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Tutorial: Vier einfache Methoden für Backups

12.02.2015 | 06:00 Uhr |

Eine regelmäßige Datensicherung gehört zu den Pflichtaufgaben eines jeden Windows-Anwenders. Dazu gibt es mehrere Varianten.

Der Verzicht auf ein Backup gleicht einem Tanz auf der Rasierklinge. Gibt die Festplatte ihren Geist auf, sind die darauf gespeicherten Daten verloren und können nur von Spezialfirmen gegen entsprechend hohe Bear­beitungspauschalen gerettet werden. Deshalb empfiehlt es sich, unbedingt regelmäßig Backups durchzuführen und Dokumente, Fotos und andere wichtige Dateien zu sichern.

1. System-Backup mit den Windows-Bordmitteln

Ein Image, also ein System-Backup der kompletten Betriebssystempartition mitsamt allen Einstellungen, ist praktisch. Egal, ob ein Bedienungsfehler, ein schlecht programmiertes Pro­gramm oder Schadcode aus dem Netz: Mithilfe eines zuvor erstellten System-Backups lässt sich Windows ohne Wenn und Aber in wenigen Minuten wieder in einen einwandfrei funktionierenden Zustand zurücksetzen.

So geht’s: Starten Sie die Systemsteuerung und tippen Sie dann rechts oben im Suchfeld den Begriff „Dateiversionsverlauf“ ein. Nach dem Bestätigen erscheint ganz links unten die Funktion „Systemabbildsicherung“, die Sie mit der Maus anklicken. Ideal als Speichermedium ge­­eig­net ist eine externe Festplatte. Alternativ brennen Sie das System-Backup auf DVD oder sichern es im Netzwerk beziehungsweise zur Not auf einer anderen Partition derselben Festplatte. Das allerdings schützt Sie nicht, wenn der Datenträger an sich kaputtgeht. Nach der Auswahl des Speicherzieles klicken Sie nun auf „Weiter ➞ Sicherung starten“. Es dauert einige Minuten, bis das Image erstellt ist.

Alternative: Zusätzliche Funktionen bietet das Image-Programm Macrium Reflect : Nach dem Setup und Aufrufen des Backup-Tools markieren Sie die Windows-Par­tition und fahren mit der Funktion „Image this disk“ fort. Im nächsten Schritt legen Sie hier ebenfalls fest, wo Macrium Reflect das System-Image speichern soll. Mit Klicks auf „Next ➞ Finish ➞ OK“ startet die Sicherung. Das Wiederherstellen im Register „Restore“ funktioniert analog. Fährt der PC gar nicht mehr hoch, starten Sie ihn über die zuvor erstellte Notfall-CD („Other Tasks ➞ Create Rescue Media“).

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2. Arbeitsdateien und Dokumente sichern

In der einfachsten Sicherungsform genügt es, im Windows-Explorer Kopien der zu sichernden Dateien auf eine externe Festplatte zu ziehen. Bequemer geht das per Backup- oder Synchronisations-Tool, das Dateien in ei­nen wählbaren Ordner sichern kann wie Areca Backup und Free File Sync .

Gute Dienste beim Sichern leistet auch Robocopy, ein in Windows enthaltenes, umfangreiches Kopierprogramm auf Kommandozeilen­ebene. Mit dem Befehl Robocopy D:\Daten F:\Backup /MIR sichern Sie den Inhalt des Ordners „Daten“ auf dem Laufwerk D: im Ordner „Backup“. Der Parameter „/MIR“ ist wichtig, denn damit spiegelt Robocopy Quelle und Ziel.

Acronis True Image 2014 ermöglicht komplette Image-Backups und Sicherungen des gesamten Systems mit E-Mails, Musik, Fotos, Videos, Dokumenten und Einstellungen.
Vergrößern Acronis True Image 2014 ermöglicht komplette Image-Backups und Sicherungen des gesamten Systems mit E-Mails, Musik, Fotos, Videos, Dokumenten und Einstellungen.

3. Daten-Backups auf Online-Festplatten

Ein Online-Backup ist in der Regel sicherer als die Datensicherung in den eigenen vier Wänden. Einmal angeworfen, werden die Daten auf den gewählten Cloud-Servern abgelegt. So stehen sie selbst im Falle von Brand, Diebstahl oder Wasserschaden des Rechners weiterhin zur Verfügung. Die Rechenzentren in der Cloud gleichen dagegen einem Hochsicherheitstrakt: Blitzeinschlag, Stromausfall, Diebstahl & Co sind praktisch ausgeschlossen.

Backup-Programme: Ab rund 40 Euro pro Jahr bieten Dienstleister wie etwa Acronis, F-Se­cure, Strato und Symantec auch für Privatanwender erschwinglichen Online-Speicher speziell für Back­­up-Zwecke an. Dabei ist der Speicherplatz für den Sicherungsvorgang zumeist auf 20 bis 50 GB limitiert. Die Sicherung läuft über ein Utility des jeweiligen Dienstbetreibers. Ein Direktzugriff auf die gespeicherten Daten per Laufwerksbuchstabe oder virtuellem Datenordner ist nicht möglich.

