Die Browser-Krone

Die perfekten Add-ons für Google Chrome

Mittwoch, 13.06.2012 | 09:09 von Christian Löbering
Fotostrecke Chrome ist ab Werk zwar schnell, aber eher spartanisch ausgestattet. Add-ons rüsten die fehlende Funktionalität nach.
© Google
Internet-Profis schwören auf Google Chrome. Zu recht, denn er ist deutlich schneller als sein Konkurrent Firefox. Wir zeigen, mit welchen Add-ons Chrome sogar noch besser wird.
Seit nunmehr zwei Jahren sinken die Marktanteile von Firefox stetig, während Googles Chrome immer mehr gewinnt . Seit März dieses Jahres führt Chrome nun zum ersten Mal den Browsermarkt an – zumindest bei Personen, die sich für Webtechnologien interessieren. Bei Funktionsumfang, Sicherheit und der Erweiterbarkeit sind die beiden Browser zwar vergleichbar, doch die Mozilla Foundation schafft es nicht, Firefox so leichtfüßig zu machen wie Googles Browser – und das ist ein entscheidender Mangel.

Tempovergleich: Chrome vs. Firefox

Ob Webseiten sich schnell aufbauen, hängt natürlich maßgeblich von der Leistungsfähigkeit Ihrer Internetverbindung ab. Darüber hinaus macht der Browser den Unterschied beim Tempo. Das Web (2.0) besteht heute größtenteils aus hochdynamischen und interaktiven Webseiten wie Facebook, Youtube & Co. und immer weniger aus statischem HTML-Code. Die Folge: Ihr Browser muss deutlich mehr arbeiten, um die Seiten zu „errechnen“ und für Sie flüssig nutzbar zu machen. Deshalb ist ein Javascript-Test ein valides Werkzeug zur Bewertung des Browser-Tempos. Der Leistungstest Peacekeeper misst die Anzahl abgearbeiteter Javascript-Befehle pro Sekunde.

Chrome schneller als Firefox: Im direkten Vergleich arbeitet Chrome 18 mit 2114 Punkten im Ergebnis um über 40 Prozent schneller als Firefox 11 mit 1482 Punkten. Das gefühlte Tempo eines Browsers macht sich aber schon bei dessen Start bemerkbar. Hier spielen natürlich Faktoren wie die installierten Erweiterungen (Add-ons) und die Internetverbindung eine Rolle. Auch ohne installierte Erweiterungen unterliegt Firefox dem Chrome-Browser beim Kaltstart-Test.



Essenzielle Erweiterungen für Chrome

Beim direkten Leistungsvergleich der aktuellen Versionen
von Chrome und Firefox ist der Gewinner eindeutig und mit weitem
Abstand Chrome.
Vergrößern Beim direkten Leistungsvergleich der aktuellen Versionen von Chrome und Firefox ist der Gewinner eindeutig und mit weitem Abstand Chrome.

Ähnlich wie bei Betriebssystemen lebt auch ein erfolgreicher Browser von der Menge und Qualität der dafür entwickelten Software. Der Chrome Web Store bietet mittlerweile weit mehr als 40 000 Apps und Erweiterungen an . Wir haben für Sie die 16 nützlichsten herausgesucht. Um alle mit einem Mal zu installieren, können Sie auch den Installations-Assistenten PC-WELT-ChromeMaster 2012 verwenden. Die wichtigsten Add-ons aus diesem Paket stellen wir Ihnen in den folgenden Punkten vor.

Addthis - per Klick teilen: Addthis gibt Ihnen ein praktisches Menü an die Hand, mit dem Sie jede Webseite schnell über Facebook oder Twitter teilen können. Das ist aber nicht alles. Sie können Seiten auch mailen, drucken, als PDF speichern, QR-Codes dazu anlegen und vieles mehr. Das Add-on unterstützt über 300 Online-Dienste.

Nachdem Sie die Erweiterung installiert haben, klicken Sie auf das neue Plus-Symbol und dann auf „Options“. Im Folgenden können Sie die Dienste, die Sie nutzen möchten, auswählen. Markieren Sie etwa „Facebook“ in der linken Liste und klicken auf „Add“, um den Eintrag in die rechte Liste („My Customized Services“) zu übertragen. Wiederholen Sie den Vorgang mit allen Diensten, die Sie nutzen möchten – etwa Twitter, Print (zum Drucken), Pdfmyurl (um eine PDF-Datei zu erzeugen), Google (um ein Online-Lesezeichen anzulegen) ... Danach klicken Sie auf „Save Change“, um die Einstellungen zu speichern. Nun sollten Sie Ihr Facebook- und Ihr Twitter-Konto noch mit Addthis verbinden. Dazu klicken Sie links auf „Connect Accounts“, setzen ein Häkchen vor „Enable Account Connections“, klicken neben dem Facebook- und dem Twitter-Symbol auf „Connect“ und autorisieren die App, indem Sie sich bei den sozialen Netzen anmelden.

