Netzwerkspeicher

Die wichtigsten NAS-Funktionen und Einstellungen

Dienstag, 29.05.2012 | 08:55 von Thorsten Eggeling
NAS-Geräte machen wenig Lärm und brauchen wenig Strom. Zum Vergleich: Während ein typisches NAS mit 10 bis 20 Watt auskommt, benötigt ein PC 120 bis 200 Watt. Nur Netbooks haben eine ähnlich sparsame Leistungsaufnahme. Ein NAS lässt sich meist auch so konfigurieren, dass sich die Festplatten nach einer bestimmten Zeit automatisch abschalten, sofern kein Zugriff erfolgt. NAS-Systeme mit zwei Schächten oder mehr können die Festplatten im RAID-Verbund koppeln. Zur Auswahl stehen meist die Modi Raid 0 (beschleunigendes Zusammenfassen) und Raid 1 (redundante Spiegelung). Wir raten dazu, die Entscheidung für oder gegen Raid zu Beginn zu treffen, weil das Umstellen auf einen Raid-Verbund immer ein komplettes Neuformatieren erfordert. Fast allen NAS-Geräten gemeinsam ist theoretisch ein schneller Datentransfer im Gigabit-Bereich. Tatsächlich schaffen aber nur teurere NAS im Gigabit-LAN annähernd solche Werte, günstige NAS-Home-Server kommen oft kaum über 20 MB/s.


Eine Benutzer-Verwaltung mit Gruppen und Rechtevergabe für Gruppen und User ist in allen NAS-Systemen enthalten. Für den Home-Einsatz spielt das aber keine Rolle. Um auf die Daten der eingebauten Festplatte(n) zugreifen zu dürfen, müssen Sie mindestens einen User anlegen, der uneingeschränkten Schreibzugriff erhält. Größte Bequemlichkeit erreichen Sie, wenn Sie Kontoname und Kennwort Ihres Kontos vom Windows-Rechner auch am NAS verwenden. Dann ersparen Sie sich die Anmeldung am NAS mit anderen Kontodaten.

Der UPnP-Server im NAS-System benötigt nur zwei Aktionen:
Sie müssen ihn aktivieren und die Datenquelle angeben.
Vergrößern Der UPnP-Server im NAS-System benötigt nur zwei Aktionen: Sie müssen ihn aktivieren und die Datenquelle angeben.

Die typischen NAS-Dienste UPnP-AV-Server und iTunes-Server sollten Sie aktivieren, wenn Smart-TVs und Smartphones das NAS automatisch erkennen und die Medien der NAS-Festplatten wiedergeben sollen. Dazu müssen Sie lediglich die gewünschten Ordner eintragen und dann das NAS indizieren lassen. Daten-Backups kann ein NAS-Benutzer manuell oder mit einer Backup-Software des Herstellers seines Client-Rechners aus organisieren. Die meisten NAS-Systeme können aber weit mehr, als nur passiv Daten aufnehmen, so etwa das automatische, periodische Sichern einer Internet-Homepage über FTP auf die NAS-Festplatte. Ein FTP-Server ist natürlich ebenfalls immer dabei. Viele weitere Extras wie beispielsweise DHCP-Server, Plattenverschlüsselung, Webserver, integriertes Dyn-DNS oder Rsync hat manches NAS gleichfalls in seiner Wundertüte. Wenn ein ansonsten überzeugendes Gerät eine für Sie wichtige Funktion vermissen lässt, lohnt sich der zusätzliche Blick auf die Hersteller-Website – wie sonst bei kaum einer anderen Geräteklasse. Funktionen lassen sich oft über Add-ons nachrüsten oder es gibt alternative Firmware.

Dienstag, 29.05.2012 | 08:55 von Thorsten Eggeling
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