30.05.2010, 09:48

Benjamin Schischka

Ratgeber Notebooks

Die Wahl der CPU

Die CPU ist das Herzstück jedes Computers und verantwortlich dafür, dass das Betriebssystem und andere Software-Programme flüssig laufen. Eine schnellere CPU ist also gleichbedeutend mit schnelleren Programmen - aber leider auch mit kürzerer Akku-Laufzeit und höheren Anschaffungskosten.
Beinahe jedes Laptop-Modell auf dem Markt ist derzeit mit einer CPU von Intel oder AMD ausgestattet. Wenn Sie sich ein Netbook zulegen möchten, werden Sie feststellen, dass diese meistens auf einen Intel-Atom-Prozessor setzen. Die einzelnen Atom-Prozessoren unterscheiden sich in puncto Performance nur unwesentlich voneinander. Legen Sie aber Wert auf sehr lange Akku-Laufzeiten, halten Sie Ausschau nach einem Netbook mit dem relativ neuen N450 Atom Prozessor. Der saugt etwas weniger an der Batterie, als andere Modelle.
Ultraportable Geräte benutzen hingegen meist einen niedrig getakteten AMD- oder Intel-Prozessor. Diese Chips sind oft Dual-Core-CPUs, ähnlich den Prozessoren in Standard-Notebooks, laufen aber mit deutlich geringerer Gigahertz-Zahl - zum Beispiel 1,2 Gigahertz statt 2,1 Gigahertz. In dieser Prozessor-Kategorie gibt es Unmengen an Modellen, deren Auflistung hier den Rahmen sprengen würde. Beim Kauf eines solchen Prozessors kann man sich aber dennoch an einigen Regeln orientieren. Zum einen: Je mehr Cache ein Prozessor zu bieten hat, desto besser. Auch höhere Taktfrequenzen sind empfehlenswert, saugen aber auch stärker an der Laptop-Batterie. AMD-CPUs sind geringfügig langsamer als ihre Pendants von Intel, dafür aber oft deutlich günstiger zu haben. Denken Sie auch daran, dass einige ultraportable Laptops auf den Einsatz von untertakteten CPUs verzichten. Diese arbeiten dann wesentlich schneller, verlangen aber bereits nach wenigen Stunden wieder nach Strom.
Allzweck-Laptops und Desktop-Ersatz-Geräte gibt es sowohl mit Dual-Core- als auch mit Quad-Core-CPUs in vielen verschiedenen Taktungen. Intels Core i3 und Core i5 CPUs sind für die meisten Nutzer exzellente Modelle. Einzig diejenigen, die dringend auf eine Quad-Core-CPU angewiesen sind - zum Beispiel um Videos zu kodieren oder aktuelle Spiele zu spielen - sollten stattdessen einen Blick auf Intels Core i7-Prozessor werfen. Der ist mit mehr Cache und höherer Taktfrequenz ausgestattet. Streng genommen ist jedoch jede CPU über 2 Gigahertz schnell genug, um jegliche Basis-Programme auszuführen - zum Beispiel zum Abspielen von Musik, Surfen im Web, für Browser-Games, E-Mail-Dienste oder Videos.
Noch immer gibt es viele Laptop-Modelle, die mit einer Core 2 Duo CPU verkauft werden, also dem Vorgängermodell der aktuellen Dual-Core-Generation von Intel. Diese Modelle sind völlig in Ordnung für alltägliche Aufgaben, sofern sie über genügend Cache verfügen und die Gigahertz-Zahl ausreichend ist. Prozessoren mit nur 1 bis 2 Megabyte Cache sollten beispielsweise gemieden werden. Vorsicht ist geboten bei Laptops mit Intel Celeron oder Pentium CPUs, sowie bei den Geräten, die mit einer AMD Sempron CPU ausgestattet sind. Diese Prozessoren sorgen zwar dafür, dass der Laptop extrem günstig angeboten werden kann, kosten jedoch große Einbußen bei der Performance.
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