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Die Notebook-Preise purzeln

02.08.2006 | 13:19 Uhr |

Nie waren Notebooks und Desktops so billig wie heute. Vor allem Hewlett-Packard und Toshiba drückten die Preise.

Hier lesen Sie …

  • wie die Preise für Notebooks und PCs in den letzten anderthalb Jahren unter Druck geraten sind;

  • welcher Anbieter in welchem Umfang Zugeständnisse an die Kunden machte;

  • warum es Samsung als einzigem Hersteller gelang, die Preise zu erhöhen;

  • wie Marktforscher sich verschätzt haben und damit die Branche in die Bredouille brachten.

Notebooks und Desktops werden immer billiger - eine Binsenweisheit. Überraschend ist aber die Größenordnung, in der sich der Preisverfall bei manchen Herstellern inzwischen bewegt. In der ersten Hälfte dieses Jahres gab es Kaufgelegenheiten en masse, da die Anbieter und Händler ihre überfüllten Lager leeren mussten.

Harte Einschnitte verzeichneten sämtliche Markenanbieter im PC-Markt. Der Trend geht eindeutig zum Tragbaren.
Vergrößern Harte Einschnitte verzeichneten sämtliche Markenanbieter im PC-Markt. Der Trend geht eindeutig zum Tragbaren.
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Aufgrund euphorischer Marktprognosen hatten sich viele Hersteller übernommen und waren dann von der eher mittelprächtigen Nachfrage überrascht worden. Die Folge waren purzelnde Preise, da Überbestände abgebaut werden mussten.

Die BFL Leasing GmbH in Eschborn erhebt laufend die Preise, die mit Desktops, Notebooks und Bildschirmen im Internet erzielt werden. In die Bewertung fließen ausschließlich neue Geräte ein, die über Online-Shops zu beziehen sind. Natürlich hat dieses Verfahren seine Schwächen: Aus den Zahlen geht beispielsweise nicht hervor, zu welchen Preisen die Hersteller über ihre Händler verkauft haben oder ob im Netz vermehrt ältere Modelle mit gering dimensionierten Konfigurationen angeboten wurden. Trotzdem lässt sich der rasante Preisverfall im Markt und bei einzelnen Anbietern nachvollziehen.

Vor allem Hewlett-Packard, Toshiba und Sony haben demnach die Preisbremse getreten. Ein Notebook von Toshiba kostete im Internet Ende 2004 durchschnittlich 1824 Euro. Diese Summe errechnet sich als Mittelwert aus allen im November 2004 abgesetzten Modellen unterschiedlichster Ausstattung. Im Mai 2006 lag der Preis bei nur noch 1349 Euro (minus 26 Prozent). Auch Hewlett-Packard senkte in den vergangenen anderthalb Jahren die Preise um durchschnittlich 27 Prozent von 1579 auf 1141 Euro, während Sony 21 Prozent nachließ und noch 1319 Euro verlangt - Ende 2004 waren es 1672 Euro.

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