Um in Erfahrung zu bringen, ob eine IP-Adresse oder ein Domänename erreichbar ist, verwenden Sie den Ping-Befehl (Befehl "ping" in das DOS-Fenster eingeben). Ping sendet Datenpakete einstellbarer Größe an ein Zielsystem und erwartet eine Antwort. Die Antwort enthält die Zeit in Millisekunden, aus der sich wie bei "tracert" die Geschwindigkeit einer Verbindung erkennen lässt (Ping-Time).
Mit Ping können Sie aber noch viel mehr machen: So lässt sich zum Beispiel die maximale Größe der Datenpakete entlang der Route bestimmen - die so bezeichnete Path MTU (Maximum Transmission Unit). Ein kluges System schickt nur Pakete von dieser Größe auf die Reise. Somit müssen die Datenpakete nicht zerkleinert (fragmentiert) werden, das heißt: Dieses TCP/IP-Tuning spart Zeit.
Falsch konfigurierte Router lassen sich folgendermaßen aufspüren: Wenn zum Beispiel ein Router Datenpakete einfach verwirft, entstehen Fehler (ICMP-Fehlermeldungen; Internet Control Message Protocol). Ein solcher so genannter Blackhole-Router lässt sich durch geeignete Netzwerk-Hilfsprogramme erkennen, wenn man ihm Pakete verschiedener Größe sendet und dabei das DF-Bit (Don't Fragment) setzt. Ab einer bestimmten Paketgröße muss der Router das Paket fragmentieren, darf das aber nicht, weil das DF-Bit gesetzt ist. Die Folge wäre eine Fehlermeldung. Bleibt diese aus, hat der Router das übergroße Paket verworfen.
Ping arbeitet mit dem Internet Control Message Protocol, das nur wenige Befehle wie Echo Request oder Reply für das Senden eines Pings beziehungsweise die Antwort auf einen Ping definiert. Auf der folgenden Seite finden Sie alle Fehlermeldungen, die ein Ping verursachen kann.
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