Nur ein möglichst perfekt auf den Einsatzzweck abgestimmter PC ist auch preisgünstig. Lassen Sie sich nicht durch hochtrabende Bezeichnungen wie „brillante Grafik“ und „riesengroßer Arbeitsspeicher“ in Prospekten und Anzeigen über den eigentlichen Wert des Rechners hinwegtäuschen. Geld sparen Sie vor allem, wenn Sie das Kleingedruckte genau lesen und vor dem Kauf auch einmal das PC-Innenleben checken. Wir sagen Ihnen, auf was Sie im Detail achten sollten.
CPU: Verkäufer lieben es, mit einem hohem CPU-Takt zu prahlen. Dabei spielt die Taktrate mittlerweile eher eine untergeordnete Rolle, da heutzutage bereits eine Einsteiger-CPU genug Rechenleistung für gängige Software bietet. Wenn Sie nicht mit Profi -Programmen wie 3D-Konstruktion, Rendering und Raytracing arbeiten oder ein eingefleischter PC-Spieler sind, sollten Sie vielmehr auf die Anzahl der CPU-Kerne achten. Greifen Sie zu einem Rechner mit Quad Core, wenn Sie häufig mit mehreren leistungshungrigen Programmen gleichzeitig arbeiten, ständig viele Fenster offen haben und zahlreiche Tools im Hintergrund werkeln. Wenn Sie hingegen in der Regel nur wenige Programme gleichzeitig nutzen, ist ein PC mit Zweikern-Prozessor die bessere Wahl.
Arbeitsspeicher: Viel RAM schadet grundsätzlich nicht, allerdings gibt es technische Grenzen, die Sie beachten müssen. In der Regel kommen Desktop-PCs mit der 32- Bit-Version von Vista oder XP. Beide Varianten können nur 4 GB RAM adressieren – und davon knapst Windows nochmals bis zu 1,25 GB für den PCI-Adressbereich ab. Wollen Sie mehr als nur knapp 3 GB Speicher nutzen, müssen Sie zu einem PC mit einem 64-Bit-Windows greifen. Als Faustregel gilt: Für Office-PCs reichen 2 GB unter Vista, bei einem Multi-Media- oder Spiele-Rechner sollten es schon 3 oder gleich 4 GB brutto sein. Noch mehr Speicher ist erst bei professioneller Bildbearbeitung, Virtualisierung von Betriebssystemen und Datenbanken sinnvoll.
Grafik: Integrierte Grafiklösungen sind inzwischen viel besser als ihr Ruf, einige aktuelle Varianten von AMD, Intel und Nvidia eignen sich sogar für die Wiedergabe von hoch aufgelösten Videos, da sie neben einem DVI- oder gar HDMI-Ausgang mittlerweile auch den HD-Kopierschutz HDC unterstützen. Behalten Sie aber im Hinterkopf, dass eine integrierte Grafiklogik dem Betriebssystem Arbeitsspeicher „klaut“, um Berechnungen zu puffern. Eine dezidierte Grafikkarte braucht Ihr PC im Grunde also nur, wenn Sie leistungshungrige 3D-Anwendungen einsetzen, etwa CAD-Software oder moderne Spiele mit aufwändiger 3D-Grafik.
Schnittstellen und Erweiterbarkeit: Nicht zwingend notwendig, aber sehr praktisch sind gängige Schnittstellen auf der Gehäusevorderseite, etwa für E-SATA, USB, Firewire und Speicherkarten, sowie Anschlüsse für Kopfhörer und Mikrofon. Auf der PC-Rückseite gehören Schnittstellen für USB, Netzwerk, Firewire, DVI oder HDMI sowie (digitale) Audio-Buchsen für Raumklang zum Standard. Auch sollten Sie vor dem PC-Kauf einmal einen Blick ins Innere werfen, um abschätzen zu können, wie gut sich der Rechner später aufrüsten lässt. Mindestens ein 3,5-Zoll-Laufwerksschacht für ein optisches Laufwerk oder eine zusätzliche Festplatte sollte noch frei sein. Ein bis zwei PCI-(Express)-Steckkarten sind auch nicht verkehrt. Und wenn Ihr Favorit nur 1 oder 2 GB Arbeitsspeicher mitbringt, sind zwei unbesetzte RAM-Steckplätze für zukünftige Upgrades Gold wert.
Darauf müssen Sie beim Kauf eines Komplett-PCs achten
Büro-PC:
- mindestens eine Dual-Core-CPU mit 2 GHz
- mindestens 2 GB RAM
- mindestens 1 x Firewire und 4 x USB
- nicht lauter als 30 dB(A)
- freier 3,5-Zoll-Schacht
- freier PCI-(Express-)Steckplatz
- Preis ab etwa 250 Euro
Multi-Media-/Spiele-PC:
- Zwei- oder Vierkerner mit mindestens 2 GHz
- mindestens 3 oder 4 GB RAM
- für Spieler: Grafikkarte mit ATI HD 4850 respektive Nvidia Geforce GTX 260 oder besserem Grafikchip
- mindestens 2 bis 3 freie PCI-(Express)-Slots
- Preis ab etwa 500 Euro/800 Euro
Hier finden Sie aktuelle Noten für die besten Komplett-PCs, die unser Testcenter durchlaufen haben. Den ausführlichen Test sehen Sie durch Klick auf den Produktnamen.
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