Wenn Sie ab jetzt beim Surfen auf eine interessante Webseite (etwa einen Beitrag auf www.pcwelt.de) stoßen, die Sie teilen, drucken oder speichern möchten, klicken Sie auf das Plus-Symbol von Addthis und wählen den entsprechenden Dienst.

FB Photo Zoom – Facebook-Fotos besser sehen: Eine Erweiterung, auf die Sie als Facebook-Nutzer nicht mehr verzichten wollen werden, ist FB Photo Zoom . Nachdem Sie sie installiert haben, öffnen Sie Facebook und melden sich an. Wenn Sie nun mit der Maus über einzelne Bilder fahren, so werden diese elegant hervorgehoben und vergrößert.

Nur noch knapp 10 Minuten, dann ist Twitter nicht mehr
erreichbar. Mit der Erweiterung Stayfocusd sorgen Sie dafür, dass
Sie sich selbst nicht mehr verzetteln.
Vergrößern Nur noch knapp 10 Minuten, dann ist Twitter nicht mehr erreichbar. Mit der Erweiterung Stayfocusd sorgen Sie dafür, dass Sie sich selbst nicht mehr verzetteln.

Stayfocusd – freiwillige Selbstkontrolle: Wer sich leicht ablenken lässt und zu viel Zeit auf Webseiten wie Facebook, Youtube und Co. verbringt statt zu arbeiten, für den ist die Erweiterung Stayfocusd genau das Richtige. Damit legen Sie Ihre schwarze Liste zeitfressender Webseiten an und legen fest, welches Zeitvolumen Sie sich selbst pro Tag dafür gestatten wollen. Ist das Budget verbraucht, dann sind die Seiten erst am nächsten Tag wieder für Sie erreichbar.

Nachdem Sie die Erweiterung installiert haben, klicken Sie auf das Uhr-Symbol, um das Konfigurationsfenster von Stayfocusd zu öffnen. Wählen Sie „Settings -> Blocked Sites -> Check out this list“, und klicken Sie neben den gewünschten Webseiten auf „+“, um sie auf Ihre schwarze Liste zu setzen. Sie können natürlich auch von Hand Webadressen eintragen und mit „Add Blocked Site(s)“ hinzufügen. Ist die Liste angelegt, dann klicken Sie auf „Max Time Allowed“, geben die Zeit ein, nach der die Seiten von Ihrer schwarzen Liste nicht mehr erreichbar sein sollen, und klicken auf „Set“. Über „Active Days“ können Sie die Tage festlegen, an denen die Restriktionen gelten sollen.



Lookup Companion for Wikipedia: Die OnlineEnzyklopädie Wikipedia ist die zentrale Wissensdatenbank zu nahezu jedem Thema – von der Netzgemeinde gepflegt und für jeden kostenlos verfügbar. Mit dem Lookup Companion for Wikipedia erleichtern Sie sich den Zugang zu Informationen aus der Wikipedia spürbar. Nachdem Sie die Erweiterung installiert haben, klicken Sie auf das neue „W“-Symbol und wählen „Options“. Neben „Primary Language“ markieren Sie „Deutsch“ und klicken auf „Speichern“, um nur deutschsprachige Beiträge anzuzeigen.

Wenn Sie etwas wissen möchten, dann klicken Sie erneut auf „W“, geben im aufklappenden Fenster den gesuchten Begriff ein und drücken Enter. Praktisch ist, dass der gefundene Wikipedia-Beitrag dann direkt im AufklappFenster des Lookup Companions erscheint und nicht etwa sperrig in einem neuen Tab oder Fenster. Ein Klick außerhalb des Fensters und es schließt sich wieder.

Xmarks – Lesezeichen immer und überall: Viele Menschen nutzen heutzutage mehrere Computer – einen zu Hause, einen im Büro, dazu ein Smartphone ... So wie jeder moderne Browser bietet auch Chrome eine Funktion, um Lesezeichen, Apps und Einstellungen zu synchronisieren – in diesem Fall mit Ihrem GoogleKonto. So haben Sie auf jedem Ihrer Computer mit Chrome-Browser immer die identische Umgebung. Die SyncFunktion finden Sie unter „Schraubenschlüssel -> Einstellungen -> Privates“. Wenn Sie aber nicht auf jedem PC Chrome nutzen (etwa in der Arbeit) oder kein GoogleKonto möchten, dann brauchen Sie ein Addon wie Xmarks , mit dem Sie Ihre Lesezeichen Browserübergreifend und ohne Google synchronisieren können.

Nachdem Sie Xmarks installiert haben, klicken Sie auf das neue Symbol und folgen dem Assistenten, um ein neues kostenloses Konto einzurichten. Nach Abschluss der Konfiguration lädt Xmarks Ihre Lesezeichen automatisch hoch. Nun können Sie das Addon auf anderen Computern mit anderen Browsern installieren und sich mit Ihrem bestehenden Konto anmelden. Daraufhin werden Ihre lokalen Lesezeichen mit denen aus Ihrer XmarksCloud abgeglichen. Xmarks gibt es für Internet Explorer, Firefox, Safari, Chrome und als Androidund iPhone-App.

Mittwoch, 13.06.2012 | 09:09 von Christian Löbering
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