Eine Alternative zu herkömmlichen Akkus bieten Brennstoffzellen. Bei dieser Technik wird im Prinzip ständig Brennstoff – bestehend aus zwei verschiedenen chemischen Elementen - zugeführt. Die durch die chemische Reaktion entstehende Energie wird dabei in Strom umgewandelt. Eine Brennstoffzelle ist zwar ein Energielieferant, hat jedoch nichts mit einem Akku gemein. Im Gegensatz zu einem Akku, der Energie speichert, wandelt eine Brennstoffzelle Energie um. In der Praxis werden Brennstoffzellen schon seit Jahrzehnten verwendet. So wurde diese Technik bereits bei den Apollo-Mondflügen eingesetzt.
Bereits vor einigen Jahren entwickelte eine deutsche Firma eine Brennstoffzelle für Notebooks. Diese Mini-Brennstoffzelle arbeitet auf Wasserstoffbasis mit einem integrierten Metallhydrit-Speicher. Die Leistung beträgt etwa 50 Watt. Die Zelle soll ein Notebook etwa 50 Stunden lang mit Strom versorgen.
Für den Betrieb einer Brennstoffzelle wird Wasserstoff benötigt. Hier liegt auch das Problem beim Einsatz in Notebooks oder anderen mobilen Geräten: Es gibt derzeit noch keine brauchbaren Techniken, Wasserstoff in kleinen Mengen zu transportieren. Und wer möchte schon bei geringem Energiestand mit seinem Notebook an die Wasserstofftankstelle?
Marathon-KofferMit dem so genannten „Marathon-Koffer“ versuchte die Firma
Consel aus Gelsenkirchen den Durchbruch auf dem mobilen Markt zu schaffen. Das integrierte Brennstoffzellen-System arbeitet mit einer 125 Milliliter fassenden Methanol-Tankpatrone. Im Dauerbetrieb soll die Patrone sieben Stunden Strom liefern. Auch Ersatzpatronen liegen dem Notebook-Koffer bei.
Mittlerweile werden kaum noch Brennstoffzellen für den Elektronik-Bereich entwickelt. Die bereits angesprochenen Tankprobleme und auch die Baugröße sind dabei das größte Hemmnis. Brennstoffzellen finden ihren Einsatz heutzutage in Autos, Bussen oder im Outdoor-Bereich als Ersatz für Diesel-Aggregate. Im Fuhrpark des Bundesverkehrsministeriums fahren seit 2007 die ersten Autos mit Brennstoffzellen.
Technik der Zukunft
Nanotechnologie scheint also das Mittel der Wahl zu sein, wenn es um Akkus der Zukunft geht. Die Vorteile der Technik liegen auf der Hand: Die Materialien sind klein und flexibel. Dadurch lassen sie sich in fast jedes Gerät integrieren. Hohe Belastbarkeit und langes Akkuleben gehören ebenfalls zu den Vorteilen. Gehen die wiederaufladbaren Batterien in Serie, sind auch die Materialien relativ billig. Schwierig wird es bei der Herstellung. Geeignete Herstellungsmöglichkeiten gibt es noch nicht. Produktionsanlagen müssen deshalb genauso neu entwickelt werden wie die Akkus selbst.
Wer keine Unsummen ausgeben möchte, muss sich also noch mit den aktuellen Methoden behelfen. Immerhin sind ja bei guten Notebooks schon drei bis vier Stunden Zeit zum Arbeiten drin. Beherzigt man noch den einen oder anderen Tipp zum Stromsparen laufen die Geräte sogar noch länger. Wer das mobile Gerät noch länger braucht, sollte am besten immer einen Ersatzakku in der Jackentasche haben. (jp)
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