Technik-Trends

Die neuen Smartphones und Tablets in 2013

Donnerstag, 07.02.2013 | 12:09 von Dennis Steimels
Samsung (links) und Google (rechts) stellen in 2013 innovative neue Konzepte für Smartphones und Tablets vor.
Vergrößern Samsung (links) und Google (rechts) stellen in 2013 innovative neue Konzepte für Smartphones und Tablets vor.
© Samsung & Google
Dieses Jahr werden Smartphones größer, deutlich schärfer und leistungsstärker. Tablets hingegen gibt es sogar kostenlos. Wir stellen die Trends von 2013 vor.
Achtkern-CPUs für Mobilgeräte
Erst im Jahr 2011 kam das erste Smartphone mit Dualcore auf den Markt, knapp ein Jahr später folgte dann das erste Gerät mit einer Vierkern-CPU. Laut diverser Berichte soll sich der Trend immer stärkerer Prozessoren weiterentwickeln, 2013 kommen demnach Smartphones und Tablets mit acht Kernen auf den Markt. So soll Samsung an einem neuen SOC (System on a Chip) arbeiten, das aus zwei Clustern mit jeweils vier Kernen bestehen soll. Das eine wird auf Spiele und aufwendige Applikationen optimiert sein, das andere kümmert sich um energieeffizientes Arbeiten. Ähnlich macht es der bereits verfügbare Tegra-3-Chip von Nvidia, bei dem vier Kerne für Leistung zuständig sind und ein fünfter, geringer getakteter Kern aufs Energiesparen getrimmt ist.

Neben Samsung entwickelt wohl auch der chinesische Hersteller ZTE zusammen mit dem taiwanesischen Chiphersteller Mediatek eine neue CPU mit acht Kernen. Aus der Partnerschaft soll ein neues High-End-Smartphone entstehen, das aber wahrscheinlich nur im asiatischen Raum verfügar sein wird. Das erste Samsung-Gerät wird dafür weltweit und damit auch hierzulande verkauft werden.



Biegsame Displays und Full-HD-Auflösung

Samsung arbeitet an einem massentauglichen Smartphone mit
biegsamem Bildschirm.
Vergrößern Samsung arbeitet an einem massentauglichen Smartphone mit biegsamem Bildschirm.
© Samsung

Aktuelle Bildschirme der Oberklasse- und Highend-Smartphones lösen derzeit in HD (1280 x 720 Pixel) auf. Noch schärfer geht es 2013 zu, denn Full-HD (1920 x 1080 Pixel) wird zur Standardauflösung der Handy-Superlative. Damit das überhaupt Sinn ergibt, bewegt sich der Trend zu Bildschirmen von 5 Zoll und mehr. Aktuell ist das Samsung Galaxy Note 2 mit 5,5 Zoll das größte Smartphone – und das könnte bald zur Standardgröße werden. Ein erstes Mobilgerät mit Full-HD wurde bereits von HTC für den amerikanischen Markt vorgestellt, es trägt den Namen Droid DNA.

Darüber hinaus sind auch die biegsamen Bildschirme für Smartphones wieder im Gespräch. Bisher gibt es zwar schon erste Konzepte, für den Massenmarkt ist aber keines dieser Geräte geeignet. Samsung soll an Screens arbeiten, die aus Plastik bestehen und damit robuster sowie leichter als Glas sein werden und vor allem biegbar sein sollen. Die Entwicklung der flexiblen Displays für mobile Geräte soll sich derzeit in der Endphase befinden.

Die nächste High-End-Generation
Der Hype um die neuen Apple-Produkte iPhone und iPad wird auch 2013 nicht nachlassen. Schon brodelt wieder die Gerüchteküche, obwohl so gut wie nichts bekannt ist. Das iPhone 5S oder iPhone 6 soll mit einer stärkeren CPU NFC ausgestattet sein. Die Optimierungen der Hardware sowie Neuerungen von iOS werden erst am Präsentationstag preisgegeben. Auch die nächste Tablet-Generation iPad 5 wird erwartet. Es soll ein besonders dünnes Display bekommen, da wohl die Bildschirmtechnik des iPhone 5 verwendet wird.

Ebenso wird Samsung seine erfolgreiche Galaxy-Familie mit dem S4 fortsetzen. Es soll über ein fast 5 Zoll großes Display verfügen und könnte eventuell schon mit dem aktuell in Entwicklung befindlichen Achtkern-Prozessor ausgestattet sein.

Auch HTC wird mitmischen und sich auf große Full-HD-Displays, bessere Kameras und optimierten Klang durch Beats Audio konzentrieren.

Bei den meisten Geräten wird 2013 das kabellose Aufladen besonders wichtig. Denn kabelgebunden ist out! So scheint es zumindest, wenn wir den aktuellen Trend beobachten. 2013 werden viele Nutzer ihre Smartphones und Tablets nur noch auf ein Kissen legen, damit diese aufgeladen werden. Der Kabelsalat ist damit Schnee von gestern. Das Aufladen des Akkus erfolgt dabei über Induktion, und das funktioniert so: Zwei Komponenten sind nötig, eine Primärspule (Ladegerät), von der die Energie ausgeht, und eine Sekundärspule (Smartphone oder Tablet), auf die die Energie übertragen wird. Zwischen den beiden Spulen befindet sich ein Magnetfeld, das von der Primärspule beeinflusst und verändert wird. Das wirkt sich auf die Sekundärspule aus, wodurch elektrische Spannung induziert und auf das Gerät übertragen wird – der Akku lädt. Universelle Ladegeräte kommen mit der Qi-Technik auf den Markt, mit denen Sie jedes Qi-fähige Gerät laden können, egal, ob Smartphone, Tablet, Fernbedienung oder Taschenlampe.



Gratis-Tablets 2013

Google verdient nicht einen Cent mit dem Nexus 7, das Geld
kommt durch den Verkauf von Apps, Filmen und Musik
herein.
Vergrößern Google verdient nicht einen Cent mit dem Nexus 7, das Geld kommt durch den Verkauf von Apps, Filmen und Musik herein.
© Google

Google und Amazon machen es bereits erfolgreich vor. Sie bieten ihre Tablet-PCs zu extrem günstigen Preisen in ihren eigenen Shops an, verdienen aber selbst nur wenige Dollar daran oder zahlen sogar noch bei jedem verkauften Gerät drauf. Sie wollen damit eine weite Verbreitung der eigenen Produkte erreichen, um dann mit dem Verkauf von Anwendungen, Büchern, Musik, Filmen und Zeitschriften das große Geld zu verdienen. Im Jahr 2013 könnten die großen Hersteller ihre Geräte noch günstiger oder gar kostenlos anbieten. Den Verlust der Hardware-Kosten gleichen sie durch das große Inhalte-Angebot der Shops wieder aus.

Donnerstag, 07.02.2013 | 12:09 von Dennis Steimels
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