Ratgeber Akku
Die richtige Akku-Pflege II: Lithium-Ion/Lithium-Ion-Polymer
Auch bei diesen Akku-Typen verbessern Sie mit einer Initialladung die Funktionsfähigkeit. Hier reichen jedoch bereits zwei bis drei Lade-Entlade-Zyklen.
Li-Ion-Akkus sind viel pflegeleichter als die Nickel-Typen. Sie können in jedem Zustand aufgeladen werden und brauchen keine ständige Auffrischung. Es empfiehlt sich dennoch, nach einigen Monaten den Akku bis auf zirka 20 Prozent Leistungsfähigkeit zu benutzen.
Mit der Zeit beginnt in einigen Geräten die Elektronik für die Energieanzeige falsche Werte zu liefern. Mit dem fast vollständigen Entladen wird die Anzeige wieder geeicht. Auch Li-Ion-(Poly)-Akkus fühlen sich bei Raumtemperatur am wohlsten. Eine Schnellladung ist nicht möglich, sie brauchen ca. drei Stunden, bis sie wieder die volle Energie liefern. Li-Ion-Akkus benötigen kein spezielles Ladegerät, da die Ladeelektronik bereits integriert ist.
Lithium-Ion-Akkus sind eigentlich nicht für eine Lagerung geeignet: Sie altern durch Oxidation und verlieren dadurch ständig an Kapazität Kapazität. Kaufen Sie deshalb keine Li-Ion-Energiespender, die älter als sechs Monate sind. Fragen Sie den Händler nach dem Herstellungsdatum: Es ist jeweils nur codiert auf dem Akku angegeben. Brauchen Sie Ihr Notebook für eine längere Zeit nicht, droht in manchen Fällen eine Tiefentladung. Verwenden Sie deshalb das Gerät zumindest alle paar Monate.
Akkus gehören wie Batterien nicht in den Haushaltsabfall - egal, um welchen Typ es sich handelt. Bringen Sie ausgelaugte Energiespender zu einer Sammelstelle oder geben Sie diese am Verkaufsort zurück – es besteht eine Rücknahmepflicht. Basteln Sie keinesfalls an Akkus herum. Lithium-Ion-Akkus enthalten ätzende und leicht entflammbare Substanzen. Nicht weniger gefährlich sind die hochgiftigen Nickel-Kadmium-Akkus.

