformationen, welche die Funktion ZELLE() abrufen kann. Mit der Formel

=ZELLE("FILENAME")

erhalten Sie den kompletten Pfad zur Datei mit dem angehängten Namen des Tabellenblatts. Das sind eine Menge Infos und für die simple Anzeige des Dateinamens zu viele Daten. Wird nur der Dateiname ohne Pfad und Tabellenblatt benötigt, dann ist eine Formel mit String-Verarbeitung über reguläre Ausdrücke nötig:

 =TEIL(LINKS(ZELLE("FILENAME");SUCHEN("#[^#]*$";ZELLE("FILENAME"))2);SUCHEN("/[^/]*$";ZELLE("FILENAME"))+1;99)
Für die Darstellung des Dateinamens in einer Tabelle gibt es die Funktion =ZELLE ("FILENAME"), aus der ein regulärer Ausdruck den einfachen Namen herausfiltert.
Vergrößern Für die Darstellung des Dateinamens in einer Tabelle gibt es die Funktion =ZELLE ("FILENAME"), aus der ein regulärer Ausdruck den einfachen Namen herausfiltert.

Damit diese Formel funktioniert, muss in Libre Office Calc unter „Extras -> Optionen -> LibreOffice Calc -> Berechnen“ die Option „Reguläre Ausdrücke in Formeln ermöglichen“ eingeschaltet sein. Standardmäßig ist diese Option aber aktiviert.

Firefox für Touchscreens - Finger-Gestik: Firefox per Fingerzeig steuern

Notebooks mit Touchscreen sind zwar keine Exoten mehr, aber eine Erfolgsgeschichte sind berührungsempfindliche Displays bei dieser Geräteklasse nicht geworden. Viele Linux-Anwender ignorieren die Touch-Bildschirme ihres Notebooks meist und arbeiten mit Maus und Tastatur, da es bei der täglichen Arbeit einfach zu wenige Anwendungen gibt, bei der die Steuerung mit dem Finger einen großen Vorteil brächte. Ausgerechnet eine Anwendung, bei der ein Touchscreen seine Vorteile ausspielen könnte, unterstützt keine Fingereingabe: Firefox setzt Berührungen nicht richtig um und interpretiert diese nur als Mausklick.

Mit dem Add-on „Grab and Drag“ funktioniert die grundlegende Touch-Bedienung im regulären Firefox über einen Touchscreen.
Vergrößern Mit dem Add-on „Grab and Drag“ funktioniert die grundlegende Touch-Bedienung im regulären Firefox über einen Touchscreen.

Zum Abrollen von Webseiten ist ein Touchscreen gut zu gebrauchen, wenn man sich durch längeren Lesestoff arbeiten will. Die Android-Versionen von Firefox und Chrome machen es vor, wie komfortabel das Scrollen mit dem Zeigefinger ist. Dem regulären Firefox muss man grundlegende Touch-Fähigkeiten erst über ein Addon beibringen: „Grab and Drag“ ist eine Ergänzung für Firefox ab Version 6 und kommt der herkömmlichen Mausbedienung nicht in Quere. Die Installation erfolgt ganz einfach über https://addons.mozilla.org/en-us/firefox/addon/grab-and-drag , und das Add-on zeigt gleich nach einem obligatorischen Neustart des Browsers einen Einstellungsdialog an, um das Verhalten festzulegen. Für Touchscreens sind die Standardeinstellungen gut geeignet; das Add-on zeigt sich daraufhin auch als Hand-Symbol in der Symbolleiste. Dort ist es möglich, Grab and Drag bei Bedarf per Klick oder Fingerzeig zu deaktivieren. Das ist etwa nötig, wenn Sie mit der Maus Text markieren wollen, was per Touchbedienung bisher noch nicht möglich ist. Zu den Feineinstellungen des Add-ons geht es mit der Tastenkombination Alt-X, „Extras -> Grab+Drag Einstellungen“.

Drag and Grab 3.2.5: Add-on für Firefox ab Version 6, rüstet Touch-Fähigkeit nach. Installation über https://addons.mozilla.org/en-us/firefox/addon/graband-drag .

