Heiße Technik-Trends

Augmented Reality: Bild mit Zusatzinformationen

Donnerstag, 13.10.2011 | 10:05 von Tobias Weidemann
Mit "Augmented Reality" werden nützliche Zusatzinformationen ins Bild Ihrer Smartphone-Kamera eingeblendet. Wir verraten, wo man die neue Technik anwenden kann.
Eine der Ideen, die bereits seit einigen Jahren immer wieder durch die PC-Szene geistern, aber erst nach und nach Eingang in die Praxis finden, heißt Augmented Reality. Wörtlich genommen bezeichnet der Begriff die durch den Computer erweiterte Wahrnehmung der Realität. Dabei wird ein Bild, das eine ins Mobilgerät eingebaute Kamera aufnimmt, um Zusatzinformationen ergänzt, die entweder aktuell errechnet oder aus einer Internetdatenbank bezogen werden. Neben der Erkennung über eine Kamera spielen auch GPS-Empfänger, die inzwischen standardmäßig in Smartphones und Tablet-PCs eingebaut werden, eine immer wichtigere Rolle.

Eines der ältesten Einsatzgebiete von Augmented Reality ist das Erkennen von Bauwerken in Kamerabildern. Mit Hilfe der Bilderkennung wird etwa eine Kirche oder ein Gebäude identifiziert. Der Name wird dann an der passenden Stelle ins Bild eingeblendet, zudem werden Zusatzinformationen aus dem Internet abgerufen. So mutiert das Smartphone zum digitalen Reiseführer.

Auch das Erkennen und Übersetzen von Schrift – etwa bei chinesischen oder japanischen Schriftzeichen – ist heute weitgehend fehlerfrei möglich. Eine weiteres zunehmend wichtiges Einsatzgebiet ist die Handy-Navigation. Mit Hilfe von GPS und Kamerabild können aktuelle Smartphones, die passende Datenbank wie Google Street View vorausgesetzt, heute sehr genau lokalisieren, wo sich ein Besitzer gerade befindet. Dabei liefert das Kamerabild eine deutlich zuverlässigere Richtungsangabe als etwa der elektronische Kompass, der insbesondere in Häuserschluchten oft nicht zu gebrauchen ist.

So sieht die Zukunft aus

Es sind zwei Faktoren, die Augmented Reality in den kommenden Jahren ganz sicher zum Durchbruch verhelfen werden: die Entwicklung von immer schnelleren Prozessoren für den mobilen Bereich (unter Umständen in Verbindung mit dem Zurückgreifen auf Cloud-Computing-Server) und die Ausstattung von immer mehr Geräten mit Kameras. Gerade der Siegeszug der Smartphones in den letzten zwei, drei Jahren hat dem Thema neuen Auftrieb verschafft und eine Reihe praktischer und cooler Apps beschert.



Wer auf Augmented-Reality-Dienste zugreift, steuert übrigens selbst Daten zum System bei und steigert so seine Qualität. Je mehr die Inhalte auf diesem Weg optimiert werden, desto zuverlässiger und aktueller sind sie. So erfährt die Datenbank frühzeitig von Änderungen in der Verkehrsführung, zum Beispiel durch eine Baustelle oder eine Straßensperrung.

Ein weiterer Trend bei Augmented Reality ergibt sich aus der Kombination der Technologie mit 3D-Brillen. Mit deren Hilfe können Architekten dreidimensionale Modelle noch realistischer visualisieren als bisher, und auch das Reparieren und Warten von Maschinen wird durch spezielle Programme unterstützt. Der Monteur sieht dabei, woran er gerade arbeitet, und bekommt durch entsprechende Einblendungen in der Brille die nächsten Handlungsschritte angezeigt.

Donnerstag, 13.10.2011 | 10:05 von Tobias Weidemann
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