Netzwerkspeicher
Die wichtigsten NAS-Funktionen und Einstellungen
NAS-Geräte machen wenig Lärm und brauchen wenig Strom. Zum Vergleich: Während ein typisches NAS mit 10 bis 20 Watt auskommt, benötigt ein PC 120 bis 200 Watt. Nur Netbooks haben eine ähnlich sparsame Leistungsaufnahme. Ein NAS lässt sich meist auch so konfigurieren, dass sich die Festplatten nach einer bestimmten Zeit automatisch abschalten, sofern kein Zugriff erfolgt. NAS-Systeme mit zwei Schächten oder mehr können die Festplatten im RAID-Verbund koppeln. Zur Auswahl stehen meist die Modi Raid 0 (beschleunigendes Zusammenfassen) und Raid 1 (redundante Spiegelung). Wir raten dazu, die Entscheidung für oder gegen Raid zu Beginn zu treffen, weil das Umstellen auf einen Raid-Verbund immer ein komplettes Neuformatieren erfordert. Fast allen NAS-Geräten gemeinsam ist theoretisch ein schneller Datentransfer im Gigabit-Bereich. Tatsächlich schaffen aber nur teurere NAS im Gigabit-LAN annähernd solche Werte, günstige NAS-Home-Server kommen oft kaum über 20 MB/s.
Eine Benutzer-Verwaltung mit Gruppen und Rechtevergabe für Gruppen und User ist in allen NAS-Systemen enthalten. Für den Home-Einsatz spielt das aber keine Rolle. Um auf die Daten der eingebauten Festplatte(n) zugreifen zu dürfen, müssen Sie mindestens einen User anlegen, der uneingeschränkten Schreibzugriff erhält. Größte Bequemlichkeit erreichen Sie, wenn Sie Kontoname und Kennwort Ihres Kontos vom Windows-Rechner auch am NAS verwenden. Dann ersparen Sie sich die Anmeldung am NAS mit anderen Kontodaten.
Die typischen NAS-Dienste UPnP-AV-Server und iTunes-Server sollten Sie aktivieren, wenn Smart-TVs und Smartphones das NAS automatisch erkennen und die Medien der NAS-Festplatten wiedergeben sollen. Dazu müssen Sie lediglich die gewünschten Ordner eintragen und dann das NAS indizieren lassen. Daten-Backups kann ein NAS-Benutzer manuell oder mit einer Backup-Software des Herstellers seines Client-Rechners aus organisieren. Die meisten NAS-Systeme können aber weit mehr, als nur passiv Daten aufnehmen, so etwa das automatische, periodische Sichern einer Internet-Homepage über FTP auf die NAS-Festplatte. Ein FTP-Server ist natürlich ebenfalls immer dabei. Viele weitere Extras wie beispielsweise DHCP-Server, Plattenverschlüsselung, Webserver, integriertes Dyn-DNS oder Rsync hat manches NAS gleichfalls in seiner Wundertüte. Wenn ein ansonsten überzeugendes Gerät eine für Sie wichtige Funktion vermissen lässt, lohnt sich der zusätzliche Blick auf die Hersteller-Website – wie sonst bei kaum einer anderen Geräteklasse. Funktionen lassen sich oft über Add-ons nachrüsten oder es gibt alternative Firmware.
Die besten Netzwerkspeicher (NAS)
Synology Diskstation DS-710+: Die Stärke des NAS-Leergehäuses liegt in der flotten Arbeitsweise. Wer massenhaft Daten transferiert oder ein schnelles RAID-System sucht, wird das hohe Tempo der Synology Diskstation DS-710+ zu schätzen wissen.
Lacie D2 Network 2: Der Netzwerkspeicher Lacie D2 Network 2 überzeugt anhand flotter Transferraten und geringem Betriebsgeräusch. Insgesamt ein empfehlenswertes NAS-System für den Einsteiger, der mit einer Einschachtlösung zufrieden ist.
Raidsonic Icy Box IB-NAS6210: Mit der Variante, RAID 1 über E-SATA zu lösen, wendet sich Raidsonic beim Leergehäuse Icy Box IB-NAS6210 an den preisbewussten Anwender. Er bekommt beim Netzwerkspeicher zudem ein ordentlich schnelles NAS, das allerdings fürs Konfigurieren eine Internet-Verbindung voraussetzt.
Buffalo Linkstation Duo LS-WX2.0TL/R1: Das Buffalo-NAS erwies sich als Netzwerkspeicher mit ordentlichen Tempowerten, ohne dabei allzu laut zu sein. Allerdings gibt es auch unter den Zweischacht-Systemen Vertreter, die weniger Energie benötigen.
Iomega Storecenter ix2-200: Das NAS-System Iomega Storcenter iX2-200 ist ein kompakter Netzwerkspeicher für Home Office, Selbstständige und Privatanwender. Die beiden Festplatten sind im RAID-1-Verbund konfiguriert.
Promise Smartstor NS4600: Für das Promise Smartstor NS4600 sprechen die umfangreichen Profifunktionen sowie die Multimediafähigkeiten. Der zu hohe Energiebedarf sowie die geringe Schreibgeschwindigkeit trüben das ordentliche Gesamtbild.
Netgear Stora MS2110: Dass sich dieser Netzwerkspeicher nur bei bestehender Internetverbindung konfigurieren lässt, ist sein auffälligstes Merkmal. Wen das nicht stört, erhält ein preiswertes NAS-System mit mittleren Ergebnissen in Tempo, Handhabung und Ausstattung.
LG N1T1: Das NAS kommt für Anwender in Frage, die neben einem Netzwerkspeicher auf Zusatzfunktionen wie DVD-Brenner Wert legen. Sie erhalten ein durchschnittlich schnelles, aber leises NAS-System zum günstigen Preis.
Trekstor Home Server e-Trayz: Der Trekstor Home Server e-Trayz ist ein günstiger Netzwerkspeicher, bei dem sich die Festplatten einfach auswechseln lassen. Allerdings darf man in Sachen Arbeitstempo nicht zu viel von diesem NAS-System verlangen.
HP Data Vault X312: Das NAS-System bietet zwar dank der vier Einschübe jede Menge Speicherplatz, kommt jedoch mit Mehrfachbelastung nicht gut zurecht. So eignet es sich zwar als Speicheriese, aber nicht als Anlaufzentrale für mehrere Nutzer gleichzeitig.
Lesen Sie auf der nächsten Seite:
Vorherige Seite
Seite 2 von 4
Nächste Seite






