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Pro und Contra: SSD als schneller Datenspeicher

11.02.2015 | 19:09 Uhr |

Der Einsatz eines Solid State Drive ist für Windows ein Turbo-Booster. Beim Kauf einer SSD gilt es, die Systemvoraussetzungen zu prüfen und sich über die benötigte Größe Gedanken zu machen.

Der Einbau einer SSD in einen Desktop-PC beziehungsweise in ein Notebook ist keine große Sache und stellt auch Laien nicht vor all­­zu große Probleme. Damit man aber tatsächlich in den Genuss des maximalen Geschwindigkeitsplus kommt, muss der Rechner eine SATA-6-Schnittstelle auf dem Mainboard be­sitzen. Nur dann werden die Daten tatsächlich mit bis zu 6 GB pro Sekunde übertragen. Zwar passt eine SSD auch an einen älteren SATA-3-Anschluss, dann verschenkt man aber etwas Leistung.

Das Nachrüsten einer entsprechenden Schnittstellenkarte für rund 30 bis 40 Euro kann Sinn machen, wenngleich die Leistung auch dann nicht an die auf dem Mainboard verbaute SATA-6-Schnittstelle heranreicht. Verwenden Sie auch keine SATA-Ports, die etwa über einen JMicron- oder Marvell-Zusatzchip zur Verfügung gestellt werden. Diese arbeiten oft relativ langsam. Ein Blick in das Handbuch zum Mainboard liefert Hinweise zum vorhandenen SATA-Anschluss.

Pro und Contra: Klassische Festplatte

Größe versus Preis

Obwohl die Preise für SSDs stark gesunken sind, kosten Modelle mit einem Terabyte Speicher noch an die 350 Euro. Eine gleich große herkömmliche Festplatte gibt es dagegen bereits für knapp 50 Euro. Deshalb greifen viele Nutzer zu einer kleinen, aber bezahlbaren SSD mit 128 GB, die ebenfalls für rund 50 Euro zu haben ist, um nur das Windows-Betriebssystem und häufig genutzte Anwendungen darauf auszulagern, wie Bildbearbeitungsprogram­me oder die Office-Software. Denn hier gibt es den größten, deutlich spürbaren Performance-Gewinn zu holen.

Üblicherweise ist es dann so, dass die alte ferromagnetische Festplatte mit üppigem Speicherplatz für große Dateimen­gen zur Verfügung steht – etwa für die Foto-, Spiele- und Videobibliothek, in der sich über die Jahre mehrere Gigabyte angesammelt haben. Auf diese Art können Sie übrigens auch Ihre alte Notebook-Festplatte einsetzen, indem Sie diese in ein 2,5-Zoll-USB-Gehäuse verfrachten und als externes Laufwerk nutzen.

Checkliste SSD

Einsatzgebiet: SSDs beschleunigen den Windows-Start und das Betriebssystem selbst. Auch der Start von Anwendungen von SSD und das Laden größerer Dateien geht wesentlich schneller als mit einer herkömmlichen HDD vonstatten.

Geschwindigkeit: Schnelle SSDs erreichen Dauertransferraten von rund 550 MB pro Sekunde. Sie sind etwa doppelt so schnell wie 3,5-Zoll-Festplatten und etwa vier- bis fünfmal schneller als eine Notebook-Platte im 2,5-Zoll-Format.

Lebensdauer: Die Lebensdauer einer SSD wird in Program-Erase-Zyklen (P/E) gemessen. SSDs mit Multi-Level-Cell-(MLC)-NAND-Speicher halten im Schnitt 3000 bis 5000 P/E-Zyklen, bevor die Leistung abnimmt. Einer Lebensdauer von etwa fünf Jahren bei normaler Nutzung steht nichts im Wege.

Ausfallsicherheit: Controller-Ausfälle sind eine nicht seltene Fehlerursache für Datenverlust. Des Weiteren sind bei SSDs fehlerhafte oder schadhafte Firmware-Versionen verbreitet und können fatale Auswirkungen haben.

Speicherkapazität: 64 GB bis 1 TB. Für Windows 7 und 8/8.1 ist eine SSD mit mindestens 120 GB empfehlenswert. Da im Notebook meistens nur Platz für eine Festplatte ist, empfiehlt sich hier eine SSD mit 250 bis 500 GB Speicherkapazität.

Preis: Nimmt man den Preis pro GB, sind SSDs für weniger als 40 Cent pro GB zu haben. 128 GB große SSDs sind für rund 50 Euro im Angebot, für eine 250-GB-SSD zahlt man weniger als 80 Euro und für 500 GB unter 200 Euro. 1 TB große SSDs liegen bei rund 350 Euro.

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