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Wireless USB: Was bringt die Drahtlos-Technik?

29.09.2011 | 10:55 Uhr |

Wireless USB verspricht die gewohnten USB-Übertragungs- raten, jedoch komplett kabellos. Aber hat die Technik auch eine Zukunft oder ist alles nur "heiße Luft"? Wir klären auf.

Das geht schon heute: Ein PC (fast) ohne Kabelverbindungen, das war die Idee hinter Certified Wireless USB (CWUSB). Möglich wird der kabellose USB-Ersatz mit dem von der Wimedia Alliance entwickelten Kurzstreckenfunk Ultrawideband (UWB). Mit ihm lassen sich Daten über wenige Meter drahtlos übertragen. Bis zu 960 MBit/s sind per Wireless USB 1.1 über 2 bis 3 Meter hinweg möglich, also ein Datendurchsatz wie bei kabelgebundenem USB 2.0. Bei 10 Meter Entfernung ist immerhin noch eine Datenrate von rund 100 MBit/s drin. Das sind freilich lediglich theoretische Werte: Ähnlich wie bei WLAN hängt die Übertragungsqualität stark von der Beschaffenheit und vom Winkel von Wänden und anderen Hindernissen ab.

Da der UWB nur über wenige Meter funkt, soll der Betrieb anderer Geräte in der Nachbarschaft ungestört ablaufen. Dennoch hat die EU nur den Frequenzbereich zwischen 6 und 8,5 GHz für den UWB-Betrieb freigegeben und die Sendeleistung auf 1 Milliwatt beschränkt. Amerikanische und asiatische Geräte hingegen funken in einem erweiterten Frequenzbereich und dürfen über mehr Sendeleistung verfügen.

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Das kommt noch: Derzeit sind die Unternehmen mit entsprechenden Produkten noch zurückhaltend. Wireless USB ist zwar eine der Technologien, die gerade im mobilen Einsatz mit Notebooks in verschiedenen Räumen oder an verschiedenen Arbeitsplätzen viele Vorteile hätte. Aber die Wahrscheinlichkeit ist groß, dass sich diese Technologie nicht durchsetzen wird. Als Hemmnis hat sich bei vergleichbaren Entwicklungen in der Vergangenheit immer die Frequenzfrage erwiesen. Unterschiedliche Funkfrequenzen führen dazu, dass die Unternehmen für verschiedene Märkte unterschiedliche Versionen der Produkte herstellen müssten. Hinzu kommt, dass Bluetooth bei Smartphones und Mobilgeräten so weit verbreitet ist, dass es für einen neuen Konkurrenten schwer wird, sich auf dem Markt zu behaupten.

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