Ratgeber

Die richtige Firewall

Sonntag, 01.05.2011 | 07:05 von Christian Löbering
5. Firewall: Ungewollte Zugriffe aus dem Internet gezielt unterbinden
Es gibt Sicherheitslücken im System, die ganz ohne Zutun des Anwenders ausgenutzt werden können, etwa über ein gefälschtes Netzwerkpaket. So lange eine solche Wurmlücke nicht per Patch geschlossen wurde, kann nur eine aktive Firewall das System vor einer unverschuldeten Infektion schützen.

Die windows-7-Firewall unterstützt erstmals Regelprofile
nach Netzwerkstandorten für eingehende und ausgehende
Verbindungen
Vergrößern Die windows-7-Firewall unterstützt erstmals Regelprofile nach Netzwerkstandorten für eingehende und ausgehende Verbindungen
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Windows-7-Firewall:
Wie bei XP und Vista verwirft auch die Firewall von Windows 7 standardmäßig alle unaufgefordert eingehenden Verbindungen, die Sie nicht erlaubt haben (somit auch gefälschte Netzwerkpakete). Über „Systemsteuerung, Windows Firewall, Ein Programm oder Feature durch die Windows-Firewall zulassen“ können Sie jedoch Ausnahmen festlegen. Eine Neuerung von Win 7 ist, dass Sie den Netzwerkstandort (Heim/Arbeit oder Öffentlich) für jede Ausnahmeregel festlegen können. Wenn Sie etwa ein Notebook nutzen, möchten Sie in Ihrem privaten oder Arbeits-Netzwerk die Firewall in der Regel durchlässiger machen als in einem öffentlichen Netzwerk.

Vista-Firewall:
Der Firewall von Vista fehlt die Möglichkeit, Regelprofile direkt über die Oberfläche nach Netzwerkstandorten zu definieren. Mit einem Trick geht es aber doch: Wenn Sie an Ihrem privaten oder Firmennetz angemeldet sind, wählen Sie im „Netzwerk und Freigabecenter“ der Systemsteuerung „Anpassen“ und setzen den Netzwerkstandort auf „Privat“. Dann öffnen Sie in der Systemsteuerung „Windows-Firewall“ und klicken auf „Einstellungen ändern“. Auf der Registerkarte „Ausnahmen“ legen Sie die erlaubten Anwendungen fest. Sind Sie zu einem anderen Zeitpunkt an einem öffentlichen Netz angemeldet, dann setzen Sie den Netzwerkstandort auf „Öffentlich“ und passen dafür die Ausnahmeregeln an.

2-Wege-Firewall für Vista und Win 7:
Sie können bei Windows 7 und Vista auch ausgehende Verbindungen kontrollieren lassen. Das bedeutet: Sie können allen Programmen – einige ausgewählte ausgenommen – den Zugriff auf das Netzwerk
verweigern. Um diese Firewall-Regeln anzupassen, öffnen Sie in Windows 7 „Systemsteuerung, Windows Firewall, Erweiterte Einstellungen“. Unter Vista brauchen Sie hierfür das kostenlose Tool Windows 7 Firewall Control . Heutzutage benötigt jedoch praktisch jede Software eine Internet-Verbindung. Deshalb ist diese Firewall-Funktion (zumindest privat) kaum noch benutzbar.

XP-Firewall:
Hier fehlt die Funktion für standortabhängige Ausnahmeregeln. Es gibt auch keine Option, um ausgehende Verbindungen zu blockieren. Wenn Sie beides unter XP nutzen wollen, müssen Sie auf eine Alternative ausweichen. Geeignet ist die kostenlose Zone Alarm Firewall .

Sonntag, 01.05.2011 | 07:05 von Christian Löbering
Kommentieren Kommentare zu diesem Artikel (1)
  • hbrand 23:31 | 29.02.2012

    Windows 7 - Image-Backup auf USB 3.0 Festplatte

    Ich nutze Windows 7 Prof. 64-Bit. Ein komplettes Image-Backup (Systemabbild) auf eine externe USB 3.0 Festplatte lässt sich mit dem Betriebssystem sehr schnell und einfach (bei 150 GB in weniger als 15 Minuten) erstellen. Mein Problem ist, dass das Zurückspielen mit dem erstellten Reparaturdatenträger nur am USB 2.0 Port funktioniert und damit wesentlich länger dauert. Auf dem Reparaturdatenträger fehlen ja die Treiber, um den USB 3.0 Port zu erkennen und zu nutzen. Leider habe ich bisher im gesamten Internet keinen Hinweis gefunden, wie sich die Treiber für USB 3.0 einbinden lassen, um das Image auch mit der höheren Geschwindigkeit zurückzuschreiben. Ich finde es als Fehler in der Microsoft-Software, dass beim Erstellen des Reparaturdatenträgers die Treiber für USB 3.0 nicht automatisch mit eingebunden werden, wenn sie (irgendwo) auf der Festplatte vorhanden sind. Dies würde die ganze Sache sehr vereinfachen. Die in Windows 7 integrierte Lösung für das Image-Backup ist ansonsten sehr praktisch. Eine andere Backup-Software (z. B. Paragon oder Acronis) möchte ich für das Image nicht nutzen, da es hier andere Probleme geben kann. Hat jemand eine Lösung, wie das Zurückspielen unter Windows 7 am USB 3.0 Port funktioniert? - Horst Brand -

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