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Im Flugzeug surfen - Flynet macht's möglich

19.10.2011 | 10:45 Uhr |

Mit dem Internetdienst Flynet können Fluggäste sogar über den Wolken bequem surfen. Aber auch in vielen anderen Feldern ist das mobile Internet auf dem Vormarsch.

Nach und nach werden die Orte, an denen man nicht ins Internet kommt, immer weniger. Seit einigen Wochen muss man auch über den Wolken nicht mehr offline bleiben. Mit dem Dienst Flynet können Fluggäste auf Lufthansa-Langstreckenflügen ins Internet gehen. Der Dienst ist in Zusammenarbeit der Fluglinie mit der Deutschen Telekom und Panasonic entstanden und überträgt die Daten per Parabolantenne und Satellit. Durchschnittlich 1 MBit/s – und damit moderate Breitbandgeschwindigkeit – ist so in der Praxis möglich. Zum unbeschwerten Surfen reicht das aus.

Auch entlang der wichtigsten Bahnlinien des Fernverkehrs und auf Autobahnen wird seit vergangenem Herbst in einigen Abschnitten Internet in UMTS-Qualität erprobt. Auf diese Weise sollen nicht nur die Insassen im Auto das Internet nutzen können. Die sich bewegenden Fahrzeuge können einer Leitstelle auch sehr schnell anonymisiert vermitteln, wo es zu Verkehrsbehinderungen oder Staus kommt.

Praktische Bahn-Apps zum Reisen

Das kommt noch: In den nächsten Jahren wird die Erreichbarkeit des Internets so selbstverständlich und allgegenwärtig werden, wie dies bereits heute bei Mobilfunknetzen der Fall ist. Neben Diensten wie E-Mail und Kontaktnetzwerken werden zunehmend Internettelefonie und andere Streaming-Dienste wichtig, die eine schnelle, störungs- und unterbrechungsfreie Internetverbindung voraussetzen. Dazu könnte der gerade begonnene Ausbau des LTE-Netzes einen wichtigen Beitrag leisten.

Schon seit 2007 erprobt das Fraunhofer Heinrich-Hertz-Institut in einem Feldversuch die LTE-Weiterentwicklung LTE Advanced. Sie soll nicht nur einen höheren Datendurchsatz, sondern auch eine effizientere Nutzung der knappen Funkfrequenzen ermöglichen. Dabei geht es übrigens nicht nur um schnelles Surfen im Internet, sondern auch um die zuverlässige Übertragung von Betriebsdaten. Gemeint sind hier kleinere Datenmengen wie etwa Stromzählerdaten, die beispielsweise jede Stunde oder einmal am Tag an den Stromversorger übertragen werden.

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