17.01.2008, 12:24

Damina Robota

Ausblick in die Gaming-Zukunft

Die Probleme des PCs

All das, was die Konsolen nun nachholen, beherrscht der PC schon lange, und dazu vieles immer noch besser. Die Präzision der Maus-Tastatur-Steuerung ist unübertroffen, die Leistungsfähigkeit hochgerüsteter Systeme weit jenseits der von Konsolen, und PC-Spieler schöpfen aus der schier endlosen Fülle des Internets ohne Gängelei durch vorgeschaltete Online-Plattformen. Den Spitzenleistungen stehen aber gravierende Probleme gegenüber, die der PC seit Jahrzehnten nicht in den Griff bekommt.
Komfort: PC-Besitzer können nur davon träumen, eine DVD einzulegen und loszuspielen. Erst muss das Programm installiert werden, dazu am besten aktuelle Treiber, DirectX, OpenAL, vielleicht noch der Acrobat Reader fürs digitale Handbuch.
Wer Windows nicht beherrscht, kommt sowieso nicht weit. Und nach dem Spielstart? Erst mal ins Optionsmenü, um die Grafikeinstellungen an die Hardware anzupassen, Neustarts inklusive. "Als erfahrener Anwender vergisst man leicht, was für eine albtraumhaft mühsame Plattform der PC mit seinen Treiberfragen, Vista-Problemen und Kompatibilitätsärgernissen für Anfänger ist", erinnert der 3D-Realms-Mann Scott Miller.
Zuverlässigkeit: Wie gut ein Spiel läuft, hängt direkt von der Hardware ab, die im PC steckt. Für PC-Spieler gibt es keinerlei Sicherheit, dass ein gekauftes Programm auf ihrem System auch optimal funktioniert. Selbst auf hochwertigen Grafikkarten oder Prozessoren kann es zu Problemen kommen, wenn die Treiber nicht aktuell sind oder die Software schlecht optimiert wurde. Auch der Kopierschutz zickt mitunter oder verweigert in extremen Fällen sogar den Start.
Programmqualität: Auf dem PC sind Produkte mit kleineren und größeren Fehlern nicht mehr die Ausnahme, sondern die Regel. Erfahrene Käufer rechnen wie selbstverständlich damit, ihr Spiel nach dem Kauf erst einmal zu patchen. Moderne Programme erledigen das gleich selbst: Beim Start verbinden sie sich als erste Amtshandlung mit dem Hersteller- Server, um nachzusehen, ob es neue Fehlerlösungen gibt. Durchaus, die Spieleindustrie macht Fortschritte dabei, den Missstand komfortabler zu verwalten; jedoch keine dabei, ihn zu beheben.
Raubkopien: Hersteller wie Kunden leiden am PC gleichermaßen darunter, dass Softwareklau als Kavaliersdelikt gilt. Kein Kopierschutz hat es bisher geschafft, ein Spiel vor illegaler Verbreitung zu schützen. Ehrliche Käufer zu vergrätzen, das gelingt den legitimen, aber oft aufdringlichen Sicherungsmaßnahmen dagegen immer wieder.
Nachdem jüngst eine geknackte Version des Ego-Shooters Crysis in den Tauschbörsen auftauchte, halbierte Electronic Arts seine internen Prognosen für die angepeilten Verkaufszahlen. Im Klartext: Publisher rechnen damit, durch Raubkopien die Hälfte ihres PCUmsatzes zu verlieren.
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