Ratgeber Hardware

Der ideale Computer fürs Home Office

Donnerstag, 22.09.2011 | 12:00 von Benjamin Schischka
Fotostrecke Home-Office-PC
© iStockphoto.com/byryo
Leise, effizient, klein – wir verraten, wie der optimale Home-Office-PC aussehen muss und welche Software nicht fehlen darf. Dieser Rechner macht auch als Surfmaschine eine gute Figur.
Der PC im Home Office stellt ganz andere Anforderungen als die Spielemaschine im Hobby-Keller oder der Familien-PC im Wohnzimmer. Der Home-Office-Rechner muss ebenso wie der Büro-PC möglichst leise sein. Aber er darf anders als der Gaming-PC nicht zuviel Platz auf dem Schreibtisch wegnehmen und sollte sparsamer im Stromverbrauch sein. Auf ein riesiges Full-HD-Display kommt es im Home Office auch nicht an. Dafür wird dort Sicherheit und Produktivität groß geschrieben. Und noch ein großer Unterschied zum privat genutzten PC: Aus lizenzrechtlichen Gründen dürfen Sie Freeware im Home Office meist nicht verwenden! Mehr dazu – nebst Alternativen – lesen Sie auf Seite 2.

Die ideale Hardware fürs Home Office

Zum perfekten Home-Office-Rechner führen zwei Wege:

  • In das nächste Geschäft gehen und einen Computer kaufen, der möglichst genau den Kriterien dieses Ratgebers entspricht. Sie können den gekauften PC auch als Basis nehmen und auf- oder abrüsten.

  • Sie haben einen alten PC im Schrank oder der Abstellkammer stehen? Mit ein paar Eingriffen verwandeln Sie ihn in den idealen Home-Office-Rechner. Allerdings sollten Sie das nur tun, wenn Sie sich absolut sicher sind, dass alle Komponenten noch einwandfrei funktionieren. Zudem sollten Sie die Kosten für eine Neuanschaffung zuvor durchkalkulieren. Denn einen PC fürs Home Office können Sie steuerlich geltend machen.

Platz sparen im Home Office

Im Home Office ist der Platz begrenzt. Am meisten Platz sparen Sie, wenn Sie den Drucker auslagern – also beispielsweise in die Abstellkammer stellen. Das geht bei WLAN-Druckern ohne viel Aufwand. Drucker ohne Netzwerkverbindung machen Sie mit einem USB-Server LAN-fähig . Positiver Nebeneffekt: Der Drucker-Lärm stört nicht mehr beim Arbeiten. Apropos Drucker: Idealerweise setzen Sie auf ein Multifunktionsgerät. Dann sparen Sie sich separate Scanner- und Fax-Geräte.

Eine kabellose Tastatur ist schnell beiseite
geräumt.
Vergrößern Eine kabellose Tastatur ist schnell beiseite geräumt.
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Setzen Sie außerdem auf eine kabellose Tastatur und Maus. Wenn Sie die Schreibtischoberfläche im Home Office anderweitig benötigen – etwa für Dokumente – ist schnell Platz gemacht.

Beim Rechner-Neukauf gibt es viele Möglichkeiten, um noch mehr Platz zu sparen. Statt Desktop-Rechner kommt für viele auch ein Laptop in Frage. Der nimmt nicht nur weniger Platz weg, sondern ist auch noch mobil. Nachteilig sind aber geringere Bildschirmdiagonalen und mangelnde Aufrüstbarkeit zu erwähnen. Vielleicht wäre alternativ ein All-in-one-PC das Richtige für Sie? Mangels Tower stoßen Sie sich dann sicherlich nicht die Knie an. Aber auch hier ist die Flexibilität beim Aufrüsten stark eingeschränkt. Das gilt auch für Mini-PCs wie den Sapphire Edge-HD . Der ist dafür aber sehr genügsam beim Stromverbrauch. Am preiswertesten sind Desktop-PCs. Entscheiden Sie sich aber maximal für einen mittelgroßen, wenn nicht gar für einen Mini-Tower. Ein Highend-Powerpaket brauchen Sie für den Home-Office-Einsatz nicht. Ob Desktop oder Notebook: 4 GB RAM und eine aktuelle Zweikern-CPU sollten es aber schon sein. Mit 2 GB RAM läuft Windows 7 zwar auch rund, bei großen Excel-Tabellen und Bildern macht sich mehr RAM aber bezahlt.

Ungestört arbeiten im Home Office

Lärm und Produktivität vertragen sich nicht gut. Verbannen Sie lärmende Geräte wie den Drucker darum aus dem Home Office wie oben beschrieben. Als nächstes muss der dröhnende CPU-Lüfter drann glauben: Ersetzen Sie ihn durch ein größeres Modell. Weil der größere Ventilator mehr warme Luft aus dem Gehäuse schaufelt, muss er weniger oft drehen. Dadurch ist er deutlich leiser, als der kleine, unruhige Kollege. Folgen Sie zum Umbau unserer Schritt-für-Schritt-Anleitung .

Lärmempfindliche tauschen ratternde Festplatten durch schnellen und lautlosen SSD-Speicher aus. Der Umstieg auf SSD ist aber kein Schnäppchen! Wer ein kleines Budget hat, kauft sich nur eine 60 oder 80 GB große SSD und setzt sie als Windows-Partition ein. Große Daten und selten genutzte Programme landen weiterhin auf der billigen, konventionellen Festplatte.

Machen Sie zuvor ein Backup auf einen externen Datenträger. Aber nicht mit Freeware wie PureSync ! Denn deren Lizenzen verbieten oft den beruflichen Gebrauch. Stattdessen müssen Sie zur Professional-Version der Software greifen. Diese bringt neben der passenden Lizenz meist noch ein paar zusätzliche Features mit. Bei PureSync Professional – um bei unserem Beispiel zu bleiben – dürfen Sie auf Backups über FTP durchführen und geöffnete Dateien sichern.

Falls vorhanden, sollten Sie die Grafikkarte ausbauen und auf die Onboard-Grafik setzen. Für den Windows-Betrieb und Videos genügt das. Durch den Ausbau sparen Sie nicht nur Strom, sondern sind auch einen potentiellen Lärm-Kandidaten mehr los und sorgen so weiter für Ruhe im Home Office.

Donnerstag, 22.09.2011 | 12:00 von Benjamin Schischka
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