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Die beste Tastatur für jede Preisklasse - Kaufratgeber 2015

25.09.2015 | 09:22 Uhr |

Wir haben Kaufempfehlungen für jeden Geldbeutel parat: günstig, mittel und teuer. Das sind die besten Tastaturen für 2015.

Gutes Handwerkszeug ist unerlässlich: Ein waschechter Handwerker würde kaum mit Werkzeugen vom Discounter um die Ecke hantieren. Ähnlich verhält es sich auch mit den Eingabegeräten, wie der Tastatur, für den PC. Deshalb haben wir unsere PC-WELT-Empfehlungen zusammengestellt: Eine günstige, eine mittlere und eine teure Variante für jede Preisklasse. Hinweis: Stand der Preise ist der 22. September 2015.

So finden Sie die perfekte Tastatur

Tastaturen: Zurück zu den Wurzeln

Die meisten Tastaturen setzen auf die günstige Rubberdome-Technik: Hierbei legt der Hersteller eine Kunststoffmatte mit kleinen Gummiglocken (Rubberdome) unter das Tastenfeld. Auf Dauer leidet aber dieser Widerstand. Deshalb schwören viele Nutzer mittlerweile auf mechanische Tastaturen . Wirklich mechanisch sind dabei eigentlich nur die Tastenmodule an sich, die eine Feder sowie zwei Kontakte aus Aluminium oder anderem Material beinhalten. Ganz neu ist diese Technik natürlich nicht, denn bereits die schweren IBM-Keyboards nutzten diese Art von Signalübertragung – deshalb zurück zu den Wurzeln. Doch aufgrund des geringeren Entwicklungsaufwands und dem günstigeren Zusammenbau haben sich die Rubberdomes eher durchgesetzt.

Vor allem im Gaming-Sektor feiern die mechanischen Schalter (oder auch Switches) einen wahren Siegeszug, denn Spieler schätzen das spürbare Feedback, das präzise sowie zuverlässige Auslösen sowie die Haltbarkeit der mechanischen Tastaturen. Groß ist mittlerweile auch die Auswahl an verschiedenen Schaltern, die beispielsweise schneller, linear oder leise auslösen. So kann sich der Nutzer die Tastatur holen, die ihm am besten gefällt. Die bekanntesten Vertreter der Mechanik-Zunft sind die Cherry-MX-Schalter, die 50 Millionen Anschläge überstehen.

Mittlerweile entwickeln viele Konkurrenten ihre eigenen Switches, um sich von Cherry abzusetzen: Dazu zählen beispielsweise die Romer-G von Logitech, QS1 von Steelseries und die Razer-Schalter. Doch diese Technik hat leider seinen Preis.

Bei der Ausstattung finden Sie oft zusätzliche USB- und Audioanschlüsse – das bietet sich an, um beispielsweise das Headset oder die Maus anzustöpseln. Bei langen Gaming- oder Schreib-Sessions sollte eine Handballenauflage nicht fehlen. Fast schon Standard bei mechanischen Tastaturen ist die Hintergrundbeleuchtung der Tasten – früher nur einfarbig, heute erstrahlen die LEDs im RGB-Farbraum (16,8 Millionen Farben). Allerdings ist diese Technik ebenfalls sehr teuer, da es sich hierbei um eine Einzeltastenbeleuchtung handelt. Das heißt, dass jede Taste über eine einzelne Leuchte verfügt.

Einsteiger-Tastatur: Cherry MX Board 3.0

Cherry MX Board 3.0: Das Einsteigermodell in Sachen Mechanik-Tastaturen kostet ca 65 Euro.
Vergrößern Cherry MX Board 3.0: Das Einsteigermodell in Sachen Mechanik-Tastaturen kostet ca 65 Euro.