Duplicati erstellt verschlüsselte, komprimierte, inkrementelle Datensicherungen und überträgt sie auf Netzwerklaufwerke, Festplatten oder Online-Speicher.
Vergrößern Duplicati erstellt verschlüsselte, komprimierte, inkrementelle Datensicherungen und überträgt sie auf Netzwerklaufwerke, Festplatten oder Online-Speicher.

Das Open-Source-Tool Duplicati führt verschlüsselte Backups auf lokalen Laufwerken, dem Netzwerk und zahlreichen Cloud-Diensten durch. Das Tool unterstützt unter an­derem die Online-Festplatten Amazon S3, Onedrive, Google Drive, Rackspace Cloud Files oder 1&1 Smartdrive sowie alle Speicherdienste, die sich mittels WebDAV, SSH oder FTP ansprechen lassen. Dabei punktet die Free­ware durch eine einfache Bedienerführung.

Backup in die Cloud: Wer die Hoheit über sei­­ne Datensicherung behalten will, der nutzt einen Cloud-Dienst wie Dropbox, Google Drive und Onedrive, dessen Online-Speicherplatz sich als Laufwerk in Windows einbinden lässt. Mit den Gratis-Basisspeicherplätzen (2 bis 25 GB) kommen Sie bei Backups nicht weit. Bei Dropbox Pro kostet 1 TB Speicher 99 US-Dollar jährlich oder 9,99 US-Dollar monatlich. Beim Abo von Microsoft Office 365 Home (10 Euro monatlich, 99 Euro im Jahr) ist ein One­drive-Speicher mit 1 TB Speicherplatz dabei.

Nachteile bei Online-Backups: Aufgrund der häufig beschränkten maximalen Dateigröße und durch die langsame Datenübertragung ins Internet ergeben sich Nachteile. Schließlich ist der Upstream bei den meisten Breitbandverbindungen für Privatkunden deutlich niedriger dimensioniert als der Downstream. Das Hochladen von mehreren GB Daten kann sich dadurch bei langsamen Verbindungen hinziehen.

Ein weiterer Punkt, den es beim Backup persönlicher Daten zu beachten gilt, ist der Standort des Servers im Hinblick auf Privatsphäre und Datenschutz: Nur wenige Anbieter, darunter Strato und die Deutsche Telekom, nutzen in Deutschland beheimatete Server, bei denen die strengen Datenschutzgesetze greifen. Bei anderen Anbietern liegen die Daten jedoch in einem Rechenzentrum irgendwo auf dem Erdball. Vertrauliche Sicherungsdaten sollte man daher keinesfalls ohne Verschlüsselung ablegen. Wer ganz sicher sein will, dass seine persönlichen Daten vor fremden Blicken geschützt sind, sollte generell davon absehen, sie einem Cloud-Speicherdienst anzuvertrauen.

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4. PC-WELT Backup Pro für Datensicherungen

Mit der Software PC-WELT Backup Pro sichern Sie nicht nur Ihren kompletten Rechner, sondern auch einzelne Laufwerke und Ordner. Dabei lassen sich Filter setzen und Sicherungen dank Aufgabenplaner sogar vollautomatisch im Hintergrund durchführen. Dank der verwendeten „Infinite Reverse Incremental“-Technologie ist es möglich, im Vergleich zu inkrementellen Sicherungen bis zu 50 Prozent Speicherplatz einzusparen. Als Speichermedien für die Backups dienen USB-Sticks, Festplatten oder auch freigegebene Netzlaufwerke. Zur Wiederherstellung ist es möglich, direkt im Explorer auf die Dateien zuzugreifen oder Sie rekonstruieren Parti­tionen oder komplette Datenträger. Dazu kann man auch komplette Rettungs-CDs oder -USB-Sticks erstellen, die bei einem Ausfall des Systems helfen sollen, zuerst Windows und danach die wichtigsten Daten wiederherzustellen.

Die Benutzeroberfläche des Backup-Tools ist übersichtlich und einfach zu bedienen. Selbst wenn Sie keine Erfahrung mit Backup-Programmen haben, sollten Sie sich dank der Assistenten und Anleitungen schnell zurechtfinden. Alle Sicherungen von PC-WELT Backup Pro werden ressourcenschonend im Hintergrund durchgeführt. Darüber hinaus lässt sich der Backup-Prozess jederzeit pausieren und stoppen. Nützlich ist auch, dass unterbrochene Sicherungen nach einem Systemneustart fortgesetzt werden. Sie können PC-WELT Backup Pro 30 Tage lang kostenlos und uneingeschränkt testen. Nach diesen 30 Tagen besteht die Möglichkeit, für 39,90 Euro eine uneingeschränkte Lizenz zu erwerben.

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