1758130

Der Turbo für Ihre Software

01.09.2013 | 09:33 Uhr |

Manche Programme nerven, weil sie entweder von vornherein langsam sind, oder mit der Zeit immer träger werden. Wir zeigen, was die Gründe dafür sind und wie Sie Abhilfe schaffen.

Einundzwanzig, zweiundzwanzig, dreiundzwanzig... Manches Programm braucht eine gefühlte Ewigkeit, um zu starten oder bestimmte Aktionen auszuführen. Oft ist das aber nicht von vornherein der Fall, sondern die Software wird mit der Zeit immer träger. Beispiel Firefox: Während der Browser frisch installiert geradezu „fliegt“, dauert es nach ein paar Monaten gut und gerne ein paar Sekunden mehr, bis er gestartet und einsatzbereit ist. Woran es liegen kann, dass Software immer langsamer wird, erklären wir in diesem Beitrag. Außerdem nennen wir Gegenmaßnahmen und gegebenenfalls Alternativ-Programme.

Bremse 1: Zu viele Add-ons

Durch Add-ons lassen sich viele Programme um nützliche Funktionen erweitern, zum Beispiel Firefox, Internet Explorer und Microsoft-Office-Anwendungen. Allein für Firefox stehen zigtausende dieser praktischen Helferlein unter http://addons.mozilla.org zum kostenlosen Download bereit. Doch wenn man es übertreibt und zu viele oder zu umfangreiche Erweiterungen für ein Programm installiert, verzögert sich sein Start und mitunter auch seine Reaktionszeit insgesamt. Bei Firefox ist es zudem so, dass der Browser nach jedem Update alle installierten Add-ons auf Kompatibilität zur neuen Version überprüft und gegebenenfalls Aktualisierungen herunterlädt. Je mehr Erweiterungen Sie installiert haben, desto länger dauert der Vorgang natürlich. Das gleiche gilt für Plug-ins. Dabei handelt es sich um System-Erweiterungen für den Browser, zum Beispiel um Flash- oder Java-Inhalte darstellen zu können. Es macht also Sinn, die Plug-in- und Erweiterungs-Sammlung hin und wieder auszumisten, unnötige Module zu deinstallieren und nicht täglich genutzte vorübergehend zu deaktivieren. Im Folgenden erfahren Sie, wie Sie dazu vorgehen.

Deaktivieren Sie Erweiterungen und Plug-ins, die Sie nicht täglich brauchen, um Ihrem Browser Beine zu machen.
Vergrößern Deaktivieren Sie Erweiterungen und Plug-ins, die Sie nicht täglich brauchen, um Ihrem Browser Beine zu machen.

Firefox: Die Verwaltung der Erweiterungen erreichen Sie über den Firefox-Button links oben und den Eintrag „Add-ons“. Oder Sie nutzen die Tastenkombination Strg-Shift-A. Im Bereich „Erweiterungen“ finden Sie die von Ihnen installierten Add-ons. Sie können nun einige vorübergehend deaktivieren oder ganz entfernen. Anschließend wechseln Sie in den Bereich „Plugins“ und verfahren hier genauso. Allerdings gibt es in diesem Bereich nur die Möglichkeit, die Plug-ins zu deaktivieren. Um sie zu de-installieren, müssten Sie die Software, die ein Plug-in mitgebracht hat, über „Systemsteuerung -> Programme und Funktionen“ entfernen. Alternativ könnten Sie auch in der Plug-in-Auflistung von Firefox auf „Mehr“ klicken, um zu erfahren, wie der Dateiname des Moduls lautet, anschließend auf der Festplatte danach suchen und die Datei löschen. Allerdings sollten Sie das nur tun, wenn Sie sich sicher sind, dass sie von keinen anderen Programmen benötigt wird.

Internet Explorer: Der Internet Explorer weist Sie von sich aus regelmäßig darauf hin, wenn Erweiterungen zu lange zum Laden brauchen und bietet Ihnen an, diese zu deaktivieren. Natürlich können Sie aber auch manuell vorgehen. Klicken Sie rechts oben auf das Zahnrad-Icon und wählen Sie „Add-Ons verwalten“. Markieren Sie rechts „Symbolleisten und Erweiterungen“ und wählen Sie „Alle Add-Ons“ aus dem Ausklappmenü unter „Anzeigen“. Nun sehen Sie alle Add-ons und Plug-ins auf einen Blick und können einzelne bei Bedarf deaktivieren. Bei einigen Einträgen ist vermerkt, wie viel Ladezeit sie benötigen. Die Liste ist nach Herstellern unterteilt. Möchten Sie alle Erweiterungen eines Entwicklers ausschalten, klicken Sie auf seinen Namen in der Unterteilungs-Zeile und wählen Sie „Alle deaktivieren“. Wenn Sie einen einzelnen Eintrag auswählen und dann den Link „Weitere Informationen“ links unten anklicken, erhalten Sie die Info, wie die fragliche Datei heißt und wo sie liegt. In einigen Fällen können Sie sie auch über das Dialogfeld entfernen. Falls nicht, ist der Button ausgegraut. Dann bleibt noch die Möglichkeit, die entsprechende Datei manuell zu löschen, wobei Sie aber Vorsicht walten lassen sollten.

Chrome: Wenn Sie in Google Chrome die Adresse „chrome:memory-redirect” eingeben, zeigt Ihnen der Browser unter „Processes“ an, wie viel Arbeitsspeicher jede installierte Erweiterung in Beschlag nimmt. Sie erkennen sie in der Prozess-Liste an dem Begriff „Extension“. Im Anschluss klicken Sie auf das Icon rechts oben mit den drei Strichen und wählen „Tools -> Erweiterungen“. Alternativ tippen Sie „chrome:extensions“ in die Adresszeile ein. Über eine Auswahlbox lassen sich einzelne Erweiterungen deaktivieren, über das Papierkorb-Symbol entfernen Sie sie dauerhaft.

Die Plug-in-Verwaltung erreichen Sie über „chrome:plugins“. Über den Link „Deaktivieren“ unter jedem Eintrag schalten Sie das entsprechende Plug-in bis auf weiteres aus. Rechts oben findet sich ein Link, um Details zu allen Einträgen einzublenden. So erfahren Sie zum Beispiel, aus welchen Dateien das jeweilige Plug-in besteht und wo sich diese befinden.

Nicht nur Browser, sondern auch die Haupt-Anwendungen von Microsoft Office sind durch Plug-ins erweiterbar.
Vergrößern Nicht nur Browser, sondern auch die Haupt-Anwendungen von Microsoft Office sind durch Plug-ins erweiterbar.

Microsoft Office: Auch Word, Excel, Powerpoint, Outlook & Co. lassen sich um praktische Funktionen erweitern. Im Beitrag " Outlook-Erweiterungen " haben wir zum Beispiel einige für Outlook zusammengestellt. Manche Software fügt bei der Installation automatisch ein Add-on hinzu, damit Sie bestimmte Funktionen bequem direkt aus der jeweiligen Office-Anwendung starten können. Bei PDF-Generatoren ist das häufig der Fall. Einen Überblick erhalten Sie jeweils über „Datei -> Optionen -> Add-Ins“.  Um Erweiterungen zu deaktivieren oder zu entfernen, gehen Sie in dem Ausklappmenü „Verwalten“ jede einzelne Kategorie durch und klicken jeweils auf „Gehe zu“. Daraufhin öffnet sich jeweils ein Dialogfeld, über das Sie die gewünschte Aktion vornehmen können.

0 Kommentare zu diesem Artikel
1758130