Windows-Cracker

Alle Details & Tricks des Windows-Kopierschutzes

Mittwoch, 15.06.2011 | 09:54 von Christian Löbering
Bildergalerie öffnen 1. Automatische Updates aktivieren
Windows funktioniert auch ohne Aktivierung - allerdings nur 30 Tage ohne Einschränkungen. Wir erklären alle Funktionen und Tricks des Windows-Kopierschutzes.
Bei den älteren Windows-Versionen genügte es noch, bei der Installation eine gültige Seriennummer einzugeben. Die stand meist auf der Hülle der Installations-CD oder – bei einem vorinstallierten Windows – auf einem Etikett auf dem PC.

Windows-Installation-Gültigkeitsprüfung
Vergrößern Windows-Installation-Gültigkeitsprüfung

Windows Produkt Aktivierung (WPA): Während der Installation von Windows XP müssen Sie die Seriennummer eingeben, die der Windows-CD/DVD beiliegt. Anders lässt sich diese Windows-Version nicht auf den PC aufspielen. Windows Vista und 7 dagegen können Sie auch ohne Eingabe einer Seriennummer installieren und testen. Spätestens zur Aktivierung müssen Sie aber die Nummer eingeben.

Nach der Windows-Installation haben Sie 30 Tage Zeit, um die Aktivierung bei Microsoft zu erledigen. Wenn Sie das tun, generiert das Betriebssystem zunächst einen Code aus bestimmten Hardware-Kenndaten Ihres PCs, und zwar aus den sechs Kategorien „Monitore“, „Netzwerkadapter“, „IDE/SCSI-Controller“, „Arbeitsspeicher“, „Prozessoren“ und „Laufwerke“. Diesen Code sendet der PC zusammen mit der Windows-Identifikationsnummer, die von der Seriennummer abgeleitet wird, via Internet an Microsoft. Alternativ kann der Code auch via Telefon an eine Aktivierungs-Hotline durchgegeben werden. Seit Windows XP Service Pack 1 wird zusätzlich die Seriennummer direkt übermittelt. Werden Seriennummern massenhaft genutzt, kann Microsoft sie auf einer schwarzen Liste führen und von Updates ausklammrn.

So schützen Sie Ihre Passwörter

Wenn der Microsoft-Server die Aktivierungsdaten als gültig angenommen hat, sendet dieser einen Aktivierungscode zurück, mit dem Windows freigeschaltet wird. Schlägt die Aktivierung fehl oder überschreiten Sie den Testzeitraum ohne Aktivierung, verhalten sich die Windows-Versionen unterschiedlich: Windows XP kann dann nur noch im abgesicherten Modus betrieben werden. Windows Vista ohne Service Pack 1 läuft nur noch mit einer stark eingeschränkten Funktionalität.

Windows Vista ab Service Pack 1 und Windows 7 laufen dagegen ganz normal weiter. Es erscheint aber eine Einblendung auf der Windows-Oberfläche, die Sie darüber informiert, dass die Windows-Installation ungültig ist. Außerdem wird der Bildschirmhintergrund jede Stunde auf Schwarz zurückgestellt, und es erscheinen regelmäßig Aufklappfenster, die Sie dazu auffordern, Windows endlich zu aktivieren. Es können in diesem Zustand auch lediglich wichtige Sicherheits-Updates geladen werden, andere per „Windows Update“-Funktion angebotene Microsoft-Programme und Aktualisierungen sind gesperrt.

So können Sie die Windows-Aktivierung umgehen
Windows Genuine Advantage (WGA): Zusätzlich zur Produktaktivierung hat Microsoft einen zweiten Kopierschutz für Windows namens „Windows Genuine Advantage“ (kurz: WGA) eingeführt. Er besteht aus zwei Komponenten, und zwar „WGA Notification“ und „WGA Validation“. WGA errechnet, ähnlich wie WPA, einen Hardware-Code und sendet ihn mit der Windows-Identifikationsnummer an Microsoft, wo die Legalität der Installation überprüft wird.

Die WGA-Notification-Funktion wurde und wird als Update KB905474 ausgeliefert. Nach dessen Installation wird Windows bei jeder Benutzeranmeldung auf Rechtmäßigkeit überprüft, sofern eine Internetverbindung besteht. Schlägt diese Überprüfung fehl, erscheinen regelmäßig Aufklappfenster, die Sie dazu auffordern, Windows neu prüfen zu lassen. Dann können auch nur noch wichtige Sicherheits-Updates geladen werden.

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Die WGA-Validation-Funktion kommt ins Spiel, wenn Sie von den Microsoft-Internetseiten ein Programm laden möchten, etwa den Windows Media Player. Dann werden Sie aufgefordert, eine Gültigkeitsprüfung durchführen zu lassen. Dazu wird im Internet Explorer eine Erweiterung installiert und ausgeführt. Falls Sie einen anderen Internet-Browser verwenden, müssen Sie ein Gültigkeitsprüfungstool laden und ausführen. Das erzeugt eine Zeichenfolge, die Sie in die Microsoft-Internetseite kopieren müssen. Nach einem Klick auf „Überprüfen“ wird wieder die Rechtmäßigkeit der Windows-Installation geprüft. Nur wenn dieser Check erfolgreich verläuft, kann das Programm geladen werden. Andernfalls sind die Konsequenzen die gleichen wie bei einer fehlgeschlagenen Prüfung von WGA Notification.

Übrigens: Einige Microsoft-Programme enthalten ebenfalls die Überprüfungsfunktion, etwa die Security Essentials. Wenn Sie diese installieren, wird Ihr Windows automatisch geprüft.

Mittwoch, 15.06.2011 | 09:54 von Christian Löbering
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