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Das findigste Navigationsgerät

23.01.2009 | 12:12 Uhr |

Die Wegweiser zum Mitnehmen sind absolute Verkaufsschlager. Vermeintliche Schnäppchen tauchen deshalb in nahezu jedem Prospekt auf, der uns vom Elektromarkt ins Haus flattert.

Display: Mobile Navigationssysteme haben durch die Bank Touchscreens, die sich entweder mit der Fingerspitze oder per beiliegendem Stift bedienen lassen. Letztere Variante bietet sich gerade bei den Modellen an, die mit 3,5-Zoll – der kleinsten Bildschirmdiagonale – ausgestattet sind. Denn hier sind die Symbole oft recht klein gehalten. 4,3 Zoll ist die gängige Größe für Schirme im Breitbildformat. Weniger verbreitet sind Geräte mit 4,8- oder 5-Zoll- Touchscreens. Eine Größenangabe darf bei den Angaben nicht fehlen. Immerhin bestimmt sie unter anderem, wo oder wie Sie das Gerät einsetzen – im Auto, am Fahrrad und Motorrad oder als Fußgänger.

Kartenmaterial: Hier setzen Prospekte gerne in erster Linie auf Menge. „37 europäische Länder vorinstalliert“ klingt auf den ersten Blick nach umfassendem Kartenmaterial. Eine Information, wie detailliert oder aktuell die Daten sind, fehlt aber meistens. Achten Sie deshalb darauf, dass zumindest das erste Karten-Update kostenlos ist, und führen Sie es möglichst bald nach dem Kauf durch. Immer mehr Navis bieten Services, über die Sie Ihre Karten selbst korrigieren oder Verbesserungen anderer Anwender auf Ihr Gerät spielen können – eine geeignete Lösung, denn auch die aktuellsten Kartenversionen können nie ganz fehlerfrei sein.

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Prozessor und Speicher: Immer funktionsreichere Navis benötigen auch ständig mehr Rechenpower. Selten finden Sie jedoch eine Angabe zum Prozessor. Gängig sind CPUs mit 300 oder 400 MHz, seltener bewegen sie sich darunter oder darüber.
Akku: Eine Angabe zur Akkulaufzeit ist wichtig, wenn Sie Ihr Navi nicht nur im Auto benutzen wollen, sondern etwa auf einer Fahrradtour. Die technischen Infos zu Schnäppchenangeboten geben hierzu fast nie Auskunft. Wie unterschiedlich die Akkuleistung ist, zeigen unsere Tests (www.pcwelt.de), bei denen die Laufzeit bei vollem Signalempfang erfasst wird. Sie reicht von einer bis zu fünf Stunden.
TMC-Stauumfahrung: Eines der beliebtesten Schlagworte, wenn es um Navigationsgeräte geht. Das Kürzel steht für Traffic Message Channel, dem Anzeigen von Staumeldungen. Seltener findet sich TMC Pro – die Übermittlung von Verkehrsinfos in Echtzeit. Navis mit TMC gibt es nur selten in der Preisklasse ab 100 Euro. Verbreitet ist die Funktion bei Allround-Systemen, die derzeit bei rund 250 Euro beginnen. Für TMC Pro müssen Sie noch tiefer in die Tasche greifen. TMC benötigt eine eigene Antenne. Sie ist entweder am Navi extra anzustecken oder im Gerät oder in dessen Saughalter integriert. Letzteres ist praktisch, denn so ersparen Sie sich ein weiteres Kabel, das zu verlegen ist.
Unzählige Funktionen: Im Trend sind massenhaft POIs (Point of Interest), Spurassistent, 3D-Animation von Sehenswürdigkeiten oder das straßennamengenaue Navigieren (Text to Speech). Viele Geräte bieten zudem Reiseführer, Übersetzungsprogramme, Bluetooth-Schnittstelle oder Multimedia-Software. Überlegen Sie vor dem Kauf, was Sie tatsächlich benötigen. Denn jede Zusatzfunktion schlägt sich unweigerlich im Preis nieder.

Das steckt dahinter:
1 Grundsätzlich haben alle Navigationssysteme einen Touchscreen. Die Angabe zu seiner Größe ist bei Navis unbedingt nötig. Denn sie bestimmt den Einsatzzweck.
2 Eine recht vage Leistungsbeschreibung, denn sie berücksichtigt nicht die Kartengenauigkeit. Meist sind nur die Karten von Deutschland, Österreich und Schweiz (DACH) detailliert. Für das restliche Material trifft das aber nicht immer zu.
3 Eine praktische Funktion für alle, die viel unterwegs sind. Immerhin geben gute Lösungen nicht nur die Zeitverzögerung an, sondern bieten Alternativrouten.

Darauf müssen Sie achten:
Einstiegsmodell:
3,5-Zoll-Display, 320 x 240 Pixel
Prozessor ab 300 MHz
Kartenmaterial mindestens für Deutschland, Österreich und die Schweiz (DACH)
Preis ab rund 100 Euro

Allround-Modell:
4,3-Zoll-Display, 480 x 272 Pixel
Prozessor ab 400 MHz, 2 GB Speicher
TMC, Spurassistent, Bluetooth
mindestens Europa-Karten, SD-Karten-Slot,
Preis ab rund 250 Euro

High-End-Modell:
4,3- bis 5-Zoll-Display, ab 480 x 272 Pixel
Prozessor ab 400 MHz, 4 GB Speicher
TMC Pro, Spurassistent, Text to Speech
Karten für Europa und Übersee
Preis ab rund 350

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