Windows-Befehle

Die wichtigsten CMD-Befehle für Windows zur Netzwerk-Analyse

Dienstag den 23.12.2014 um 08:11 Uhr

von Hans-Christian Dirscherl

CMD: Profi-Befehle für Windows
Vergrößern CMD: Profi-Befehle für Windows
Windows stellt eine Reihe von leistungsfähigen Befehlen zur Verfügung, mit denen nicht nur Administratoren und Webmaster, sondern auch Endanwender schnell ihr Netzwerk oder ihre Internetverbindungen überprüfen und konfigurieren können. Wir stellen Ihnen die wichtigsten Befehle für die Kommandozeile alias CMD von Windows XP, Vista und Windows 7 sowie Windows 8 vor.
Auf den nächsten Seiten stellen wir Ihnen die wichtigsten Windows-Befehle für Ihr Netzwerk und Ihre Internetverbindung vor, die Sie im CMD-Fenster von Windows eingeben können. Sie erfahren unter anderem, wie Sie die Mac-Adresse ermitteln, was es mit Arp auf sich hat, wie Sie die IP-Adresse Ihres Rechners herausbekommen und die Route Ihrer Datenpakete verfolgen. Wie Sie ganz einfach und schnell testen, ob Ihr Rechner überhaupt eine Verbindung ins Internet aufbauen kann und wie die Netzwerk-Konfiguration Ihres PCs konkret aussieht. Falls Sie einen Trojaner auf Ihrem PC vermuten, so stellen wir Ihnen einen Windows-Befehl vor, mit dem Sie eine solche unerwünschte Verbindung aufspüren können und alle geöffneten Internetverbindungen Ihres Rechners anzeigen.

Wir haben die CMD-/Kommandozeilen-Befehle mit Windows XP, Vista und Windows 7 getestet, weil diese Betriebssysteme im professionellen Umfeld/Unternehmenseinsatz immer noch am weitesten verbreitet sind. In der Regel sollten die CMDs aber auch mit Windows 8 funktionieren. Öffnen Sie das CMD-Fenster/die Eingabeaufforderung unter Windows 8, indem Sie "cmd" in das Suchen-Feld der Seitenleiste von Windows 8 eingeben und in der daraufhin erscheinenden Trefferliste auf "Eingabeaufforderung" klicken. Noch schneller öffnen Sie die Eingabeaufforderung mit dieser Tastenkombination: "Windows-Taste" + "R" drücken und dann "cmd" eintippen.

Hinweis zur Terminologie: Für alle Windows-Versionen ab Windows 2000 ist die korrekte Bezeichnung für das Fenster, in das Sie die CMD-Befehle eingeben, "Eingabeaufforderung" beziehungsweise "Kommandozeilen-Interpreter". Die CMD-Befehle nennt man "Kommandozeilen-Befehle" oder auch "Windows-Befehle". Die Bezeichnungen "DOS-Fenster" und "DOS-Befehle" sind dagegen streng genommen nicht mehr korrekt und gelten für die Zeit vor Windows 2000. Wir verwenden in diesem Artikel jedoch alle Bezeichungen abwechselnd.

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So geht's mit CMD: Windows-Befehle eingeben

Um die Windows-Befehle einzugeben, gehen Sie immer so vor: Öffnen Sie bei Windows XP eine Eingabeaufforderung über Start, Ausführen. Tippen Sie cmd ein und drücken Sie Return. Unter Vista geben Sie bei „Suche starten“ cmd ein. Unter Windows 7 gehen Sie über den Start-Button zu "Programme/Dateien durchsuchen" und geben dort "cmd" ein. Sie Daraufhin öffnet sich ein DOS-Fenster, in dem Sie die Kommandozeilenbefehle eingeben. Wenn Sie einen Befehl eingetippt haben, müssen Sie danach immer Return drücken, um ihn auszuführen. Ruckzuck sehen Sie dann das Ergebnis.

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Hinweis: Die Screenshots stammen teilweise von Windows Vista Home, von Windows XP Professional und von Windows 7 Pro. Je nach dem von Ihnen eingesetztem Windows-System kann die Darstellung und die genaue Benennung der Eingabeaufforderung etwas abweichen. Zudem stehen nicht auf allen Rechnern alle DOS-Befehle gleichermaßen zur Verfügung.

Windows-Version auf der Kommandozeile ermitteln
Vergrößern Windows-Version auf der Kommandozeile ermitteln

Generelle Tipps zum Konsolenfenster:

1. Falls Sie wissen wollen, welche Windowsversion Ihnen zur Verfügung stellt, geben Sie einfach "ver" im Konsolenfenster ein. Dabei zählt Microsoft aber anders, als Sie das vermutlich erwarten. Liefert Ihnen der ver-Befehl beispielsweise "6.1" als Ergebnis, so ist damit Windows 7 gemeint. Auf sehr alten Rechnern ermitteln Sie damit auch die DOS-Version.

