System-Tuning
Die heiße Phase: Stabilität testen
Läuft ein übertaktetes System stabil und in vertretbaren Temperaturbereichen, bedeutet das nicht, dass es unter Belastung so bleibt. Der wichtigste Schritt ist, die Stabilität unter Last systematisch zu testen und die Chiptemperatur im Auge zu behalten. Zwar ist bei aktuellen Prozessoren die Gefahr gering, dass der Chip Schaden nimmt – zuvor schaltet sich das System ab. Aber Stabilitätsprobleme wären inakzeptabel. Als Stresstest, um der CPU richtig „einzuheizen“, empfiehlt sich das Benchmark-Tool Linx, das den Klassiker Prime 95 abgelöst hat. Der Unterschied ist, dass Linx bei den Testbedingungen den kompletten Arbeitsspeicher mit einbezieht und somit alle wichtigen PC-Komponenten auf Rekordtemperaturen jagt.
Im Testverfahren empfehlen wir zur Kontrolle den Einsatz von drei Programmen, übrigens ist jedes davon Freeware, die Sie während des Stresstests parallel verwenden: Mit Speedfan behalten Sie die Temperaturen im Blick, CPU-Z zeigt die wichtigsten Informationen wie etwa exakte Taktfrequenz, Spannung und den Multiplikator CPU Base Clock als „Bus Speed“ an, während Linx für die nötige Prozessorlast sorgt. Bei den Einstellungen für Linx achten Sie darauf, den gesamten Speicher zu verwenden. Lassen Sie den Test einige Stunden lang laufen. Sollte das System abstürzen, reduzieren Sie die Taktfreqenz wieder. Brechen Sie den Test auch dann ab, wenn die CPU-Temperatur deutlich und dauerhaft über 70 Grad Celsius ansteigt. Dies ist das von Intel und AMD empfohlene obere Limit einer sicheren Betriebstemperatur.
Im Testverfahren empfehlen wir zur Kontrolle den Einsatz von drei Programmen, übrigens ist jedes davon Freeware, die Sie während des Stresstests parallel verwenden: Mit Speedfan behalten Sie die Temperaturen im Blick, CPU-Z zeigt die wichtigsten Informationen wie etwa exakte Taktfrequenz, Spannung und den Multiplikator CPU Base Clock als „Bus Speed“ an, während Linx für die nötige Prozessorlast sorgt. Bei den Einstellungen für Linx achten Sie darauf, den gesamten Speicher zu verwenden. Lassen Sie den Test einige Stunden lang laufen. Sollte das System abstürzen, reduzieren Sie die Taktfreqenz wieder. Brechen Sie den Test auch dann ab, wenn die CPU-Temperatur deutlich und dauerhaft über 70 Grad Celsius ansteigt. Dies ist das von Intel und AMD empfohlene obere Limit einer sicheren Betriebstemperatur.
Fitness-Check für den PC - so geht's
Glossar: Diese Begriffe müssen Sie kennen
CPU Base Clock: Der Taktgeber des Systems, BCLK abgekürzt, und der universale Taktgeber für Prozessor und RAM. Einige BIOS-Versionen nennen dies auch Host Clock. Kann auch bei CPUs ohne offene Multiplikatoren die Leistung anheben, wirkt sich allerdings auch auf die Speicherbausteine aus.
CPU-Ratio: Der Multiplikator gibt das Verhältnis zwischen Taktgeber (CPU Base Clock) und Taktfrequenz der CPU an. Zum Übertakten ist dies die interessanteste Einstellung. Allerdings können Sie die CPU-Ratio lediglich auf Prozessoren mit offenen Multiplikatoren direkt ändern.
Vcore und CPU Voltage: Die Versorgungsspannung der CPU. Damit das System stabil arbeitet, ist beim extremen Übertakten eine höhere Spannung erforderlich. Achten Sie darauf, dass aktuelle CPUs ab 32-nm-Strukturen trotzdem deutlich weniger Spannung benötigen als ältere Prozessoren. Bis zu 1,3 V sind vertretbar, darüber gerät die Temperatur rasch fatal außer Kontrolle.
VCC/CPUIO: Dies ist die Spannung für die I/O-Ports der CPU. Bei Taktraten bis zu 4 GHz muss die Spannung gar nicht oder nur in minimalen Schritten angepasst werden.
VCCIO: Spannung des Speicher-Controllers, üblicherweise unter 1 Volt. Ein leichtes Erhöhen ist nur bei extremen Taktraten sinnvoll.
VCCSA: Steht für System Agent Voltage und wirkt sich auf CPU-Versorgungsspannung und VCC/CPUIO aus. Standardmäßig unter 1 Volt, muss dieser Wert nur bei extremer Übertaktung der Base Clock, wenn überhaupt, behutsam erhöht werden. Der Maximalwert von 1,4 Volt ist lediglich für Laborexperimente mit unkonventioneller Kühlung interessant.