Das Cherry MX Board 3.0 eignet sich hervorragend für den Einstieg in die Welt der mechanischen Tastaturen. Und dabei verzichtet das Keyboard auf (vermeintlichen) Firlefanz wie eine Hintergrundbeleuchtung, Makro- und Profilfunktionen sowie eine Handballenauflage und erlaubt den Fokus aufs Wesentliche: nämlich die mechanischen Cherry-MX-Schalter, die der Nutzer in verschiedenen Ausführungen (Farben) kaufen kann, die sich untereinander in der Bedienweise leicht unterscheiden. Das Design ist eher einer Büroumgebung angepasst und kommt schlicht und schlank daher.

Doch auch puristische Gamer müssten zufrieden mit dem Keyboard sein, allerdings dürften die fehlenden Makros oder Profile schmerzlich vermisst werden. Preis: 65 Euro

+ Pro

  • Verschiedene mechanische Schalter

  • Schlichtes und schlankes Design

– Contra

  • Keine Handballenauflage

  • Keine Beleuchtung

  • Keine Profil- oder Makrofunktion

Mittelklasse: Logitech Orion Spark G910

Logitech Orion Spark G910: Selbst entwickelte Schalter sorgen für ein anderes Tippgefühl.
Vergrößern Logitech Orion Spark G910: Selbst entwickelte Schalter sorgen für ein anderes Tippgefühl.

Das aktuelle Flaggschiff aus dem Hause Logitech besteht komplett zwar nur aus Kunststoff, das aber der Hersteller sehr sauber verarbeitet hat. Das Highlight sind allerdings die mechanischen Romer-G-Schalter, die Logitech zusammen mit Omron entwickelt hat. Diese taktilen Switches sollen sich 25 Prozent schneller auslösen lassen als andere Schalterversionen. Innerhalb des Schaltermoduls sorgt eine Spiralfeder für das Zurückschnellen der gedrückten Taste. Ein „Lichtkanal“ mit einer RGB-Leuchte sitzt mittig unter der Tastenkappe und sorgt für eine satte sowie effektreiche Ausleuchtung.

Die Tastenkappen selbst sind mit leichten Mulden und stellenweise mit Mustern lasergraviert, um das Blindtippen zu erleichtern. Hinzu kommen separate Multimedia- und Makro-Tasten. Außerdem lässt sich das Smartphone oder Tablet nicht nur in der G910 docken, sondern dank einer Gratis-App auch als Second-Screen nutzen, um beispielsweise weitere Befehle für Spiele darauf abzulegen oder das Innere des PCs zu überwachen. Preis: 135 Euro

+ Pro

  • Satte RGB-Beleuchtung

  • Mobilgeräte als Second-Screen

  • Markante Tastenkappen

– Contra

  • Kein USB- oder Audio-Hub

  • Nur Kunststoff

  • Asymmetrische Handballenauflage

Oberklasse: Corsair Vengeance K95 RGB

Corsair Vengeance K95 RGB: Die Oberklasse kommt mit Alu-Gehäuse und Handballenauflage.
Vergrößern Corsair Vengeance K95 RGB: Die Oberklasse kommt mit Alu-Gehäuse und Handballenauflage.

Die K95 RGB besteht hauptsächlich aus schwarzem Aluminium und hinterlässt in Kombination mit seiner tadellosen Verarbeitung einen sehr wertigen Eindruck. Außerdem kommt das Keyboard mit einer ansteckbaren Handballenauflage und bietet eine Vielzahl an separaten Makrotasten (18 Stück!). Der Hersteller verwendet die Cherry-MX-Switches, die er in verschiedenen Ausführungen anbietet – damit bedient Corsair so ziemlich alle Wünsche. Die Neuauflage der Tastatur kommt mit einer programmierbaren RGB-Beleuchtung, die sich wie die Makrotasten im umfangreichen Treiber programmieren lassen. Die Bauweise der Tastenfelder ist erhöht und sorgt zwar für eine auffällige Optik, allerdings ist diese Anordnung auch recht anfällig für Staub und Schmutz. Preis: 185 Euro

+ Pro

  • Stabiles Aluminiumgehäuse

  • Verschiedene Schalter zur Auswahl

  • Viele Makrotasten

  • Ansteckbare Handballenauflage

– Contra

  • Schmutzanfällig unter den Tasten

  • Teuer

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