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Die Vorteile eines NAS im Überblick

06.04.2015 | 15:15 Uhr |

Sobald Sie nicht nur am Desktop-PC arbeiten, sondern auch Notebook, Smartphone, Tablet und Spielekonsole besitzen, ist ein NAS als zentraler Speicher flexibler und bequemer als ein lokal angeschlossener Speicher.

Ein Network Attached Storage – kurz NAS – ist nicht an einem PC angeschlossen, sondern wird direkt über einen Switch mit dem Netzwerk verbunden. Sie können die Daten zentral für alle Nutzer im Netzwerk zur Verfügung stellen. Allerdings beschränkt sich die gemeinsame Datennutzung nicht nur darauf, denn auf Ihre NAS-Dateien können Sie auch außerhalb des eigenen Netzwerks zugreifen, etwa per FTP- oder WebDAV-Zugang und mit Apps vom Smartphone und Tablet aus.

Ein NAS besitzt eine oder mehrere Netzwerkschnittstellen und Einschübe für Festplatten. Oftmals sind noch USB-Ports vorhanden, an die man beispielsweise externe Festplatten und USB-Sticks anschließen kann. Die Grundfunktion aller NAS-Laufwerke ist es, Daten im Netzwerk zur Verfügung zu stellen. Bilder lassen sich als Bildergalerie darstellen, MP3-Files oder iTunes-Bibliotheken können zentral verwaltet und abgespielt werden. Zusätzlich können sie als UPnP- oder DLNA-Quelle dienen und Videostreams an Mediaplayer oder netzwerkfähige Fernseher liefern. Oft ist noch ein kleiner Webserver integriert, mit dem sich Internetseiten bereitstellen lassen.

Von günstig bis teuer - die NAS-Ausstattung entscheidet

Gerade bei Netzwerkspeichern gibt es un­ter­schiedliche Gerätevarianten: Leergehäuse tum­meln sich neben Einschachtlösungen und fertigen Raid-Verbünden mit zwei und mehr Festplatten. Empfehlenswert sind die Geräte von Synology und Qnap. Sie besitzen ein funktionsstarkes Betriebssystem mit vielen Extras. In der Consumer-Klasse nehmen die NAS-Leer­gehäuse zwei Festplatten mit bis zu 12 TB Gesamtspeicherkapazität auf. Die Leergehäuse kosten zwischen 80 und 300 Euro, hinzu kommen die Kosten für die gewünschten Festplatten. Für Unternehmen gibt es NAS-Systeme mit vier und mehr Einschüben, unter anderem auch für den Einbau in Serverschränken. Kostenlos kommen Sie übrigens zu einem NAS, wenn Sie eine externe Festplatte an den USB-Anschluss eines Routers stecken, etwa an die Fritzbox, und die entsprechende Funktion im Konfigurationsmenü einschalten.

Checkliste NAS

Einsatzgebiet: Mit einem NAS stellen Sie Daten zentral für alle Nutzer im Netzwerk zur Verfügung. Je nach Modell fungiert ein NAS zusätzlich als Web- und FTP-Server sowie als UPnP- oder DLNA-Quelle für Musik, Videos und Fotos.

Geschwindigkeit: In einem Gigabit-Netzwerk liegen die Datentransferraten von und zu einem NAS je nach Modell zwischen 50 und 110 MB pro Sekunde. Die Geschwindigkeit der Festplatte spielt dabei nur eine untergeordnete Rolle.

Lebensdauer: Ein NAS ist im Grunde unverwüstlich. Dank schneller Gigabit- und USB-3.0-Schnittstellen sind moderne NAS noch über Jahre hinaus einsetzbar. Zu kleine oder defekte Festplatten lassen sich im laufenden Betrieb austauschen.

Ausfallsicherheit: Für ein NAS bieten sich spezielle Festplatten an, die für einen Dauerbetrieb ausgelegt sind. Für eine hohe Datensicherheit sorgen Raid-Modi, die die erste Festplatte 1:1 auf die zweite Festplatte spiegeln.

Speicherkapazität: Von der Größe der verbauten Festplatten und dem konfigurierten Festplattenmodus hängt die Speicherkapazität ab. Bei einem Raid 1 bemisst sich der zur Verfügung stehende Nettospeicherplatz an der Größe einer einzelnen Platte.

Preis: Günstige Komplettlösungen mit 4 TB Speicherplatz gibt es schon für unter 200 Euro. Teurer sind die Kombinationen aus Leergehäuse und separaten Festplatten, die etwa von Synology und Qnap angeboten werden.

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