Desktop-Virtualisierung

Desktop-Virtualisierung - Kalkulation der Ist-Kosten

Dienstag, 01.10.2013 | 09:14 von Helge Krüger, Christoph Lüder
Für die Kalkulation der Ist-Kosten für die Desktop-Virtualisierung wird ein Gegenstand zur Detailbetrachtung benötigt - dies ist der Desktop-PC. Soll ein sicherer Zugang auf die interne Infrastruktur für externe Mitarbeiter eingerichtet werden, muss dieser wie andere Anwendungsfälle zusätzlich betrachtet werden.

In die Kalkulation der Ist-Kosten gehören somit die Kosten, die direkt die Bereitstellung, den Betrieb und Support des Desktop-Rechners betreffen. Dies können sein:

  • Direkte Kosten für Hardware wie Abschreibungen und Leasing-Raten
  • Weitere Kosten für Hardware wie Beschaffung und Evaluierung
  • Software-Lizenz und Wartungskosten für Clients wie Betriebssystem und Anwendungsprogramme
  • Kosten für Software-Test, Software-Paketierung und Software-Verteilung auf Clients
  • Kosten für Install, Move, Add and Change oder kurz IMACs. Diese lassen sich bei der Auslieferung eines neuen Desktops oder bei der Installation eines neuen Softwarepakets ermitteln.
  • Kosten für die Beseitigung von Störungen. Dies kann vor Ort über das Netzwerk vorgenommen werden.

Die aufgeführten Positionen lassen sich selbstverständlich erweitern, beispielsweise durch die Aufnahme von Kosten für Beistellleistungen, den Service-Desk und für den Stromverbrauch. Beim Verfahren des „Freischneidens“ trifft dies auf Kosten für File-Service oder für Monitore nicht zu, diese bleiben unberücksichtigt.

Desktop-Virtualisierung – Kosten für Frontends

Zusätzlich zu den genannten Punkten muss für die Wirtschaftlichkeitsberechnung die Kosten für Frontends beachtet werden. Dies bedeutet, dass sich Aufwendungen bei den schon benannten Faktoren verringern. Dies kann im Fall der Hardware-Kosten durch den Austausch von Desktop-PCs zugunsten von Thin Clients geschehen. Im Gegenzug steigt bei der Software-Lizenz die Kosten für spezielle Client Access Licenses Frontends (CAL). Rechnerisch ergeben sich dadurch für Frontends geringere Kosten.

Problematisch ist dies bei einem „Freischnitt“. Die Zielarchitektur wird so unkorrekt dargestellt, da die Komponenten der Clients außen vor gelassen werden.

Desktop-Virtualisierung – Kosten für Backend-Komponenten

Bei der Kalkulation der Ist-Kosten müssen ebenfalls die Aufwendungen für die Backend-Komponenten für die virtuellen Clients berücksichtigt werden. Im Rechenzentrum fallen die bereits erwähnten Kosten und folgende weitere Kosten an:

  • Direkte Kosten für Backup-Systeme, Server-Hardware und Storage-Systeme
  • Weitere Kosten der Hardware
  • Lizenz- und Wartungskosten für Server-Software wie Betriebssystem, Backup-Lösung, Datenbank und Virtualisierungsschicht
  • Kosten für Störungsbeseitigung  im Rechenzentrum
  • Kosten für Betrieb von Backup, Server und Storage
  • Kosten für das Hosting im Rechenzentrum wie Klima, RZ-LAN, Strom, und so weiter

Es können weitere Kosten anfallen, beispielsweise wenn die Bandbreite mittels WAN für Clients im Rechenzentrum oder an einzelnen Standorten erhöht werden soll.

Dienstag, 01.10.2013 | 09:14 von Helge Krüger, Christoph Lüder
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