Memory Multiplier: Gibt das Taktverhältnis für die RAM-Module vor.
Memory Voltage: Versorgungsspannung für die Speichermodule. Sollte höchstens 0,5 V über der VCCIO liegen, denn ansonsten droht Überhitzung.
Glossar: Diese Begriffe müssen Sie kennen
CPU Base Clock: Der Taktgeber des Systems, BCLK abgekürzt, und der universale Taktgeber für Prozessor und RAM. Einige BIOS-Versionen nennen dies auch Host Clock. Kann auch bei CPUs ohne offene Multiplikatoren die Leistung anheben, wirkt sich allerdings auch auf die Speicherbausteine aus.
CPU-Ratio: Der Multiplikator gibt das Verhältnis zwischen Taktgeber (CPU Base Clock) und Taktfrequenz der CPU an. Zum Übertakten ist dies die interessanteste Einstellung. Allerdings können Sie die CPU-Ratio lediglich auf Prozessoren mit offenen Multiplikatoren direkt ändern.
Vcore und CPU Voltage: Die Versorgungsspannung der CPU. Damit das System stabil arbeitet, ist beim extremen Übertakten eine höhere Spannung erforderlich. Achten Sie darauf, dass aktuelle CPUs ab 32-nm-Strukturen trotzdem deutlich weniger Spannung benötigen als ältere Prozessoren. Bis zu 1,3 V sind vertretbar, darüber gerät die Temperatur rasch fatal außer Kontrolle.
VCC/CPUIO: Dies ist die Spannung für die I/O-Ports der CPU. Bei Taktraten bis zu 4 GHz muss die Spannung gar nicht oder nur in minimalen Schritten angepasst werden.
VCCIO: Spannung des Speicher-Controllers, üblicherweise unter 1 Volt. Ein leichtes Erhöhen ist nur bei extremen Taktraten sinnvoll.
VCCSA: Steht für System Agent Voltage und wirkt sich auf CPU-Versorgungsspannung und VCC/CPUIO aus. Standardmäßig unter 1 Volt, muss dieser Wert nur bei extremer Übertaktung der Base Clock, wenn überhaupt, behutsam erhöht werden. Der Maximalwert von 1,4 Volt ist lediglich für Laborexperimente mit unkonventioneller Kühlung interessant.
Memory Multiplier: Gibt das Taktverhältnis für die RAM-Module vor.
Memory Voltage: Versorgungsspannung für die Speichermodule. Sollte höchstens 0,5 V über der VCCIO liegen, denn ansonsten droht Überhitzung.
15 praktische CPU-Tools
AMD Overdrive
Mit AMD Overdrive können Sie die Komponenten Ihres AMD-Systems übertakten, aktuelle Einstellungen überprüfen und mittels Benchmarks und Stabilitätstests austesten.
Mit AMD Overdrive können Sie die Komponenten Ihres AMD-Systems übertakten, aktuelle Einstellungen überprüfen und mittels Benchmarks und Stabilitätstests austesten.
CPU-Z
Die Freeware CPU-Z durchleuchtet Ihre CPU und verrät Ihnen nicht nur die Bezeichnung, sondern auch wesentliche Informationen wie Code Name, Taktrate, Stepping und Revision.
Die Freeware CPU-Z durchleuchtet Ihre CPU und verrät Ihnen nicht nur die Bezeichnung, sondern auch wesentliche Informationen wie Code Name, Taktrate, Stepping und Revision.
CPU Calc
Wer seinen Rechner übertaktet, lebt gefährlich. Denn nur mit den richtigen Werten arbeitet das System auch im schnelleren Modus zuverlässig und absturzfrei. CPU Calc berechnet anhand der Prozessor- und Speicherangaben, welche Werte Sie wofür wählen müssen.
Wer seinen Rechner übertaktet, lebt gefährlich. Denn nur mit den richtigen Werten arbeitet das System auch im schnelleren Modus zuverlässig und absturzfrei. CPU Calc berechnet anhand der Prozessor- und Speicherangaben, welche Werte Sie wofür wählen müssen.
Notebook Hardware Control
Mit dem englischsprachigen Tool kontrollieren Sie, mit welcher Taktrate und Spannung eine Notebook-CPU bei einer bestimmten Auslastung arbeitet.
Mit dem englischsprachigen Tool kontrollieren Sie, mit welcher Taktrate und Spannung eine Notebook-CPU bei einer bestimmten Auslastung arbeitet.
CPUuse
Vor allem für Software-Entwickler soll CPU Use interessant sein. Das Tool bietet über einen Schieberegler die Möglichkeit, den Hauptprozessor mehr oder weniger stark zu belasten. Praktisch etwa, um die Geschwindigkeit von Anwendungen auf schwächeren Systemen zu simulieren.
