Ratgeber WLAN-Standards
Die WLAN-Standards 11g, 11a und 11b
Viele Chipsatz-Hersteller entwickelten den 11g-Standard auf eigene Faust weiter, um höhere Transferraten anbieten zu können. Dazu nutzten sie häufig Technologien, die auch bei 11n zum Einsatz kommen sollten: Zum Beispiel das Channel Bonding, also das Übertragen auf 40 MHz breiten Kanälen. Damit konnte aber nur noch ein WLAN störungsfrei im 2,4-GHz-Band arbeiten.
Der Standard 802.11a bietet die gleichen Transferraten wie 11g, überträgt aber auf der 5-GHz-Frequenz. Diese Frequenz bietet mehr Kanäle mit größerer Bandbreite: Daher lassen sich dort 19 WLANs parallel störungsfrei betreiben. Allerdings arbeiten auf dieser Frequenz auch Radaranwendungen. 11a-Geräte müssen deshalb durch das Anpassen ihrer Sendeleistung (Transmit Power Control) und den automatischen Wechsel zu einem anderen Kanal (Dynamic Frequency Selection) sicherstellen, dass sie diese nicht stören.
Der älteste WLAN-Standard 802.11b spielt heute keine Rolle mehr – obwohl seine Einführung 1999 die Popularität von WLAN begründete. Die Praxis-Transferraten von 3 bis 5 MBit/s genügen selbst bescheidenen Surfern nicht mehr. Außerdem nutzt 11b eine andere Modulation als 11g und 11n: Die alten 11b-Geräte bremsen also schnellere WLAN-Komponenten aus, selbst wenn sie nicht übertragen.


