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Die Technik-Firmen mit den meisten Entlassungen (bis dato)

02.09.2014 | 10:07 Uhr |

Auch im Jahr 2014 entließen Technikfirmen viele Mitarbeiter. Wir stellen die bisher größten Entlassungswellen vor.

Irgendwie muss man ja Anteilseigner, Geierfonds und Heuschrecken zufrieden stellen - wir haben die bisher größten Entlassungswellen des Jahres 2014 zusammengefasst.

Microsoft

Der Software- und Hardware-Hersteller und Cloud-Betreiber hat die vermutlich schockierendste Entlassungsmeldung dieses Jahres geliefert, als Microsoft im Juli ankündigte, dass 18.000 Arbeiter ihren Job verlieren würden . Zirka zwei Drittel davon gehören zur kürzlich aufgekauften Nokia Devices and Services Group.

Diese Konkurrenten vernichtete Microsoft Office

Unify (früher: Siemens Enterprise Communications, SEN)

Im Juni verkündet Unify (ehemals Siemens Enterprise Communications ) dass ungefähr die Hälfte der 7700 Mitarbeiter gehen müssen . Das Unternehmen rechtfertigte diese „Neuorganisation“ damit, dass sich der Kommunikationsmarkt „dramatisch weg von Hardware-basierten Lösungen hin zu Cloud-basierten Produkten verändert“ hätte, was zu einem größeren Preisdruck führe.

HP

Irgendwelche Entlassungen gibt es bei Hewlett-Packatf eigentlich immer. Im Mai 2014 informierte HP über die neueste Entlassungswelle: Es würde weitere 11.000 bis 16.000 Stellen abbauen , nachdem es früher in diesem Jahr noch von 34.000 Entlassungen gesprochen hatte. Das Unternehmen beschäftigt derzeit noch mehr als 300.000 Angestellte.

Entlassungswelle bei großen Technikunternehmen.
Vergrößern Entlassungswelle bei großen Technikunternehmen.

SAP

Wie umfangreich die im Mai bekannt gewordenen Entlassungen bei SAP genau sind, ist nicht bekannt. SAP will jedenfalls den Umstieg zum Cloud-Konzern stemmen und das kostet Arbeitsplätze. Vor allem in den USA, wo das Restrukturierungsprogramm Simplify&Optimize die meisten Opfer fordert.

Sprint

Die 40.000 Angestellten des Mobilfunkbetreibers zitterten dieses Jahr, als nach Medienberichten Sprint Entlassungen durchgeführt hat, die offiziell nicht an bekanntgegeben wurden. Nach einem Bericht von Gigacom im März gab es unter anderem 1500 Entlassungen bei Call Centern in den USA.

Juniper Networks

Das Netzwerkausrüster-Unternehmen reduzierte seine Arbeitskräftezahl um sechs Prozent beziehungsweise um etwa 500 Mitarbeiter. Im Rahmen einer Neustrukturierung.

NetApp

Das Netzwerkspeicher-Unternehmen kündigte im März an, 4,6 Prozent seiner Mitarbeiter (ungefähr 600 Menschen) zu entlassen, um steigende IT-Kosten auszugleichen. Bereits im Jahr 2013 entließ die Firma 900 Arbeitskräfte. NetApp scheint sich immer mehr auf Software zu fokussieren.

IBM

Die Entlassungen (oder „Neuausrichtungen“) des Technik-Riesen bleiben zahlenmäßig immer diffus (zwischen 4000 und 6000 Entlassungen war eine Schätzung im Februar 2014). Insgesamt will IBM durch Entlassungen 1 Milliarde Dollar einsparen.

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Dell

Das Unternehmen bestätigte im Februar, dass es „einen kleinen Prozentsatz“ seiner 113.000 Arbeitskräfte (Stand Ende 2013) streichen würde. Gleichzeitig warb Dell um Fachkräfte aus Wachstumsbereichen wie Software- und Hardwareentwicklung und Kundensupport..

Intel

Der Chiphersteller gab Anfang 2014 bekannt, dass er 2014 fünf Prozent seiner Mitarbeiter entlassen wolle. Wegen der schwachen Absatzzahlen. Intel sagte: „Intel wird seine Ressourcen an die Geschäftsbedürfnisse diesen Jahres anpassen. Das beinhaltet gezielten Stellenabbau und zusätzlich Neuanpassung der Ressourcen.“

Dieser Artikel stammt von unserer Schwesterpublikation Infoworld.

 

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