08.11.2002, 14:36

Panagiotis Kolokythas

Deutsche Phonoverbände: Verbraucher haben kein Recht auf Kopien

Nach Ansicht von Gerd Gebhard, Vorsitzender der deutschen Phonoverbände, ergibt sich aus dem deutschen Urheberrechtsgesetz kein Anspruch für die Verbraucher auf eine Kopie. Dies sagte Gebhard nach einem Gespräch mit Matthias Berninger, Parlamentarischer Staatssekretär im Bundesministerium für Verbraucherschutz.
Nach Ansicht von Gerd Gebhard, Vorsitzender derdeutschen Phonoverbändeergibt sich aus dem deutschen Urheberrechtsgesetz kein Anspruch für die Verbraucher auf eine Kopie. Dies sagte Gebhard nach einem Gespräch mit Matthias Berninger, Parlamentarischer Staatssekretär im Bundesministerium für Verbraucherschutz, Ernährung und Landwirtschaft.
Bei dem Treffen mit dem Verband, bestätigte auch der Staatssekretär, dass kein Anspruch auf Kopien bestehe. "Die Forderung der Phonoverbände sowie weiterer Urheberrechtsorganisationen 'Das Schützbare schützen, das Nicht-Schützbare vergüten' hat sich in politischen Kreisen durchgesetzt", gab sich Gebhard zufrieden und forderte: "Das neue Urheberrechtsgesetz muss nun so schnell wie möglich beschlossen werden, um angemessene Rahmenbedingungen für die Musikwirtschaft zu sichern."
"Kopiergeschützte CDs sind vom Verbraucher längst akzeptiert", glaubt Gebhard, der sich zusammen mit dem Verbandsgeschäftsführer Peter Zombik und dem Syndikus Dr. Thorsten Braun mit dem Regierungsvertreter traf.
Bei dem Treffen ging es hauptsächlich um die Anforderungen an kopiergeschützten CDs aus Sicht des Verbraucherschutzes. Beide Seiten waren sich darin einig, dass kopiergeschützte CDs von außen als solche erkennbar sein müssten.
Der Verband der deutschen Phonoverbände betonte, dass dies schon längst gängige Praxis sei und deshalb keine gesetzliche Regelung notwendig sei. Allerdings "schade (sie) aber auch nicht, sofern der Umfang für Tonträgerhersteller zumutbar sein", so der Verband.
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