Firefox-Add-on - Mehr Chrome: Eine Omnibar für Firefox

Firefox 29 irritiert: Bei der Gestaltung der neuen Oberfläche „Australis“ haben sich die Entwickler offensichtlich stark von Google Chrome inspirieren lassen. Nicht nur die Anordnung der Tabs, auch das neue Symbol für das ausklappende Einstellungsmenü ist in beiden Browsern nahezu identisch. Firefox behält aber die Trennung von Adressfeld und Suchfeld bei. Das Add-on Omnibar verschmilzt beide.

Ein einziges Element: Noch ein Stück näher an Google Chrome rückt der neue Firefox mit einem gemeinsamen Eingabefeld für Adresse und Suche über das Addon „Omnibar“.
Vergrößern Ein einziges Element: Noch ein Stück näher an Google Chrome rückt der neue Firefox mit einem gemeinsamen Eingabefeld für Adresse und Suche über das Addon „Omnibar“.

Klar: Man könnte auch gleich Chrome/Chromium einsetzen. Aber es spricht nach wie vor viel für Firefox, etwa die unzähligen speziellen Add-ons, die integrierten Entwickler-Tools und die von Google unabhängige Synchronisation von Benutzerdaten. Anwender, die Firefox treu bleiben, aber lieber ein gemeinsames Feld für Adresse und Suche im Stil von Chrome/Chromium bevorzugen, bekommen dieses mit der Omnibar . Das Add-on übernimmt dabei die Auswahl der Suchmaschine und setzt diese an den Rand des Eingabefelds. Bei der Eingabe einer Zeichenkette, die keiner bereits besuchten Adresse im Browserverlauf entspricht, schlägt die Omnibar die Suche bei der gerade aktivierten Suchmaschine vor. Bei bekannten Adressteilen steht es dem Anwender frei, direkt zur URL zu gehen oder eine Suche zu starten. Das @-Zeichen sorgt dafür, dass Eingaben immer als Suchbegriffe behandelt werden. Eine flotte Internetverbindung und ein stabiles WLAN sind aufgrund der geladenen Vorschläge zur Autovervollständigung von Vorteil. Einige Details zur Feinabstimmung bietet Omnibar über „Extras -> Add-Ons -> Erweiterungen -> Omnibar -> Einstellungen“.

Omnibar 0.7.22: Add-on für Firefox ab Version 16; legt Adresszeile und Suchfeld zusammen. Installation über https://addons.mozilla.org/de/firefox/addon/omnibar .

Firefox-Add-on - Weniger Chrome: Zurück zur klassischen Optik

Die neue Optik ab Firefox 29 spricht keineswegs alle an: Viele langjährige Firefox-Anwender packt bei der neuen Oberfläche das Grausen – aufgrund der starken Ähnlichkeit zu Google Chrome/Chromium. Doch es naht Rettung für Chrome-Hasser …

Bekannte Bedienoberfläche: Wieder wie der alte Firefox wirkt der Browser mit den Ergänzungen der Erweiterung „Classic Theme Restorer“, die unter anderem ein textbasiertes Menü zurückbringt.
Vergrößern Bekannte Bedienoberfläche: Wieder wie der alte Firefox wirkt der Browser mit den Ergänzungen der Erweiterung „Classic Theme Restorer“, die unter anderem ein textbasiertes Menü zurückbringt.

Der „Classic Theme Restorer“ ist ein Add-on speziell für Firefox ab Version 29, das Aspekte der Oberfläche von Firefox 28 nachbildet. So bringt die Browser-Erweiterung ein textbasiertes Firefox-Menü mit den gewohnten Menüeinträgen zurück, kann das Aussehen und die Position der Tabs ändern und den Lesezeichen-Button (Stern) zurück in die Adresszeile verschieben. Das Add-on steht unter https://addons.mozilla.org/de/firefox/addon/classicthemerestorer zur Installation bereit, und die umfangreichen Optionen laden zum Experimentieren ein. Aufgrund der hohen Popularität des Add-ons dürfte inzwischen auch eine neuere Version 1.2.X mit weiteren Optionen verfügbar sein, die zum Redaktionsschluss noch im Betatest befand.

Classic Theme Restorer 1.1.8: Addon für Firefox ab Version 29, um das Verhalten der alten GUI nachzubilden. Deutschsprachig, Installation über https://addons.mozilla.org/de/firefox/addon/classicthemerestorer .

