1841961

Deutschlands bester Internet-Tarif

19.11.2013 | 10:09 Uhr |

Wer regelmäßig seinen bestehenden Internet-Tarif mit den aktuellen Angeboten vergleicht und bereit für einen Wechsel ist, spart bares Geld und/oder erhält mehr Leistung. Hier erfahren Sie, welches der derzeit beste Tarif ist.

Angst vor einem Anbieter-Wechsel muss man nicht mehr haben: Der läuft inzwischen meist reibungslos. Allerdings ist es gar nicht so einfach, unter den zahlreichen Angeboten das Beste herauszufinden.

Hier kommt die PC-WELT ins Spiel: Wir erklären Ihnen, worauf Sie bei der Auswahl achten sollten und welcher Internettarif unseren Kriterien nach der Beste ist.

Der ideale Tarif: Schnell & flexibel soll er sein

Ein guter Internet-Tarif sollte idealerweise folgende Eigenschaften haben:

Online-Videotheken wie Maxdome in HD-Qualität nutzen, während andere Familienmitglieder gleichzeitig im Internet surfen und Downloads tätigen: Dafür ist ordentlich Bandbreite nötig.
Vergrößern Online-Videotheken wie Maxdome in HD-Qualität nutzen, während andere Familienmitglieder gleichzeitig im Internet surfen und Downloads tätigen: Dafür ist ordentlich Bandbreite nötig.

1. Hohe Bandbreite: Der Breitbandhunger wächst und wächst. Grund dafür ist einerseits die steigende Beliebtheit von Video-Portalen wie Youtube sowie Online-Videotheken wie Maxdome, Watchever und Lovefilm. Damit sich Filme in HD-Qualität ruckelfrei übertragen lassen, sind 6 bis 8 MBit/s Voraussetzung. Wollen gleichzeitig auch andere Familienmitglieder bandbreitenintensive Dienste nutzen, zum Beispiel große (Spiele-)Downloads tätigen oder ebenfalls Videos schauen, vervielfacht sich der Geschwindigkeits-Bedarf. Selbst wenn ein Anschluss mit 16 MBit/s für eine Durchschnittsfamilie momentan noch ausreichen würde: Wo 16 MBit/s draufsteht, sind bei herkömmlichem DSL nur „bis zu“ 16 MBit/s drin, da die technisch machbare Geschwindigkeit abhängig von der Länge der Kupfer-Telefonleitung zwischen DSL-Modem und DSL-Gegenstelle ist.

Die Gegenstelle sitzt in der Regel entfernt im Hauptverteiler, von denen es ein bis zwei pro Stadt oder Stadtteil gibt. Bei vielen Anwendern kommen daher statt der 16 MBit/s, die der Tarifname suggeriert, nur deutlich weniger MBit/s an.

Deutlich besser sieht die Lage bei VDSL aus. Hier sitzt die DSL-Gegenstelle in der Regel im Verteilerkasten am Straßenrand, die Leitungslänge der Kupfer-Adern beträgt daher nur wenige hundert Meter. Dadurch sind Geschwindigkeiten zwischen 25 und 50 MBit/s drin, die größtenteils auch real erreicht werden. Mithilfe der neuen „Vectoring“-Technologie werden in Zukunft bis zu 100 MBit/s möglich. VDSL ist allerdings bislang erst für circa 30 Prozent der deutschen Haushalte verfügbar, weil noch lange nicht alle Verteilerkästen entsprechend aufgerüstet sind. Die Telekom hat Mitte 2013 angekündigt den VDSL-Netzausbau stark voranzutreiben. Davon profitieren auch diejenigen anderen Provider, die das Telekom-Netz ganz oder teilweise mitnutzen.

Schnelle Alternative zu DSL: Vielerorts wird Internet mit 100 MBit/s inklusive Telefonanschluss über das TV-Kabel angeboten.
Vergrößern Schnelle Alternative zu DSL: Vielerorts wird Internet mit 100 MBit/s inklusive Telefonanschluss über das TV-Kabel angeboten.
© Kabel Deutschland

Weniger bis gar keine Probleme, hohe Bandbreiten auch über größere Entfernungen hinweg zu liefern, haben die TV-Kabelnetzbetreiber. Dies liegt vor allem an den gut abgeschirmten Koaxialkabeln, die für die Übertragung zum Einsatz kommen. 100 bis 150 MBit/s sind vielerorts bereits Realität. Und aus technischer Sicht lässt sich die Bandbreite noch deutlich steigern.

