Speicher

Die besten SSD-Lösungen für Ihr Unternehmen

Mittwoch den 18.04.2012 um 10:24 Uhr

von Logan G. Harbaugh

Wir zeigen, wofür sich SSDs im Unternehmeneinsatz verwenden lassen.
Vergrößern Wir zeigen, wofür sich SSDs im Unternehmeneinsatz verwenden lassen.
Schneller, leistungsstärker, stromsparend: In immer mehr Unternehmen kommen SSD-Festplatten zum Einsatz. Wir verraten, wofür sich die Anschaffung lohnt.
Solid-state Drives (SSDs) gewinnen immer mehr an Beliebtheit – auch im Business-Bereich. Und dort insbesondere bei den Firmen, die Wert auf Schnelligkeit, Zuverlässigkeit und wenig Stromverbrauch legen. Denn in diesen Punkten sticht die kleine SSD ihren großen Bruder HDD gnadenlos aus. Bisher waren SSD-Platten aber noch relativ teuer. Die gute Nachricht: Sie werden immer günstiger. So könnten sich die Power-Platten für viele Business-Bereiche bezahlt machen, wie für Server-Farmen, Laptops und auch für Desktop-Rechner im Büro.

Datenzentren etwa haben gleich mehrere Möglichkeiten, SSDs sinnvoll zu nutzen: Als Ergänzung zu anderen Speichermedien, als Cache oder als Tier Zero. So können zum Beispiel die meistgenutzten Dateien auf SSD-Festplatten gelagert werden, wohingegen die seltener genutzten Daten auf langsamere Medien abgeschoben werden. Gerade im Bereich der Datenspeicherung bei Firmen finden Sie sowohl reine SSD-Speichersysteme, als auch Kombinationen aus SSD und älteren, rotierenden Platten. Wir klären im Folgenden, wie Sie die kleinen, teuren Helferlein am sinnvollsten einsetzen.

1. Die SSD als Boot-Laufwerk

Beim Gebrauch mit Desktop-Rechnern ist es nützlich, wenn Sie Ihre SSD als Boot-Laufwerk einsetzen und eine größere, normale Festplatte als Daten-Laufwerk. So holen Sie die maximale Leistung und Schnelligkeit fürs Booten und das Starten wichtiger Programme aus Ihrem PC, müssen gleichzeitig für eine große Menge an Speicherplatz aber nicht zu tief in die Tasche greifen. In Datenzentren verbessert die SSD die Datenbank- und Virtual-Desktop-Infrastruktur (VDI) erheblich. Speichersysteme, die SSDs als Cache oder Tier Zero nutzen, profitieren von der hohen Leistung der SSD, gepaart mit den günstigen Kapazitäten von normalen Festplatten. Bei Laptops verhält es sich mit diesem Zweifach-Profit ein bisschen komplizierter; denn er setzt voraus, dass Ihr Laptop groß genug ist, um mindestens zwei Festplatten aufzunehmen. Neuere, noch eher seltene Laptop-Modelle haben hingegen bereits eine SSD auf dem Motherboard integriert, bieten aber trotzdem einen zusätzlichen 2,5-Zoll-Schacht für eine normale HDD.

2. Die Hybrid-Lösung

Im Idealfall sollten Sie verschiedene Speichersysteme einrichten und sie so einstellen, dass nur die wichtigsten Daten auf die wertvolle SSD wandern. Zum Beispiel werden Audio- und Video-Dateien in Echtzeit abgespielt, die Leistung einer Festplatte ist hier in aller Regel nicht ausschlaggebend. Ganz anders sieht es hingegen bei der Bearbeitung von Audio- und Videodateien aus. Auch Nutzer-Verzeichnisse mit Textdateien und zahlreichen gleichartigen Daten benötigen keine SSD-Power. Riesige Datenbanken, von Nutzern häufig angefragte Inhalte und Grafik-intensive Dateien freuen sich jedoch über den Extraschub Leistung.

3. Stromsparpotenzial?

Ursprünglich wurden SSDs vor allem für Laptops produziert, da die Hersteller dachten, sie kämen der Akkulaufzeit zugute. Leider ein Trugschluss, denn die Hintergrundbeleuchtung des Bildschirms, CPU, RAM und Grafik-Chipsatz zehrten weitaus mehr am Strom als die Festplatte – egal ob HDD oder SSD. Zwar stimmt es, dass SSDs weniger Strom verbrauchen als HDDs, doch selbst 90 Prozent Einsparungen in einem System, das insgesamt nur 1 Prozent der gesamten Strommenge verbraucht, rechtfertigen den hohen Aufpreis nicht - und das gilt nicht nur für Laptops, sondern auch für große Firmen-Systeme und Desktop-Rechner.

Mittwoch den 18.04.2012 um 10:24 Uhr

von Logan G. Harbaugh

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