X File Explorer - Dateimanager im Stil des Windows Explorer

Der Mensch ist ein Gewohnheitstier, und Linux-Einsteiger aus dem Umkreis von Microsoft Windows werden erst nach einem vertrauten Anblick suchen oder solchen ganz hilfreich finden. Für diese Umsteiger imitiert der X File Explorer das Aussehen und den Funktionsumfang des Windows Explorer.

Gewohntes Gewand: Der X File Manager ist ein Dateimanager im Stil des Windows Explorer für Umsteiger. Alle grundlegenden Dateioperationen sind damit möglich, jedoch fehlen Netzwerkfähigkeiten.
Vergrößern Gewohntes Gewand: Der X File Manager ist ein Dateimanager im Stil des Windows Explorer für Umsteiger. Alle grundlegenden Dateioperationen sind damit möglich, jedoch fehlen Netzwerkfähigkeiten.

Gut geeignet ist der X File Explorer für Anwender, die mit lokalen Dateien arbeiten und keine Netzwerkfunktionen für den Zugriff auf Windows-Freigaben, FTP, WebDAV oder SSH brauchen. Denn Netzwerkfähigkeiten bleibt der X File Explorer leider schuldig. Davon abgesehen können Windows-Anwender in gewohnter Manier damit arbeiten. Die Installation ist in Ubuntu & Co auch kein Problem, denn das Programm liegt in den Standard-Quellen und ist über das Ubuntu Software Center über den Suchbegriff „XFE“ oder in der Befehlszeile mit

sudo apt-get install xfe

schnell installiert. Auch Fedora kennt das Paket „xfe“, und dort dient

sudo yum install xfe

zur Installation. DEB-Pakete für Debian liefert die Projekt-Webseite http://roland65.free.fr/xfe . Anwender von Open Suse 13.1 werden wie so oft über den Build Service fündig und erhalten dort inoffizielle Pakete.

X File Manager 1.3.7: Dateimanager im Stil des Windows Explorer; deutschsprachig/multilingual; GNU General Public Licence 2. Dokumentation und Quelltext unter http://roland65.free.fr/xfe .

Software in Debian/Ubuntu/Mint - Keine zusätzlichen Pakete installieren

Die meisten Anwendungen unter Linux verlangen eine Reihe von bereits installieren Bibliotheken oder anderen Anwendungen, damit sie funktionieren. Um diese als „Abhängigkeiten“ bezeichneten Pakete kümmert sich heute der Paketmanager einer Distribution und gestaltet die Installation von Anwendungen aus den Paketquellen ganz einfach.

Neben den Pflicht-Paketen sind mit vielen Programmen in Debian/Ubuntu/Mint aber auch noch weitere „empfohlene Pakete“ verbunden, die automatisch mit installiert werden. Dabei handelt es sich beispielsweise um einen PDF-Viewer, falls eine Anwendung als Handbuch PDF-Dokumente mitliefert. Generell betreffen empfohlene Pakete nach den Richtlinien von Debian nicht die Grundfunktion einer Anwendung, sondern liefern lediglich weitere Programme mit, die für den Anwender auch noch nützlich wären. Gerade bei der Installation von Anwendungen einer anderen Desktop-Umgebung werden damit aber der Download und der resultierende Platzbedarf auf der Festplatte recht groß. Mit dem Paketmanager APT ist es aber auch möglich, die empfohlenen Pakete und wiederum deren Abhängigkeiten zu ignorieren und nur das wirklich Nötige zu installieren. Diese Option spart Platz auf der Festplatte und ist für fortgeschrittene Anwender interessant, die wissen, welche Programmausstattung sie benötigen, und eventuelle Zusatzpakete lieber manuell nachinstallieren. Auf der Kommandozeile veranlasst der Parameter --no-install-recommends apt dazu, empfohlene Pakete außen vor zu lassen:

sudo apt-get --no-install-recommends [Paketname]

Aber auch der grafische Paketmanager Synaptic kennt diesen Parameter. In Synaptic ist er als Option im Menü „Einstellungen -> Einstellungen -> Allgemein -> Empfohlene Pakete als Abhängigkeiten ansehen“ untergebracht. Das Ubuntu Software Center installiert dagegen immer alles mit; eine Konfigurationsoption für empfohlene Pakete gibt es nicht, da es sich an weniger erfahrene Anwender richtet.

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