Welcher Kameratyp ist der Richtige? Eine kleine Kompaktkamera, die Sie unterwegs einfach in die Tasche stecken können, eine Bridge-Kamera, die viele manuelle Einstellungen und die Haptik einer „großen“ Digitalkamera bietet – oder eine digitale Spiegelreflexkamera, die sich dank Wechselobjektiven an jede Situation anpasst? Die Auswahl an Kameras ist riesig, und die Angebote der Elektronikmärkte mit den Hammerpreisen machen Ihnen die Entscheidung nicht gerade leicht. Denn auch wenn die Prospekte die wichtigsten technischen Daten der Digitalkameras angeben, können einige Details zu Stolperfallen werden.
Auflösung: Lassen Sie sich nicht vom Megapixel-Wahn der Hersteller anstecken! Eine Kamera mit 6 bis 8 Megapixeln reicht völlig aus. Alles, was darüber hinausgeht, nützt Ihnen nur, wenn Sie Ausschnitte vergrößern oder Poster drucken wollen. Außerdem verstärkt eine höhere Auflösung in der Regel das Bildrauschen, da der Sensor nicht mit der Auflösung „mitwächst“.
Brennweite: Der Brennweitenbereich der meisten Kompaktkameras beginnt bei etwa 36 Millimetern, umgerechnet auf das Kleinbildformat. Das reicht zwar für viele Motive aus, ist bei Gruppen-, Landschafts- oder Architekturfotos aber oft nicht genug. Für einen breiteren Bildwinkel brauchen Sie eine Kamera mit Weitwinkelobjektiv, deren Brennweitenbereich bei 28 Millimetern oder weniger beginnt. Bei digitalen Spiegelreflexkameras sind Sie in puncto Brennweite flexibel, da Sie mit Wechselobjektiven arbeiten. Die Angabe der Brennweite ist jedoch noch nicht auf das Kleinbildformat umgerechnet. Multiplizieren Sie sie dazu mit dem Crop-Faktor der Kamera, der auch Brennweitenverlängerung genannt wird (siehe technische Daten). Er gibt an, um wie viel der Bildsensor der DSLR kleiner ist als ein Kleinbild.
Bildstabilisator: Je höher der Zoomfaktor, desto größer ist das Verwacklungsrisiko. Aus diesem Grund statten die meisten Hersteller ihre Superzoom-Kameras – aber nicht nur diese – mit Bildstabilisatoren aus. Die derzeit beste Methode ist der mechanische Bildstabilisator. Er arbeitet im Kameragehäuse über einen beweglichen Bildsensor (CCD-Shift), der über einen Motor oder von Magneten gesteuert wird. Die optische Bildstabilisierung findet dagegen im Objektiv statt. Hier wirken bewegliche Linsen den Wacklern entgegen. Ein digitaler Bildstabilisator funktioniert über die Erhöhung der Lichtempfindlichkeit. Höhere ISO-Werte erlauben eine kürzere Belichtungszeit. Allerdings nimmt gleichzeitig das Bildrauschen zu. Einige wenige Digitalkameras setzen den von Camcordern bekannten elektronischen Bildstabilisator ein. Dieser nutzt die Randpixel des Bildsensors, um den Bildausschnitt gegen die Verwackler zu verschieben.
Funktionen: Möchten Sie sich bei der Belichtung nicht auf den Automatikmodus verlassen, sollte Ihre Kamera Halbautomatiken beziehungsweise einen manuellem Belichtungsmodus besitzen. Bei den Halbautomatiken haben Sie meist zwei Möglichkeiten: Bei der Zeitautomatik oder Blendenvorwahl bestimmen Sie die Blende, und die Kamera passt die Verschlusszeit daran an. Die Blendenautomatik oder Zeitvorwahl funktioniert genau umgekehrt – Sie legen die Verschlusszeit fest, und die Kamera kümmert sich um die Blende. Möchten Sie beide Werte manuell regeln, nutzen Sie den manuellen Modus. Ein guter Kompromiss zwischen dem automatischen und dem manuellen Modus sind die Motiv- oder Belichtungsprogramme, die an bestimmte Aufnahmesituationen angepasst sind.
Darauf müssen Sie beim Kauf einer Digitalkamera achten:
Einstiegsmodell
- nicht mehr als 8 Megapixel
- viele Motivprogramme
- mindestens 2,5 Zoll großes Display
- einfache Bedienung
- Preis bis etwa 250 Euro
Allround-Modell
- nicht mehr als 10 Megapixel
- Blenden- und Zeitvorwahl
- optischer oder mechanischer Bildstabilisator
- kurze Auslöseverzögerung (ausprobieren!)
- Preis ab etwa 250 Euro
Die Top 10 Spiegelreflexkameras aus dem PC-WELT-Testcenter:
Die Top 10 Digitalkameras aus dem PC-WELT-Testcenter bis 250 Euro:
Die Top 10 Digitalkameras aus dem PC-WELT-Testcenter über 250 Euro:
Canon Digital Ixus 870 IS
Canon Digital Ixus 870 IS
Canon Digital Ixus 960 IS
Canon EOS 400D
Canon EOS 450D
Canon Powershot A470
Canon Powershot A650 IS
Casio Exilim EX-Z1080
Casio Exilim Pro EX-F1
Digitalkamera Rollei XS-8
Fujifilm Finepix F40fd
Fujifilm Finepix F50fd
Fujifilm Finepix S9600
Kodak M863
Kodak V1003
Kodak V1253
Kodak V803
Nikon D40x
Nikon D60
Olympus E-420
Olympus E-510
Olympus E-520
Olympus Mju 1200
Panasonic DMC-FX100
Panasonic DMC-FZ18
Panasonic DMC-TZ3
pcwtv-180408-FujifilmFinepixS100FS
Pentax K-m
Samsung S860
Sony Alpha 350
Sony Alpha100
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