09.12.2008, 09:50

Thomas Rau, Bernd Weeser-Krell, Michael Schmelzle, Ines Walke-Chomjakov, Christian Helmiss, Verena Ottmann, Alexander Kuch

Weihnachts-Einkauf

Die perfekte Digitalkamera

Welcher Kameratyp ist der Richtige? Eine kleine Kompaktkamera, die Sie unterwegs einfach in die Tasche stecken können, eine Bridge-Kamera, die viele manuelle Einstellungen und die Haptik einer „großen“ Digitalkamera bietet – oder eine digitale Spiegelreflexkamera, die sich dank Wechselobjektiven an jede Situation anpasst? Die Auswahl an Kameras ist riesig, und die Angebote der Elektronikmärkte mit den Hammerpreisen machen Ihnen die Entscheidung nicht gerade leicht. Denn auch wenn die Prospekte die wichtigsten technischen Daten der Digitalkameras angeben, können einige Details zu Stolperfallen werden.
Auflösung: Lassen Sie sich nicht vom Megapixel-Wahn der Hersteller anstecken! Eine Kamera mit 6 bis 8 Megapixeln reicht völlig aus. Alles, was darüber hinausgeht, nützt Ihnen nur, wenn Sie Ausschnitte vergrößern oder Poster drucken wollen. Außerdem verstärkt eine höhere Auflösung in der Regel das Bildrauschen, da der Sensor nicht mit der Auflösung „mitwächst“.
Brennweite: Der Brennweitenbereich der meisten Kompaktkameras beginnt bei etwa 36 Millimetern, umgerechnet auf das Kleinbildformat. Das reicht zwar für viele Motive aus, ist bei Gruppen-, Landschafts- oder Architekturfotos aber oft nicht genug. Für einen breiteren Bildwinkel brauchen Sie eine Kamera mit Weitwinkelobjektiv, deren Brennweitenbereich bei 28 Millimetern oder weniger beginnt. Bei digitalen Spiegelreflexkameras sind Sie in puncto Brennweite flexibel, da Sie mit Wechselobjektiven arbeiten. Die Angabe der Brennweite ist jedoch noch nicht auf das Kleinbildformat umgerechnet. Multiplizieren Sie sie dazu mit dem Crop-Faktor der Kamera, der auch Brennweitenverlängerung genannt wird (siehe technische Daten). Er gibt an, um wie viel der Bildsensor der DSLR kleiner ist als ein Kleinbild.
Bildstabilisator: Je höher der Zoomfaktor, desto größer ist das Verwacklungsrisiko. Aus diesem Grund statten die meisten Hersteller ihre Superzoom-Kameras – aber nicht nur diese – mit Bildstabilisatoren aus. Die derzeit beste Methode ist der mechanische Bildstabilisator. Er arbeitet im Kameragehäuse über einen beweglichen Bildsensor (CCD-Shift), der über einen Motor oder von Magneten gesteuert wird. Die optische Bildstabilisierung findet dagegen im Objektiv statt. Hier wirken bewegliche Linsen den Wacklern entgegen. Ein digitaler Bildstabilisator funktioniert über die Erhöhung der Lichtempfindlichkeit. Höhere ISO-Werte erlauben eine kürzere Belichtungszeit. Allerdings nimmt gleichzeitig das Bildrauschen zu. Einige wenige Digitalkameras setzen den von Camcordern bekannten elektronischen Bildstabilisator ein. Dieser nutzt die Randpixel des Bildsensors, um den Bildausschnitt gegen die Verwackler zu verschieben.
Funktionen: Möchten Sie sich bei der Belichtung nicht auf den Automatikmodus verlassen, sollte Ihre Kamera Halbautomatiken beziehungsweise einen manuellem Belichtungsmodus besitzen. Bei den Halbautomatiken haben Sie meist zwei Möglichkeiten: Bei der Zeitautomatik oder Blendenvorwahl bestimmen Sie die Blende, und die Kamera passt die Verschlusszeit daran an. Die Blendenautomatik oder Zeitvorwahl funktioniert genau umgekehrt – Sie legen die Verschlusszeit fest, und die Kamera kümmert sich um die Blende. Möchten Sie beide Werte manuell regeln, nutzen Sie den manuellen Modus. Ein guter Kompromiss zwischen dem automatischen und dem manuellen Modus sind die Motiv- oder Belichtungsprogramme, die an bestimmte Aufnahmesituationen angepasst sind.
Darauf müssen Sie beim Kauf einer Digitalkamera achten:
Einstiegsmodell
- nicht mehr als 8 Megapixel
- viele Motivprogramme
- mindestens 2,5 Zoll großes Display
- einfache Bedienung
- Preis bis etwa 250 Euro
Allround-Modell
- nicht mehr als 10 Megapixel
- Blenden- und Zeitvorwahl
- optischer oder mechanischer Bildstabilisator
- kurze Auslöseverzögerung (ausprobieren!)
- Preis ab etwa 250 Euro
Die Top 10 Spiegelreflexkameras aus dem PC-WELT-Testcenter:
Rang Produkt Wertung Bildqualität Handhabung Ausstattung Service Preis
1 Canon EOS 450D 77 79 93 63 35 93
2 Canon EOS 400D 75 80 97 55 35 71
3 Nikon D40x 75 84 92 50 35 74
4 Nikon D60 75 77 96 54 35 92
5 Olympus E-420 73 67 95 58 71 100
6 Olympus E-510 72 69 92 54 71 99
7 Sony Alpha 350 72 68 94 51 84 97
8 Sony Alpha 100 71 72 100 39 84 79
9 Olympus E-520 71 70 92 55 71 76
10 Pentax K-m 70 68 97 40 83 98
Die Top 10 Digitalkameras aus dem PC-WELT-Testcenter bis 250 Euro:
Rang Produkt Preis-Leistungs-Wertung Bildqualität Handhabung Ausstattung Service Preis
1 Canon Powershot A470 70 77 80 38 35 90
2 Fujifilm Finepix F50fd 69 77 77 38 69 79
3 Kodak V1253 68 72 80 48 65 68
4 Samsung S860 68 74 71 23 68 100
5 Kodak V1003 67 71 86 39 65 75
6 Rollei XS-8 67 72 76 38 63 79
7 Casio Exilim EX-Z1080 66 79 74 33 72 68
8 Kodak M863 66 68 82 40 65 74
9 Kodak V803 65 80 86 35 65 51
10 Fujifilm Finepix F40fd 65 85 79 39 69 39
Die Top 10 Digitalkameras aus dem PC-WELT-Testcenter über 250 Euro:
Rang Produkt Wertung Bildqualität Handhabung Ausstattung Service Preis
1 Fujifilm Finepix S100FS 71 81 86 51 84 32
2 Canon Digital Ixus 870 IS 70 76 85 51 34 76
3 Canon Powershot A650 IS 69 75 81 45 33 91
4 Casio Exilim Pro EX-F1 69 82 87 52 90 0
5 Panasonic DMC-FZ18 69 73 84 56 89 47
6 Panasonic DMC-TZ3 68 77 86 49 88 35
7 Canon Digital Ixus 960 IS 68 73 85 46 33 87
8 Fujifilm Finepix S9600 67 73 76 53 84 41
9 Panasonic DMC-FX100 67 68 89 38 89 82
10 Olympus Mju 1200 67 65 79 44 83 99
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