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Die eigene Homepage

27.01.2006 | 15:48 Uhr |

Müssen Sie auf Ihrer privaten Homepage Ihre Adresse angeben? Sind Sie für Inhalte verantwortlich, auf die Sie per Link hinweisen? Hier lesen Sie, wie eine rechtssichere Homepage aussieht.

Sie haben eine Homepage ins Netz gestellt, ohne Ihren Namen und Ihre Adresse auf der Seite anzugeben. Diese Daten sind die Anbieterkennzeichnung, die laut Mediendienstestaatsvertrag und Teledienstegesetz vorgeschrieben ist ( www.internetrecht-rostock.de/gesetze.htm ). Viele Provider weisen in ihren Allgemeinen Geschäftsbedingungen ebenfalls auf die Pflicht zur Anbieterkennzeichnung hin. Welche Angaben müssen Sie wann machen?

Wenn Sie eine Homepage mit rein privaten Inhalten ins Web stellen, können Sie auf die Anbieterkennzeichnung bzw. ein Impressum verzichten. Sobald Sie jedoch beispielsweise Werbebanner einbinden, könnte das als Geschäftstätigkeit ausgelegt werden. Dann sollten Sie diese Angaben machen.

Eine Anbieterkennung ist auf jeden Fall erforderlich, wenn Sie geschäftsmäßig einen Teledienst betreiben (§6 Teledienstegesetz). Darunter fallen beispielsweise Online-Shops oder Datendienste. Die Anbieterkennung muss dann Ihren Namen, Ihre Anschrift sowie eine Telefonnummer im Festnetz und eine Mail-Adresse enthalten.
Eine fehlende oder falsche Anbieterkennzeichnung könnte gemäß §12 Teledienstegesetz mit einem Bußgeld von bis zu 50.000 Euro bestraft werden.

Betreiben Sie auf Ihrer Homepage beispielsweise einen Weblog, gilt die Impressumspflicht für Mediendienste gem. §10 Mediendienstestaatsvertrag. In dem Fall reicht es, wenn Sie Ihren Namen und Ihre Anschrift veröffentlichen.

Gehört die Homepage mehreren Personen oder einer Gruppe, beispielsweise einem Verein, müssen Name und Anschrift des Vertretungsberechtigten genannt werden. Erscheinen auf der Homepage regelmäßig Beiträge ähnlich wie in einer Zeitung, muss für diese Inhalte ein Verantwortlicher mit Name und Adresse genannt werden.

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