Vor allem für Software-Entwickler soll CPU Use interessant sein. Das Tool bietet über einen Schieberegler die Möglichkeit, den Hauptprozessor mehr oder weniger stark zu belasten. Praktisch etwa, um die Geschwindigkeit von Anwendungen auf schwächeren Systemen zu simulieren.
CPU Speed Adjuster
Das Tool drosselt die CPU-Leistung des Rechners. So können Sie etwa betagte Spiele auch auf aktuellen Rechnern betreiben, die dafür zu schnell sind.
Das Tool drosselt die CPU-Leistung des Rechners. So können Sie etwa betagte Spiele auch auf aktuellen Rechnern betreiben, die dafür zu schnell sind.
CpuIdle Extreme
Bei vielen Anwendungen dreht die CPU die meiste Zeit Däumchen - bei vollem Arbeitstakt. CPU Idle Extreme versetzt Ihre CPU in solchen Fällen in den Ruhemodus. Dadurch sparen Sie Strom, senken die Temperatur und verlängern die Lebensdauer.
Bei vielen Anwendungen dreht die CPU die meiste Zeit Däumchen - bei vollem Arbeitstakt. CPU Idle Extreme versetzt Ihre CPU in solchen Fällen in den Ruhemodus. Dadurch sparen Sie Strom, senken die Temperatur und verlängern die Lebensdauer.
RightMark CPU Clock Utility
RightMark Clock Utility hilft der CPU Strom zu sparen und senkt die Wärmeabgabe. Haben Sie einen temperaturgesteuerten CPU-Lüfter, vermindern Sie zudem die Lärmentwicklung.
RightMark Clock Utility hilft der CPU Strom zu sparen und senkt die Wärmeabgabe. Haben Sie einen temperaturgesteuerten CPU-Lüfter, vermindern Sie zudem die Lärmentwicklung.
WCPUID
WCPUID verrät Ihnen nicht nur alle technischen Daten der CPU, sondern liefert auch Infos zum Chipsatz, den PCI-Geräten und dem System.
WCPUID verrät Ihnen nicht nur alle technischen Daten der CPU, sondern liefert auch Infos zum Chipsatz, den PCI-Geräten und dem System.
CPU-Control
Mit CPU-Control können Sie die Prozesszuweisung bei Doppelkernprozessoren einstellen. Sie können bestimmte Programme gezielt auf einem ausgewählten Prozessor laufen lassen und ein anderes eben auf dem zweiten Prozessor.
Mit CPU-Control können Sie die Prozesszuweisung bei Doppelkernprozessoren einstellen. Sie können bestimmte Programme gezielt auf einem ausgewählten Prozessor laufen lassen und ein anderes eben auf dem zweiten Prozessor.
CPUCooL
Die Shareware CPUCooL überwacht die CPU-Temperatur und -Lüfterdrehzahl sowie bei zahlreichen Platinen auch die Spannungsversorgung des Hauptplatinen-Chipsatzes.
Die Shareware CPUCooL überwacht die CPU-Temperatur und -Lüfterdrehzahl sowie bei zahlreichen Platinen auch die Spannungsversorgung des Hauptplatinen-Chipsatzes.
Hot CPU Tester
Der Stabilitätstest checkt Ihre CPU und alle anderen entscheidenden Funktionen der Hauptplatine.
Der Stabilitätstest checkt Ihre CPU und alle anderen entscheidenden Funktionen der Hauptplatine.
SpeedFan
Die Freeware SpeedFan liest die Spannungs- und Drehzahlwerte Ihres CPU-Lüfters. Drei Temperaturwerte (CPU, Mainboard, Netzteil) können mit SpeedFan ausgelesen werden.
Die Freeware SpeedFan liest die Spannungs- und Drehzahlwerte Ihres CPU-Lüfters. Drei Temperaturwerte (CPU, Mainboard, Netzteil) können mit SpeedFan ausgelesen werden.
pcwCPUInfos
Mit unserem Tool pcwCPUInfo können Sie herausfinden, welche Funktionen bei Ihrer CPU tatsächlich aktiv sind.
Mit unserem Tool pcwCPUInfo können Sie herausfinden, welche Funktionen bei Ihrer CPU tatsächlich aktiv sind.
WebTemp
WebTemp zeigt Ihnen aktuelle Systemdaten über Ihren Rechner an, wie beispielsweise die Spannungen und Lüfterdrehzahlen, sowie CPU- und Speicherauslastung.
WebTemp zeigt Ihnen aktuelle Systemdaten über Ihren Rechner an, wie beispielsweise die Spannungen und Lüfterdrehzahlen, sowie CPU- und Speicherauslastung.
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