Der sichere Windows-PC

Viren-Impfung: 6 Tipps zum Sichern Ihres PCs

Donnerstag den 07.07.2011 um 11:09 Uhr

von Hermann Apfelböck

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Echter Virenschutz muss nicht kompliziert sein: Mit sechs einfachen Sicherheits-Maßnahmen beugen Sie Trojanern vor und zeigen Viren die rote Karte.
Da direkte Angriffe von außen durch den DSL-Router abgewiesen werden, ist es verbreitete Strategie von Schädlingen, den PC erst von innen zu kontrollieren und dann ins Internet zu senden. Hauptfeind ist daher die von Ihnen gestartete Software. Hauptprobleme sind virenverseuchte Downloads und Lücken in der Standard-Software, die von Schadprogrammen so ausgenutzt werden, dass danach ein Fremder den PC kontrollieren kann. Wir zeigen Ihnen, wie Sie Ihren PC mit sechs einfachen Maßnahmen absichern:

1. Antivirenwächter: Eine solche Schutz-Software brauchen Sie unbedingt. Gelegentliche Scans nach Viren – etwa online oder mit dem Microsoft-Programm Mrt.exe – genügen keinesfalls. Kostenlosen Virenschutz bieten etwa Avira Antivir Personal 10 oder die Microsoft Security Essentials .

2. Nur notwendige Software: Installieren Sie nur die Programme, die Sie wirklich brauchen. Denn: Je weniger Software sie einsetzen, desto geringer ist die Angriffsfläche. Notwendige Gratis- und quelloffene (Open-Source-)Programme sollten Sie nur von vertrauenswürdigen und renommierten Internet-Seiten laden.

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3. Update-Pflicht: Sicherheitslücken werden nie aussterben. Seriöse Hersteller bieten aber umgehend Aktualisierungen an, um bekannt gewordene Lücken zu stopfen. Versorgen Sie Windows und MS-Office mit automatischen Updates („Systemsteuerung, Windows Update, Einstellungen ändern“). Beachten Sie ferner Update-Angebote kritischer Software wie dem Internet-Browser, Adobe Reader, Flash-Player und Multimedia-Abspielprogrammen.

Die Browser-Erweiterung Web of Trust – WOT warnt vor
unseriösen Seiten.
Vergrößern Die Browser-Erweiterung Web of Trust – WOT warnt vor unseriösen Seiten.

4. WOT und McAfee Siteadvisor: Die für alle Internet-Browser erhältlichen Erweiterungen Web of Trust – WOT und McAfee Siteadvisor helfen Ihnen, riskante Seiten zu meiden. Verzichten Sie auf Seiten, die WOT blockt oder bei denen Siteadvisor ein rotes Verbotsschild zeigt.

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5. E-Mail-Anhänge: Öffnen Sie E-Mail-Anhänge und Internet-Adressen in Nachrichten nur, wenn diese von Ihnen bekannten Personen stammen und offensichtlich von diesen geschrieben wurden. Textlose Nachrichten oder allgemeine E-Mail-Texte mit Anhängen sollten Sie ignorieren und löschen.

6. Autostarts: Schädlinge sichern sich ihren automatischen Start, indem sie sich in einen Autostart-Bereich von Windows eintragen. Die aktuellen Autostarts können Sie mit dem Windows-Programm Msconfig.exe überprüfen und deaktivieren. Das Programm starten Sie nach Drücken der Windows-Taste und der Taste R durch Eingabe von msconfig.exe. Die Autostarts finden Sie auf der Registerkarte „Systemstart“.

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Wesentlich genauer ist Autoruns . Legen Sie hier Ihr Augenmerk insbesondere auf die Registerkarten „Logon“, „Winlogon“ und „Scheduled Tasks“. Schad-Software, die sich in die „Aufgabenplanung“ einträgt, erfasst aber auch Autoruns nur zum Teil. Hier hilft nur, bei Windows XP „Systemsteuerung, Geplante Tasks“ und bei Windows 7/Vista die „Aufgabenplanung“ (Taskschd.msc) zu durchforsten.

Donnerstag den 07.07.2011 um 11:09 Uhr

von Hermann Apfelböck

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