Linux-Distributionen für Firewalls

Devil Linux: Von IT-Administratoren für IT-Administratoren

Sonntag den 25.03.2012 um 07:25 Uhr

von Jürgen Donauer

Devil Linux bietet Schutz vor Rootkits
Vergrößern Devil Linux bietet Schutz vor Rootkits
© linux.org
Devil Linux sei eine Distribution von IT-Administratoren für IT-Administratoren, so die Entwickler. Sie behaupten weiter, dass das Unternehmen daher genau weiß, was Administratoren benötigen.

Sicherer Schutz vor Rootkits

Gewöhnlich startet das Betriebssystem Devil Linux von einer rein lesbaren CD-ROM. Angreifer haben somit keine Möglichkeit das Netzwerk mit Rootkits zu infiltrieren. Aktuelle Versionen erlauben eine Installation via eigens entwickeltem Skript auf einen USB-Stick. Die Konfiguration kann auf einer Diskette oder auf einem USB-Flash-Speicher abgelegt werden.

Bei Devil Linux handelt es sich ursprünglich um eine reine Firewall-Edition, die mit der Zeit weiterentwickelt wurde. Es kamen weitere Server-Dienste hinzu: Datei-Server, DHCP (Dynamic Host Configuration Protocol), DNS (Domain Name System), FTP (File Transfer Protocol), HTTP (Hypertext Transfer Protocol), IDS (Intrusion Detection System) Node, Mail mit TLS (Transport Layer Security) -Unterstützung inklusive Spam- und Virus-Filter, NTP (Network Time Protocol), Proxy und VPN mit X.509-Unterstützung.

Das OS benötigt keine Festplatte, außer Sie setzen das System als Datei- oder E-Mail-Server ein. Aus diesem Grund besteht die Möglichkeit HD-Speicherplatz optional einzubinden. Hierfür verwendet die Linux-Distribution den Logical Volume Manager. Die Funktion vereinfacht das Hinzufügen von Festplattenspeicher und dessen Wartung.

Dürftige Hinweise bei Devil Linux

Devil Linux wirkt auf den ersten Blick rudimentär. Es geizt mit Hinweisen auf Standard-Passwörter, IP-Adressen und Installationsanleitungen. Das Betriebssystem überfordert vermutlich Anfänger durch die fehlenden Anmerkungen. Fortgeschrittene sollten keine Probleme haben, wenn sie beachten, dass das Passwort für root leer bleibt. Nachdem Sie sich in das System eingeloggt haben, rufen Sie aus der Kommandozeile mittels setup die Installation auf. Wer möchte, kann Webmin aktivieren, um eine Turnschuh-Administration zu vermeiden.

Sonntag den 25.03.2012 um 07:25 Uhr

von Jürgen Donauer

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