2. Keine Drosselung: Die Telekom hat damit angefangen, manch anderer Provider zieht bereits nach. Die Rede ist von einer Drosselungs-Klausel bei Neuverträgen: Wer zu viel Datenvolumen verbraucht, dessen Zugang wird bis zum Ende des jeweiligen Abrechnungsmonats auf ein deutlich reduziertes Tempo gebremst. Gegen Zusatzgebühr kann man die Sperre vorübergehend aufheben oder dauerhaft in eine unlimitierte Flatrate umwandeln. Die betreffenden Anbieter argumentieren, dass sich anders der weitere Netzausbau nicht finanzieren ließe. Bei vielen Kunden stößt das auf Unverständnis. Auch das Landgericht Köln, vor dem die Verbraucherzentrale NRW die Telekom verklägt hat, sieht hier "eine unangemessene Benachteiligung der Kunden". Die Telekom ist über das Urteil natürlich nicht erfreut und wird sich vermutlich durch alle Instanzen kämpfen.

Aus unserer Sicht ebenfalls inakzeptabel ist es, wenn die Internet-Geschwindigkeit zu Stoßzeiten spürbar langsamer ist als sonst. Dann hat der Provider die Internet-Anbindung der Vermittlungsstellen oder die seiner Knotenpunkte nicht ausreichend dimensioniert. Dies bezeichnen wir als passive Drosselung.

„Zwangsrouter“ von O2: Bei O2 haben Sie die Wahl zwischen zwei DSL-Routern. Wer ein anderes Gerät möchte, hat Pech gehabt oder muss basteln.
Vergrößern „Zwangsrouter“ von O2: Bei O2 haben Sie die Wahl zwischen zwei DSL-Routern. Wer ein anderes Gerät möchte, hat Pech gehabt oder muss basteln.
© O2

3. Freie Routerwahl: An den DSL- und VDSL-Anschlüssen von 1&1, Telekom und Congstar können Sie jeden beliebigen Router verwenden, dessen integriertes Modem für den deutschen Markt und die jeweilige Anschlussart vorgesehen ist. Bei den anderen DSL-Anbietern, die wir auf der nächsten Seite nennen, wäre das zwar aus technischer Sicht auch möglich. Jedoch teilen diese Ihnen die Zugangsdaten für die Internet-Verbindung in der Regel nicht mit. Das gleiche gilt für den Telefonie-Zugang, sofern dieser – wie bei diesen Anbietern meist üblich - über VoIP realisiert ist.  Nur der vom Anbieter gelieferte Router erhält die Zugangsdaten per automatischer Fernkonfiguration. Auslesen lassen sich die Daten nur in wenigen Fällen und wenn, dann nur über komplizierte Umwege .

Das ist für all diejenigen unbefriedigend, denen der Funktionsumfang des „Zwangs-Routers“ nicht ausreicht. Und wer bereits einen eigenen Router besitzt, wird sich gleich doppelt ärgern, wenn der Provider für das unerwünschte Gerät auch noch Geld verlangt.

4. Guter Kundenservice: Der beste Kundenservice ist der, den man nie benötigt. Falls aber doch mal Fragen oder gar Störungen auftauchen, sollte die Hotline eines Providers günstig und ohne lange Wartezeit zu erreichen sein, Fragen kompetent beantworten und Probleme schnell lösen können.

5. Kurze Vertragslaufzeit: Flexibilität wird heutzutage überall großgeschrieben. Internet-Provider versuchen hingegen, ihre Kunden mit Zweijahresverträgen und bis zu dreimonatiger Kündigungsfrist möglichst lange an sich zu binden. Einige bieten – teils etwas versteckt – aber auch Tarife ohne feste Laufzeit an.

6. Gutes Preis-/Leistungs-Verhältnis: Natürlich soll der ideale Tarif auch bezahlbar sein. Das heißt: Ein Komplettpaket mit einer ausreichend dimensionierten Bandbreite bis 100 MBit/s inklusive Internet- und Telefonflatrate ins deutsche Festnetz sollte deutlich unter 50 Euro im Monat kosten.

0 Kommentare zu diesem Artikel
1841961