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Pinterest – das neue soziale Netzwerk

10.04.2012 | 12:11 Uhr |

Obwohl noch in der Betaphase, ist das neue soziale Netzwerk Pinterest bereits eine der meist diskutierten neuen Internet-Plattformen. PC-Welt erklärt, worum es bei diesem Dienst geht.

Was bitte soll an einem weiteren Bilderdienst spannend sein, mag sich manch einer fragen. Gibt es nicht schon genug Fotocommunities wie Flickr , Picasa , Zoomr , und wie sie alle heißen? Doch halt: Pinterest   ist zwar ebenfalls eine Plattform, auf der die Benutzer Bilder veröffentlichen. Im Unterschied zu den genannten Vorgängern stammen die meisten dieser Fotos jedoch nicht von den Pinterest-Mitgliedern, sondern werden von ihnen lediglich verlinkt.

Übrigens: PCWELT.de ist auch bereits auf Pinterest

Das Pin-Prinzip ist ganz einfach: Nach der Anmeldung bei Pinterest installieren Sie im Browser ein kleines Addon, das wie ein Lesezeichen aussieht. Nach einem Klick zeigt es Ihnen alle größeren Bilder der aktuell geladenen Webseite an. Ein Klick überträgt ein Bild auf Ihre Pinnwand bei Pinterest, wo es zusammen mit dem Link zu seiner Originalseite erscheint und für jeden sichtbar ist. Außerdem können Sie noch eine Beschreibung hinzufügen. Die Bilder anderer Benutzer können Sie kommentieren, einfach nur mit einem „Like“ versehen oder auf Ihre eigene Pinnwand übernehmen. Neben Bildern können Sie aber auch Videos an die Wand pinnen. Pinterest erlaubt das Anlegen mehrerer Pinnwände zu verschiedenen Themen, außerdem können Sie wie bei Twitter anderen Benutzern folgen.

Am meisten Spaß macht das Durchstöbern der Bildgalerien.
Vergrößern Am meisten Spaß macht das Durchstöbern der Bildgalerien.

Im Rausch der Bilder: Das macht den Reiz von Pinterest aus

Es macht wirklich Spaß, die schier endlosen Bildergalerien in Pinterest zu durchstöbern und die Kommentare zu lesen. Immer wieder stößt man auf tolle Fotos von Personen, Gebäuden, Landschaften oder Tieren oder findet Bilder, die einfach nur einen witzigen Spruch enthalten.

Ersten Statistiken zufolge hat Pinterest derzeit vor allem weibliche Mitglieder, die in erster Linie aus den USA kommen. Sie machen sich auf neue Trends aufmerksam, auf Haarschnitte, Mode und Tattoos, oder weisen mit den Bildern auf Kochrezepte hin. Zunehmend sind bei Pinterest auch Firmen vertreten, die den Dienst nutzen, um ihre Produkte vorzustellen. Für Webmaster ist interessant, dass Pinterest enorme Zugriffszahlen auf die Websites erzeugen kann, von denen die verlinkten Bilder stammen.

Sie können sich anschauen, welche Bilder Sie mit einem „Like“ ausgezeichnet haben.
Vergrößern Sie können sich anschauen, welche Bilder Sie mit einem „Like“ ausgezeichnet haben.

Achtung: Das Pinnen von Bildern bringt rechtliche Probleme mit sich

Pinterest basiert auf der amerikanischen Rechtsdoktrin des „Fair Use“, die eine begrenzte Nutzung von geschützten Werken ohne Einwilligung des Urhebers erlaubt. Im deutschen Recht gibt es diese Regelung nicht. Jeder Benutzer, der hierzulande ohne Erlaubnis die Bilder anderer Personen auf seine Pinterest-Wand stellt, muss mit einer Honorarforderung des Urhebers oder einer Abmahnung rechnen, für die dann leicht mehrere Hundert Euro Abmahngebühren fällig werden. Bedenken sollten Sie auch, dass nicht nur Fotos urheberrechtlich geschützt sein können, sondern auch die darauf abgebildeten Produkte oder Bauwerke. Wenn Sie selbst eine Website betreiben und nicht wollen, dass Ihre Bilder bei Pinterest auftauchen, können Sie mit dem Metatag

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dafür sorgen, dass sie von dem Dienst nicht verlinkt werden können.

Bisher sind noch keine Fälle bekannt geworden, in denen Pinterest-Nutzer zur Kasse gebeten worden wären. Doch das hat vermutlich eher damit zu tun, dass der Dienst in Deutschland noch nicht sehr verbreitet ist. Wenn Sie auf Nummer Sicher gehen wollen, sollten Sie in Pinterest nur auf Ihre eigenen Fotos und Abbildungen verweisen und sich ansonsten darauf beschränken, die Bilder anderer Nutzer anzusehen und zu kommentieren.

So werden Sie Mitglied bei Pinterest

Pinterest ist derzeit noch nicht frei zugänglich. Um sich anzumelden, brauchen Sie einen Facebook - oder Twitter -Account. Besuchen Sie www.pinterest.com  und klicken Sie auf „Request an Invite“. Im Test kam die Einladung bereits am nächsten Tag.

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