Die Tricks der Windows-Cracker

Cracker-Tricks: Windows für Lau upgraden

Freitag den 01.07.2011 um 10:45 Uhr

von Christian Löbering

Seit Vista packt Microsoft alle Windows-Versionen auf jede DVD - von der Starter bis zur Ultimate Edition. Crack-Profis können diese daher mit wenigen Klicks freischalten.
Jede reguläre Kauf-DVD von Windows enthält sämtliche Versionen des Betriebssystem, sogar in den jeweiligen 32- oder 64-Bit-Fassungen.

Dadurch erhält der Käufer die Möglichkeit, eine kleinere Windows-Edition wie „Starter“, „Home Basic“ oder „Home Premium“ später kostenpflichtig auf eine größere wie „Professional“ oder „Ultimate“ zu aktualisieren, ohne Windows dafür neu installieren zu müssen. Bei Windows 7 ist für einen solchen Upgrade-Vorgang noch nicht einmal mehr die Windows-DVD erforderlich.

Alle Details & Tricks des Windows-Kopierschutzes

 

Erfolgreiches Windows Anytime Upgrade.
Vergrößern Erfolgreiches Windows Anytime Upgrade.

Solche Aktualisierungsvorgänge regelt die Funktion Windows Anytime Upgrade. Sie ist standardmäßig in der Systemsteuerung der kleinen Windows-Editionen zu finden. Über sie kann entweder ein Upgrade-Schlüssel für eine größere Windows-Edition gekauft oder ein bereits gekaufter eingetragen werden. Dieser Schlüssel wird nach der Eingabe in das Anytime-Upgrade-Fenster überprüft. Danach muss den Lizenzbedingungen zugestimmt werden. Im letzten Schritt wird Windows dann entsprechend aktualisiert. Danach startet das Betriebssystem den PC neu, und es startet in der höherwertigen Variante.

Achtung: Dieses Upgrade funktioniert nur in derselben Basistechnik, also nur von einer 32- auf eine 32-Bit-Fassung oder von einer 64- auf eine 64-Bit-Edition. Und: Im Anschluss an das Anytime Upgrade muss Windows eventuell neu aktiviert werden.

Windows 7: So umgehen Cracker die Aktivierung

Anytime Upgrade Keygenerator: Auch für das Anytime Upgrade haben Programmierer Cracks entwickelt. Mit speziellen Keygeneratoren können Upgrade-Schlüssel erzeugt werden, die etwa aus einer Home-Premium- eine Ultimate-Edition machen. Obwohl viele dieser Keygeneratoren testweise zumindest bei englischsprachigen Windows-7-Versionen funktioniert haben, könnte Microsoft die von ihnen erzeugten Schlüssel auf eine schwarze Liste setzen und somit das Upgrade unterbinden.

Das unternimmt Microsoft gegen Raubkopien
Die Aktivierungs- und Kopierschutz-Funktionen aller Windows-Versionen ab XP wurden attackiert. Entsprechende Knackprogramme sind inzwischen einfach und ohne Spezialwissen zu bedienen. PC-WELT hat Ben Basaric, Produkt Marketing Manager Windows bei Microsoft Deutschland, zur Weiterentwicklung der Kopierschutz-Mechanismen in Windows befragt.

Cracker & Ihre Tricks für Windows XP

PC-WELT: Die so genannten „Windows Loader“-Hacks für Windows 7 scheinen auch nach dem SP1 und nach dem Update KB971033 noch zu funktionieren. Welche Maßnahmen ergreift Microsoft, um die Raubkopien von Windows 7 zu reduzieren?

Ben Basaric: Die Antwort lautet KB971033. Das ist das Programm, mit dem die Echtheit der Software überprüft wird. Informationen dazu finden Kunden auf Support Microsoft . Mithilfe der Windows-Aktivierungstechnologie kann der Nutzer sicherstellen, dass die auf dem Computer ausgeführte Kopie von Windows 7 eine Originalversion ist. Außerdem hilft die Windows-Aktivierungstechnologie beim Schutz vor den Risiken gefälschter Software.

PC-WELT: Das Update KB971033 stößt bei einigen Benutzern auf Kritik – gerade wegen der periodischen 90-Tage-Checks. Sind die wiederholten Überprüfungen gerechtfertig? Kann ein Windows, das heute als gültig aktiviert erkannt wird, morgen illegal sein?

Ben Basaric: Es ist immer möglich, dass ein Windows-System durch einen uns noch nicht bekannten Computer-Hack als „Genuine“ angezeigt wird. Die periodischen 90-Tage-Checks bieten einen guten Lösungsansatz für dieses Problem. Sie gewährleisten die nachhaltige Überprüfung von gefälschter Software. Gerade dadurch kann Microsoft diese neuen Hacks im System registrieren, so dass dieses Windows dann auch als „illegal“ verifiziert wird – was es schon immer war. Hiermit ergibt sich die stetige Möglichkeit einer Kontrollerweiterung und -entwicklung, wodurch auch die Nutzer vor neuen Risiken gefälschter Software geschützt werden. Das KB971033 kann übrigens im Nachhinein auch wieder deinstalliert werden.

PC-WELT: XP verliert langsam an Bedeutung, dennoch gibt es auch hier Cracks, die nach SP3 noch laufen. Wird es noch weitere Updates oder andere Maßnahmen geben, um den Kopierschutz von XP zu verbessern?

Ben Basaric: Microsoft stellt für alle Betriebssysteme Programme zur Verfügung, die die Echtheit feststellen können. Mit den WGA- und WAT-Notifications wird der Nutzer also benachrichtigt, wenn es sich bei einer Kopie von Windows XP nicht um eine Originalversion von Microsoft handelt. Folglich erfolgt auch nur eine Benachrichtigung, wenn die Kopie die Gültigkeitsprüfung nicht bestanden hat. Weitere Informationen dazu gibt es unter support microsoft . Sollte der Kunde eine gefälschte Windows-Software erworben haben, so kann er sich auch an unseren Produktidentifikationsservice (PID) wenden. Dort erhält er, wenn er den Kaufnachweis mitschickt, eine Originalversion . Microsoft liegt viel daran, dass nicht die Opfer der Software-Piraterie Nachteile haben, sondern diejenigen, die professionell damit Handel treiben.

Freitag den 01.07.2011 um 10:45 Uhr

von Christian Löbering

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