Schneller surfen

Dicke Wände und weite Strecken

Donnerstag den 23.09.2010 um 17:35 Uhr

von Benjamin Schischka

Dicke oder feuchte Wände sind Gift für Ihr WLAN. Leichtbauwände sind oftmals aufgrund der Dämpfungsmaterialien ein Problem. Auch Möbel und weite Entfernungen, etwa über mehrere Stockwerke, können die Surf-Geschwindigkeit spürbar mindern. Keine Sorge – wir schicken Sie nicht mit dem Vorschlaghammer durch Ihre Wohnung. Mit unseren Tipps bleibt garantiert jede Wand heil. Insbesondere bei kleineren Wohnungen genügt es meist schon, wenn Sie den Router geschickt platzieren. Wählen Sie eine zentrale Stelle und einen hohen Ort, etwa ein Regal oder hängen Sie den Router direkt an die Wand.
Skurril: Aus einer Pringles-Dose oder einem
Klobürstenhalter lässt sich eine preiswerte Richtfunkantenne
basteln. Bild: Rob Flickenger
Vergrößern Skurril: Aus einer Pringles-Dose oder einem Klobürstenhalter lässt sich eine preiswerte Richtfunkantenne basteln. Bild: Rob Flickenger
© 2014

Mehr Reichweite erzielen Sie beispielsweise mit einer Richtfunkantenne. Dafür benötigt Ihr Router aber einen (RP-)SMA-Anschluss. Wie Sie sich eine solche Antenne für fast 0 Euro etwa aus einer Pringles-Dose oder einem Klobürstenhalter selbst basteln, können Sie hier nachlesen . Eine andere Möglichkeit sind Repeater. Auf halber Strecke eingesetzt, erweitern sie den Sendebereich. Der kleine Fritz WLAN Repeater N/G etwa kostet rund 90 Euro und kommt einfach in eine Steckdose.

Powerline: Machen Sie Ihre Stromleitungen zur
WLAN-Antenne.
Vergrößern Powerline: Machen Sie Ihre Stromleitungen zur WLAN-Antenne.
© 2014

Einen ganz anderen Weg, nämlich durch die Stromleitungen, beschreiten Sie mit Powerline alias Homeplug. Dabei werden die Daten durch Adapter über die Stromleitung geschickt, also genau genommen nicht mehr wireless – aber auch nicht per Extra-Kabel quer durch die Wohnung. Zu den Vorteilen zählt neben einer leichten Installation und hohem Tempo (theoretisch bis zu 200 Mbit/s) auch eine erhöhte Sicherheit, da der Datenfluss spätestens am Stromzähler endet. Doch auch die Nachteile sollen nicht verschwiegen werden: Höhere Kosten (80 bis 100 Euro müssen Sie für ein Starterkitt mit zwei Steckern rechnen, mit 50 bis 70 Euro für jeden weiteren Stecker sind schnell 200 Euro beisammen), schlechte Kompatibilität mit anderen Herstellern oder älteren Standards und eine hohe Störanfälligkeit. Im Idealfall hat jeder Adapter seine eigene Steckdose mit ausreichend Raum zur Belüftung; andere Geräte an Steckerleisten können einschränkende Auswirkungen haben.

Donnerstag den 23.09.2010 um 17:35 Uhr

von Benjamin Schischka

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