Desktop-Virtualisierung

Tipps für die Kosten-Nutzen-Analyse für Virtual-PCs

Dienstag, 01.10.2013 | 09:14 von Helge Krüger, Christoph Lüder
Tipps für die Kosten-Nutzen-Analyse für Virtual-PCs
Vergrößern Tipps für die Kosten-Nutzen-Analyse für Virtual-PCs
© iStockphoto.com\Darren Baker
Desktop-Virtualisierung steigert die Attraktivität der Arbeitsplatzumgebung. Rechnen sich die Kosten? Wir geben Tipps für eine sinnvolle Kosten-Nutzen-Analyse.
Unternehmen führen verstärkt Desktop-Virtualisierungen durch. Die Industrie stellt hierfür mittlerweile umfangreiche Werkzeuge und Lösungen für die Implementierung von stabilen und hoch verfügbaren Betriebsumgebungen zur Virtualisierung einzelner Applikationen bereit; auch vollständige Arbeitsplatzumgebungen stehen so zur Verfügung. Unterschiedliche Anwendungsfälle (Use Cases) lassen sich somit als Basis mittels den Komponenten für Applikationsvirtualisierung, Terminal Server und Virtual Desktops Infrastructure (VDI) abbilden. Außerdem kooperieren die Elemente im entsprechenden Mischungsverhältnis in einer „hybriden“, standardisierten Plattform.

Jede Applikation lässt sich vermutlich virtualisieren, jedoch zu welchem Preis? Auf dieser und den nachfolgenden Seiten erhalten Sie Tipps für eine geeignete Kosten-Nutzen-Analyse.

„Hybride“ Virtualisierungsplattformen – Anwendungsfälle ermitteln

„Hybride“ Virtualisierungsplattformen sind eine komplexe Angelegenheit. Design, Implementierung und der Betrieb bedeuten einen hohen Aufwand für die IT-Abteilung. Daher ist es ratsam das IT-Umfeld komplett nach möglichen Anwendungsfällen zu analysieren, in Bezug auf Technologie und Wirtschaftlichkeit. Dies kann mittels eines Programms zur Voruntersuchung der möglichen Einsatzfelder, einer Prüfung der bestehenden Betriebsprozesse sowie Betriebswerkzeuge und deren Verwendbarkeit zur Einführung eines solchen weiteren Plattformbetriebs geschehen.

Desktop-Virtualisierung – Amortisation

Ein Anwendungsfall mit einer hohen Anzahl von Nutzern und einem begrenzten Applikationsumfang ist ideal für die Amortisation, da die „kritische Masse“ überschritten wird. Im Idealfall ist der Use Case zudem auf wenige Standorte verteilt. Dies ist allerdings selten. Auch die Kombination einzelner Anwendungsfälle kann sich positiv auswirken. Dies ist besonders dann der Fall, wenn keiner der einzelnen Use Cases die kritische Masse übersteigt.

Desktop-Virtualisierung – Gründe für den Einsatz

Die Voraussetzung für die Desktop-Virtualisierungs-Entscheidung hängt von zwei Faktoren ab: Den geschäftlichen Anforderungen und deren Quellen. Diese fließen auch in die komplexe Wirtschaftlichkeitsberechnung für die Desktop-Virtualisierung ein.

Die Kalkulation der Effizienz ist umfangreicher, da strategische Ansätze zur Einführung von Virtualisierungslösungen berücksichtigt werden müssen und die Virtualisierung eine Brückentechnik im Bereich der Anwendungsentwicklung verkörpert.

Die Wirtschaftlichkeitsberechnung geht über die IT-Umgebung hinaus. Dies ist spätestens der Fall, wenn Einsparpotenziale aus Geschäftsprozessen oder eventuelle Umsatzpotenziale in ihrem Kern kontrolliert werden. Hinzukommen angedachte mögliche Lösungsansätze für eine verbesserte Flexibilisierung und einer Mobilisierung der Arbeitsplatzumgebung.

Desktop-Virtualisierung – Keine Musterlösung für die Wirtschaftlichkeitsberechnung

Es gibt keine Musterlösung für die Wirtschaftlichkeitsberechnung bei der Desktop-Virtualisierung. Ausschlaggebend sind unterschiedliche Rahmenbedingungen der Unternehmen und womöglich die Kalkulationen von VDI-Anbietern. Die Berechnung dient als Indikator, daher können im letzten Fall wichtige Faktoren fehlen. IT-Verantwortliche sollten zudem immer daran denken, dass die Kalkulationen von VDI-Anbieter dem Verkauf dienen.

Desktop-Virtualisierung – Berechnung der Ist-Kosten

Die Berechnung der Ist-Kosten bei der Desktop-Virtualisierung stellt sich als schwierig heraus. Es gibt verschiedene umfassende Betrachtungsweisen. Als erstes muss die Frage beantwortet werden, wo die Grenze des Betrachtungsumfangs gezogen werden soll. Ist dies auf die IT-Umgebung bezogen oder soll das ganze Unternehmen berücksichtigt werden? Der unternehmensweite Aspekt ist sicherlich am aussagekräftigsten. Problematisch kann es bei dieser Betrachtungsweise dann werden, wenn auf nicht erhobene Daten zugegriffen werden soll. Hierzu gehört der Anteil der Kosten für die Klimatisierung, welcher durch Desktop-PCs entsteht.

Desktop-Virtualisierung – Bereich „freischneiden“

Der unternehmensweite Aspekt ist somit keineswegs praxistauglich. Besser ist es einen übersichtlichen Bereich aus dem gesamten Leistungsportfolio herauszunehmen, weitere konstante Rahmenbedingungen anzunehmen, diese „freizuschneiden“ und diesen Bereich isoliert zu betrachten. Hierfür muss allerdings die Schnittstellen sauber definiert sein und auf eventuelle Wechselwirkungen der Systemumgebung hingewiesen werden.

Dienstag, 01.10.2013 | 09:14 von Helge Krüger, Christoph Lüder
Kommentieren Kommentare zu diesem Artikel (0)
1442516