2. Falls Sie weitergehende Informationen zu einem bestimmten DOS-Befehl benötigen, geben Sie help "und den gesuchten BEFEHL" ein. Allerdings existiert diese Hilfefunktion nur für gängige DOS-Befehle, bei weniger geläufigen Befehlen wie netsh hilft eine alternative Hilfeanfrage weiter: netsh /?.

3. Wie bei Linux können Sie auf der Kommandozeile mit der "Pfeil nach oben"- und der "Pfeil nach unten"-Taste zwischen bereits eingegebenen Befehlen navigieren und diese damit bequem erneut ausführen.

4. Wenn Sie den Rechner runterfahren wollen und Sie gerade ein DOS-Fenster offen haben, dann können Sie durch Eingabe von shutdown samt dem passenden Parameter den PC runterfahren.

5. whoami: Zeigt Benutzername und Rechnername

Tippen Sie whoami (englisch für wer bin ich?) ein. Windows zeigt Ihnen darauf den Namen Ihres PCs und Ihren Benutzernamen an.

6. cls: Bildschirminhalt löschen

Wenn Sie bereits mehrere Befehle in einem Konsolenfenster eingetippt und dementsprechend viele Ausgaben erhalten haben, verlieren Sie vielleicht den Überblick. Ordnung schafft cls (clear screen) und das Fenster ist wieder leer.

7. path: zeigt Pfade für ausführbare Daten an

Mit path können Sie sich die Verzeichnisse anzeigen lassen, in denen Sie Dateien ablegen, die sich von der Kommandozeile aus direkt starten lassen können ohne dass Sie in das betreffende Verzeichnis wechseln müssen. Sie können Verzeichnisse hinzufügen, indem Sie entweder Path oder das Menü des Windows-Explorers nutzen.

cleanmgr.exe/d c:
Vergrößern cleanmgr.exe/d c:

Sie können die in Windows integrierte Datenträgerbereinigungs-Funktion auch im Kommandozeilenfenster nutzen. Geben Sie das diesen Befehl ein (unser Screenshot entstand auf einen Windows 7-PC, der Befehl funktioniert aber auch unter Windows 8.1): cleanmgr.exe/d c:

Gegebenenfalls müssen Sie "c:" noch durch den Laufwerksbuchstaben ersetzen, der bei ihrem System richtig ist. Die Datenträgerbereinigung von Windows benötigt nun einige Zeit, um die nicht mehr benötigten Dateien auf dem System zu ermitteln und zu berechnen, wie viel Speicherplatz durch das Löschen der Dateien freigegeben werden kann. Bei der Gelegenheit können Sie auch gleich Haken bei "Temporäre Internetdateien", "Heruntergeladene Programmdateien" und "Temporäre Dateien" setzen, um zusätzlichen Speicherplatz freizugeben, der unnötig vom System belegt wird.

Ausgabe in Datei umleiten

Nicht immer ist es für die Analyse ideal, wenn die Ausgabe von Befehlen auf dem Bildschirm vorbeirauscht. Sondern für die Analyse benötigt der Profi-Anwender besser eine Datei mit allen Daten. Das lässt sich leicht bewerkstelligen: Monitor-Ausgaben von Befehlen können Sie auch in eine Datei umleiten. Ein Beispiel: netstat -o >C:\offeneports.txt erstellt die Text-Datei offeneports neu und speichert darin die geöffneten Ports und die bestehenden Internetverbindungen. Wenn Sie statt des „>“ ein „>>“ verwenden, wird die Ausgabe an den bereits bestehenden Datei-Inhalt angehängt.

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Dienstag den 23.12.2014 um 08:11 Uhr

von Hans-Christian Dirscherl

Kommentieren Kommentare zu diesem Artikel (10)
  • jomal 18:30 | 21.11.2014

    Mal ein Lob...

    Scheinbar habt Ihr den Artikel überarbeitet.
    Und nun finde ich, kann man etwas damit anfangen.
    Eure erste Seite hat mich schon Böses ahnen lassen, so mit CLS und Edit,
    aber beim Blättern mal mehr Informationen.

    Bin erfreut.

