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Karten und Navigation

Die besten Tipps und Tricks zu Google Maps

25.07.2015 | 09:18 Uhr |

Manche Dinge sind plötzlich einfach da, so wie der neue Fahrspurassistent in der Navigations-App. Vieles andere von Google Maps aber sieht man erst auf den zweiten Blick.

Google Maps ist die mit Abstand am meisten genutzte Online-Karte. Schon die Browser-Version bietet jede Menge Funktionen, darunter die Streetview-Ansicht . Vor allem in größeren Städten bewegt man sich damit reell durch die Straßen, ermöglicht durch die 360-Grad-Aufnahmen der Google-Fahrzeuge. Wo genau Streetview verfügbar ist, sehen Sie an den blauen Straßenmarkierungen, sobald Sie in Google Maps rechts unten auf das gelbe Streetview-Männchen klicken. Streetview funktioniert übrigens auch, wenn man von der üblichen Karten- in die „Earth“ genannte Satellitenansicht wechselt. Wo die Straßenansicht nicht verfügbar ist, zeigt Google nach einem Klick auf die Foto-Symbole in der Leiste am unteren Bildschirmrand immerhin örtliche Fotos.

Am Brandenburger Tor in Berlin? Nicht ganz, denn tatsächlich sitzen wir nur vor dem PC. Doch die Streetview-Ansicht ermöglicht das „Herumflanieren“ vor Ort.
Vergrößern Am Brandenburger Tor in Berlin? Nicht ganz, denn tatsächlich sitzen wir nur vor dem PC. Doch die Streetview-Ansicht ermöglicht das „Herumflanieren“ vor Ort.

75 verrückte Bilder auf Google Street View

Ist in Google Maps einen Ort gewählt, zeigt der Browser auf Wunsch die Verkehrslage, Radwege („Fahrrad“) oder eine topografische Karte mit Höhenlinien („Gelände“). Noch mehr Möglichkeiten bietet die Navigation: mit dem Auto, zu Fuß, mit Bahn oder Flugzeug. Teilweise ist auch der innerstädtische Nahverkehr enthalten, vollständig sind dies allerdings nur die Städte bzw. Verkehrsunternehmen, die über die komplette Transit-Funktion verfügen. Der Eintrag „Layer only“ in der Auflistung genügt nicht. Hervorzuheben ist noch das Höhenprofil bei der Routenplanung per Fahrrad, denn ein kleiner Umweg kann weniger anstrengend sein als eine Steilstück.

Im Ausland oder in Gebieten mit schwacher Netzabdeckung hilft die Offline-Nutzung von Google Maps auf dem Android-Smartphone oder -Tablet. Zum Herunterladen der Offline-Karte wählen Sie auf dem Mobilgerät den gewünschten Kartenausschnitt und tippen zum Speichern oben in die Suchzeile. Scrollen Sie nun ganz herunter zur Option „Karte für Offlinenutzung speichern“, tippen auf „Speichern“ und vergeben dann eine Kartenbezeichnung. Die Karte lässt sich zunächst 30 Tage offline nutzen, danach werden die Kartendaten gelöscht, sie können aber erneut nachgeladen werden. Die Offline-Maps stellen allerdings keineswegs alle Funktionen von Google Maps dar, eine vollwertige kostenlose App für die Offline-Navigation gibt es mit Nokia Here .

Profi-Tipps für Google Maps

Privat wenig genutzt wird auch die Option, eigene Karten in Google Maps zu erstellen. Dazu meldet man sich mit seinem Google-Account an und setzt den Mauscursor in das leere Suchfeld. Daraufhin erscheint darunter die Funktion „My Maps“. Über „Erstellen“ generieren Sie eine neue, eigene Karte, in der sich beliebige Routen darstellen, Linien zeichnen, Flächen messen oder Markierungen einfügen lassen. Das Ergebnis kann man einem begrenzten Kreis nur Nutzung weitergeben oder ganz allgemein veröffentlichen. Wenn es nur darum geht, eine Karte einzubetten oder einen Ausschnitt – gegebenenfalls mit Routenführung – als Link freizugeben, reicht ohne Einloggen rechts unten ein Klick auf das Werkzeugsymbol gefolgt von „Karte freigeben oder einbetten -> Link teilen“.
Tipp: In „Einstellungen -> Meine Orte -> Maps Labs“ ermöglicht Google einige weitere Beta-Funktionen zu seinem Kartendienst.

Die hier abgebildeten „eigenen Karten“ bieten unter anderem die Möglichkeit, Entfernungen oder Flächen zu vermessen.
Vergrößern Die hier abgebildeten „eigenen Karten“ bieten unter anderem die Möglichkeit, Entfernungen oder Flächen zu vermessen.

Indoor-Navigation und Rundgänge durch Museen

Die Navigation und Kartendarstellung von Google beschränkt sich keineswegs auf das „Draußen“ und klassische Landkarten. Innerhalb von Gebäuden soll die Indoor-Navigation mit der Maps-App auf dem Mobilgerät bei der Orientierung helfen, allerdings leidet das Projekt auch mehr als zwei Jahre nach dem Start weiter an vielen Kinderkrankheiten . Zum einen beschränkt sich die Möglichkeit der Innenraumorientierung in Deutschland nach wie vor auf drei Flughäfen, zwei Fußballstadien, ein paar Museen und diverse Shoppingcenter und Einzelhändler, darunter Saturn und Ikea. Zum zweiten hakt es aber auch an der Technik: Die Trilateration, also die Ortsbestimmung über WLAN-Sender ist in vielen der ausgerüsteten Gebäude nur mangelhaft umgesetzt, Positionierung und Orientierung sind also entsprechend ungenau.

Besser funktioniert das Google Art Projekt , welches virtuelle, kostenlose Rundgänge durch fast 500 bedeutende Museen aus der ganzen Welt ermöglicht – eine Art Indoor-Pendant zu Streetview.

Das Google Art Projekt ermöglicht im Browser kostenlose virtuelle Rundgänge durch Museen in aller Welt, so auch durch die Alte Nationalgalerie in Berlin.
Vergrößern Das Google Art Projekt ermöglicht im Browser kostenlose virtuelle Rundgänge durch Museen in aller Welt, so auch durch die Alte Nationalgalerie in Berlin.
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