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  • mike_kilo 03:38 | 20.03.2014

    shutdown /f killt die session und bringt dich auf den anmeldescreen bzw wirft dich vom terminal server
    shutdown /f /t 0 /r startet deinen rechner neu
    shutdown /f /t 0 /s fährt deinen rechner runter
    warum? wenn die Funktion doch per Buttonklick ausführbar ist. Macht imo nur innerhalb einer Batch einen Sinn.
    systeminfo macht seinem namen alle ehre

    msinfo32 ist imo umfangreicher

    %COMSPEC% /c netsh wlan show all > "%USERPROFILE%\DESKTOP\wlan.txt" zeigt über ipconfig /all hinaus sehr ausfürliche Infos an, wenn man WLAN-Probleme hat. (nur ab Vista; direkt in der "Ausführen"-Konsole)

    cmd /k sollte auch auch nicht vergessen werden, wenn man den eigentlichen Befehl danach anhängt.(direkt in der "Ausführen"-Konsole ausführbar)

    powercfg /batteryreport wer ausführliche Akkuinfos (Vergangenheit/aktuell/zukünftige Prognose) zu seinem Laptop haben will

    Shrpubw der Assistent, wenn es nicht hinhaut, Ordnerfreigaben im Netzwerk zu händeln

    slui 4 wenn man in Verlegenheit kommt, sein Windows telefonisch aktivieren zu müssen

    control.exe /name Microsoft.Recovery falls jemand keine Klickorgie zum Pfad Systemsteuerung\Alle Systemsteuerungselemente\Wiederherstellung machen will, um ein SYS-Restore (rstrui.exe) mit Optionen durchzuführen
    p.s.
    Manche CMD-Befehle erfordern Admin-Rechte und ab WinXP ist über die CMD hinaus die PowerShell mit weit mächtigeren Funktionen zuständig.

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  • chipchap 23:01 | 19.03.2014

    Unsinn bleibt unsinn ...

    Die cmd.console von Windows NT und dessen Nachfolgern entspricht nur in geringem Umfang den 16bit-DOS-Befehlen (16 - 32 bit, Komandoparametern, ... .)
    Das Nichtwissen potenziert sich mit der Anzahl der Jünger.

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  • GottZ 22:47 | 19.03.2014

    Zitat: jomal
    Schön, Deine Liste,
    besonders, da Du ja Linux-Freak bist.
    man vergisst diese befehle einfach nicht. auch nicht wenn man kaum noch was mit der windows cmd anstellt. (zsh ist einfach mal um welten cooler)
    prinzipiell benutze ich windows nur noch zum zocken und auf terminal servern auf der arbeit.
    Zitat: jomal
    Allerdings, ein paar Feinheiten:
    edit, also den zu benutzen ist ja gruselig, kann ich ja gleich mit copy con test.txt arbeiten. (beenden von copy con mit bzw. -
    naja es geht. ich hab mit dem ding damals auf msdos angefangen batch zu lernen. damals gabs auch noch viele weitere befehle wie beispielsweise choice mit dem man vernünftige eingaben für menü's machen konnte. edit ist ein reiner konsolen editor. alternativ kann man natürlich auch vim installieren xD
    Zitat: jomal
    systeminfo, nu ja, aber außer, dass die Hotfixes angezeigt werden, doch eher mager, da nehme ich lieber das Programm SIW.EXE
    ist meines wissens nach aber der einzige weg um an die uptime zu kommen. uptime.exe btw .com ist nicht out of the box bei windows dabei.

    Zitat: jomal
    Help, der wichtigste Befehl überhaupt.
    Denn, da die DOSianer aussterben und überhaupt: die Syntax der Befehle ist manchmal komisch....
    da stimme ich dir recht. mich nervt vorallem dass es befehle gibt die - als options trigger nutzen und welche die / nutzen. andere wollen garkein zeichen vor den optionen.. hoch lebe gnu!

    Zitat: jomal
    Ach ja, Konsole beenden: mit exit. Jedenfalls, wenn man es korrekt machen will.
    oder einfach win eingeben ;D

    PS: ich nutz Arch Linux. vllt interessierts ja wen

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  • jomal 09:17 | 19.03.2014

    Schön, Deine Liste,
    besonders, da Du ja Linux-Freak bist.

    Allerdings, ein paar Feinheiten:
    edit, also den zu benutzen ist ja gruselig, kann ich ja gleich mit copy con test.txt arbeiten. (beenden von copy con mit bzw. -

    systeminfo, nu ja, aber außer, dass die Hotfixes angezeigt werden, doch eher mager, da nehme ich lieber das Programm SIW.EXE

    Help, der wichtigste Befehl überhaupt.
    Denn, da die DOSianer aussterben und überhaupt: die Syntax der Befehle ist manchmal komisch....

    Ach ja, Konsole beenden: mit exit. Jedenfalls, wenn man es korrekt machen will.

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